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Leben in der Bubble – Wie man die Generation Y durch modernes Recruiting erreicht und wie man sie hält

10.10.2018

Als Experte im Personalbereich beschäftigt sich unser langjähriger Kunde, die PageGroup, intensiv mit der richtigen Ansprache der Gen Y. Goran Barić, Geschäftsführer der PageGroup Deutschland, erklärt u. a. wie sich Arbeitgeber auf die Eigenheiten, Vorlieben und Prioritäten der nachwachsenden Generation einstellen können.

Die Gen Y (Generation, die ungefähr während des Zeitraums zwischen 1980 und 1999 geboren wurde) lebt in ihrer eigenen Informationsblase. Die Social Media Kanäle werden von Algorithmen gesteuert, die dieser anspruchsvollen Generation gefilterte Inhalte vorschlagen. Dabei kann es passieren, dass Millennials so tief in ihrer Informationsblase stecken, dass der Blick für viele andere Dinge verloren geht. Jobangebote, aber auch das Berufsleben generell, können sogar ganz aus der Filterblase verschwinden, wenn nicht aktiv danach gesucht wird. Das isolierte Leben in der Bubble ist aber nicht das einzige Merkmal, das Millennials zugeschrieben wird. Für uns, als internationale Personalberatung, ist es wichtig, die neue Generation zu verstehen und ihre Vorstellungen und Anforderungen an einen Job genau zu kennen. Und klar ist: Diese sind anders, als die ihrer Vorgängergenerationen. Wie und wo wir die Gen Y ansprechen, aber auch wie wir sie als Mitarbeiter halten können, gehört für uns zu den zentralen Fragen.

Die Gen Y kennenlernen

Die Gen Y ist in einem digital geprägten Umfeld aufgewachsen. Technik ist aus ihren Leben heute nicht mehr wegzudenken. Gerade auch, weil sie Kommunikationsmedium ist. Neben ihrer hohen Technikaffinität, wird die Gen Y durch ihr hohes Bildungsniveau charakterisiert. Das macht sie selbstbewusst und sie weiß genau, was sie will. Ihr Wunsch nach Selbstbestimmung ist stark – auf privater, wie auf beruflicher Ebene. Prestigeträchtige Jobs und hohe Gehälter rücken zugunsten von spezialisierten Fachkarrieren und immateriellen Leistungen in den Hintergrund. Natürlich ist ein angemessenes Gehalt weiter wichtig. Doch spielen ehrliches Interesse und die tatsächliche Leidenschaft für einen Job eine große Rolle – Sinn schlägt Geld. Auch ein positives Arbeitsumfeld und Anknüpfungspunkte zu ihrem agilen, aktiven Lebensstil sind gefragt. Der große Unternehmergeist der Gen Y unterstreicht diese Einstellung. Lieber nimmt sie etwas selbst in die Hand, als auf ihre Vorlieben und Prioritäten zu verzichten.

Millennials in ihrer Filterblase erreichen

Wie entscheidend die eigenen Interessen der Millennials sind, merken wir auch in der täglichen Zusammenarbeit mit Kandidaten immer wieder. So geben über die Hälfte an (56 Prozent), dass sie einen Job ablehnen würden, wenn das Unternehmen den Zugang zu Social Media untersagt. Millennials sind im Social Web zu Hause und dort funktioniert Kommunikation einfach anders. Aufmerksamkeit und persönliche Bewertung spielen für die ersten Digital Natives eine entscheidende Rolle. Um gute Talente zu gewinnen, müssen wir uns als Recruiter genau darauf einstellen. Dabei gilt es aber nicht, das Rad neu zu erfinden. Denn auch heute schon steht der Mensch in all seinen Facetten beim Recruiting im Vordergrund und wir setzen auf Human-to-Human. Die Herausforderung besteht also vorrangig darin, die Mensch-zu-Mensch-Interaktion in den digitalen Bereich zu überführen, um auch online geeignete Kandidaten zu finden und gezielt anzusprechen. Ads auf den verschiedenen Social Media Kanälen sind ein Weg, in die Filterblase der Gen Y zu gelangen.

Eine glückliche Gen Y am Arbeitsplatz

Doch nicht nur beim „Finden“, auch beim „Halten“ ist ein gutes Verständnis für die Gen Y essentiell: Arbeitgeber, die das volle Potenzial ihrer jungen Mitarbeiter entfalten wollen, sollten sich mit den Themen Work-Life Balance und Lifelong Learning auseinandersetzen. Dazu gehören auch Selbständigkeit und Flexibilität im Job, die für die Gen Y obligatorisch sind. Millennials haben ein großes Interesse daran, immer neue Dinge zu lernen und Tools auszuprobieren, um sich auf dem Laufenden zu halten. Sie stellen sich gerne Herausforderungen, welche den Alltag und die Arbeit erleichtern können oder Spaß bereiten. Ein unumgänglicher Teil davon sind auch klare Aufstiegsmöglichkeiten und Fortbildungen für die ständige persönliche Entwicklung.

Digitale Recruiting-Prozesse bei der PageGroup

Als Experten im Personalbereich beschäftigen wir uns intensiv mit der richtigen Ansprache der Gen Y. Die PageGroup ist im Bereich Social Recruiting sehr aktiv und nutzt Social Media Kanäle für die aktive Suche nach Bewerbern. Millennials können die PageGroup sowie ihre Marken Michael Page und Page Personnel auf Karriereplattformen wie auch auf Facebook und Twitter finden. Zudem ist es einfach möglich, sich online zu bewerben. Bewerber können ein Konto anlegen, um beispielsweise ihren Bewerbungsstatus jederzeit abzurufen. Der Lebenslauf kann einfach via XING übermittelt werden. Das ist auch für uns praktisch und so lernen wir aus dem engen Austausch mit der neuen Generation.

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Autor des Artikels
Goran Barić
Goran Barić ist seit 2004 bei der PageGroup tätig. Seit 2012 ist er Geschäftsführer in Deutschland und damit verantwortlich für die Einzelmarken Michael Page, Page Personnel und Page Executive.