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Time-to-Hire: Warum diese eine Kennzahl alles über Ihr Recruiting aussagt

06.12.2018

Im November dieses Jahres war die Arbeitslosenquote mit 4,8 Prozent so niedrig wie nie zuvor in Deutschland. 807.000 offene Stellen lagen der Bundesagentur für Arbeit in dem Monat vor. Keine Frage: Während in der Vergangenheit vereinzelt von Panikmache gesprochen wurde, wenn das Wort „Fachkräftemangel“ fiel, so sprechen die Zahlen eine immer eindeutigere Sprache. In Gesprächen mit Personalentscheidern wissen wir, wie schwer es derzeit ist, passendes Personal zu finden.

Besetzungszeit bei 73 Prozent der befragten Arbeitgeber angestiegen

XING E-Recruiting hat das renommierte Umfrageinstitut forsa gebeten, ein Bild von der aktuellen Situation zu zeichnen. Wie lange benötigen Unternehmen tatsächlich, um neues Personal zu finden? Welche Kennzahlen nutzen sie, um effektiv rekrutieren zu können? Wie viel geben sie im Schnitt aus? 200 Personalleiter aus Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern nahmen an der Umfrage teil.

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Die Ergebnisse zeigen, wie sich die Lage für Unternehmen zuspitzt:

  • Über zwei Drittel der 200 befragten Personalleiter geben an, dass sie länger als drei Monate benötigen, um eine Führungsposition zu besetzen. Drei bis sechs Monate benötigen 51 Prozent der Personalleiter, um offene Stellen für Führungskräfte zu besetzen. 10 Prozent schaffen es erst in sechs bis neun Monaten
  • 73 Prozent der Befragten verzeichnen in den letzten fünf Jahren einen Anstieg der Besetzungszeit (Time-to-Hire).
  • Kosten von 20.000 bis 50.000 Euro für Besetzung einer Führungsposition weit verbreitet.
  • Erstaunlich: 29 Prozent erheben keinerlei Kennzahlen in der Personalgewinnung und hat damit keine Chance hat, das eigene Recruiting zu optimieren.

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Insbesondere der letzte Punkt ist auffällig. Denn die Time-to-Hire ist – nicht nur laut Umfrage – die wichtigste Kennzahl, die im Recruiting gemessen werden kann. Diese eine Zahl zeigt, wie erfolgreich Ihr Recruiting ist. Ohne diese agieren Unternehmen im Blindflug. In der Praxis bedeutet dies, auf Recruitinglösungen zu setzen, deren Effizienz einem lediglich ungefähr bekannt ist. Dabei bietet die systematische Erhebung und Analyse der Time-to-Hire große Chancen. Welche Recruitinglösungen sind für Sie und Ihr Unternehmen am effektivsten? Was funktioniert bei bestimmten Positionen besser, bei anderen schlechter? Denn erst wenn Sie wissen, wo sich diese Stellschrauben befinden, sind Sie in der Lage, an diesen zu drehen.

Zeit sparen durch Digitalisierung

Klar ist: Der Fachkräftemangel ist mitunter einer der Hauptverursacher für erhöhte Besetzungszeiten. Dieser führt auch dazu, dass sich Erwerbstätige mit üblichen Arbeitgebervorteilen erschwert locken lassen. Die Time-to-Hire umfasst zeitlich jedoch auch viele Pflichtaufgaben – die Suche nach passenden Kandidaten, ggfs. das Briefen von externen Beratern, das Screening der Bewerbungen, die Koordination mit den Fachabteilungen etc.

Die Digitalisierung kann helfen, diese Schritte für Sie zu vereinfachen. Hierzu zählen beispielsweise das automatische Matching von Stellenanzeigen mit potenziell passenden Kandidaten, die selbständige Ablage von interessanten Profilen in Ihren Suchordnern oder auch die Möglichkeit, schnell und einfach Kandidatenprofile an den Fachbereich weiterzuleiten. Auf diese Weise können Sie sich auf Ihre eigentlichen Recruitingaufgaben konzentrieren.

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Autorin des Artikels
Yee Wah Tsoi
Yee Wah ist seit 2008 bei XING. Die Bielefelderin (gibt's wirklich!) war dort zuerst in der PR tätig. Seit 2017 ist sie für den Recruiting Content zuständig.