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XING Gehaltsstudie 2019: Sinnhaftigkeit ist jedem Zweiten wichtiger als das Gehalt

15.05.2019

Jeder zweite Arbeitnehmer würde in einen Job mit mehr Sinnhaftigkeit oder gesellschaftlicher Verantwortung wechseln – und dafür sogar ein geringeres Gehalt in Kauf nehmen. Das hat die XING Gehaltsstudie 2019 ergeben, in der Fach- und Führungskräfte zu Themen wie Home Office, Überstunden und Gehalt befragt wurden.

Mehr als 17.000 auf XING aktive Fach- und Führungskräfte aus Deutschland sowie mehr als 2.500 Nutzer aus Österreich und der Schweiz nahmen an der Umfrage teil. Ausgenommen waren Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst und Beamte, Gründer und Inhaber, Selbstständige, Freiberufler, Arbeitnehmer im Ruhestand, Studenten und Erwerbslose. Deutlich wird: Die Arbeitnehmer von heute sind anspruchsvoller als früher: Allein von einem guten Gehalt lassen sich nur noch wenige beeindrucken. Neben einer sinnhaften Tätigkeit erfreut sich die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten, immer größerer Beliebtheit.

Angemessene Gehälter sind Mitarbeitern wichtig – doch die Sinnhaftigkeit des Jobs noch wichtiger

Das Gehalt spielt für die meisten Befragten eine wichtige Rolle: mehr als jeder zweite Deutsche und fast jeder zweite Österreicher sowie Schweizer halten ihr Gehalt für nicht angemessen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Jeder zweite unzufriedene Deutsche bemängelt, dass sein Gehalt unter dem Marktdurchschnitt liegt. Knapp jeder dritte Befragte ist unzufrieden, weil Kollegen mehr verdienen oder Mehrarbeit nicht vergütet wird. Kein Wunder: fast 80 % der Befragten geben an, dass sie mehr arbeiten als im Vertrag steht.
Wer also bei potenziellen Kandidaten für das eigene Unternehmen punkten will, muss mit mehr als nur einem guten Gehalt auftrumpfen. Gemeinsames Engagement für einen sozialen Zweck, etwa im Rahmen von Corporate Social Responsibility-Maßnahmen (CSR), können unter Mitarbeitern das Gefühl einer sinnstiftenden Tätigkeit verstärken. Nehmen Sie beispielsweise gemeinsam an einem Spendenlauf teil oder nutzen Sie die Mittagspause, um die Nachbarschaft um Ihr Büro von Müll zu befreien.

Gehaltsstudie

Home Office wird immer beliebter und gefragter

Die Lebensarbeitszeit wird immer länger – und somit steigt die Wichtigkeit für viele, den Job an die individuellen Lebensumstände anzupassen. Mehr als jeder zweite befragte Arbeitnehmer hat bereits die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten und vor allem Deutsche und Schweizer machen viel davon Gebrauch. Doch noch gibt es bei dem Thema für Arbeitgeber einiges zu tun, denn von denen, die kein Home Office machen können, wünschen sich zwei von drei Befragten diese Möglichkeit. Das zeigt, dass Unternehmen mit einer ausgereiften Work-Life-Balance für Bewerber deutlich interessanter sind. Gerecht werden können Unternehmen diesem Wunsch beispielsweise durch einen vertraglich festgehaltenen Anspruch auf einen oder mehr Tage Home Office im Monat. Noch attraktiver machen Sie sich für Bewerber, wenn Sie Ihren Angestellten die Möglichkeit bieten, ein sogenanntes Sabbatical zu machen – eine Arbeitsauszeit, die je nach Vereinbarung drei bis zwölf Monate dauern kann. In dieser Zeit können Arbeitnehmer Kraftreserven auffüllen und sich eine Zeit intensiv dem Privatleben oder dem Reisen zuwenden.

Gehaltsstudie 2

Nehmen Sie Mitarbeiterbewertungen ernst

Egal, ob Ihre HR-Abteilung ein professionelles Employer Branding Profil auf XING und kununu pflegt oder Sie lediglich ein kleines Unternehmensprofil haben: Schauen Sie regelmäßig in die Bewertungen hinein, die ehemalige und aktuelle Mitarbeiter Ihnen anonym gegeben haben. Dort sehen Sie sofort, wie Sie in den Augen Ihrer (Ex-)Mitarbeiter bei Themen wie Gehalt oder Gleichberechtigung aufgestellt sind und können künftige Vorgehensweisen ableiten, die die Zufriedenheit Ihrer Angestellten erhöht. Das hat auch Auswirkungen für potenzielle Kandidaten, die bei der Job-Recherche ein positives Bild von Ihnen als Arbeitgeber bekommen, der Themen wie Transparenz ernst nimmt.

Sie möchten erfahren, ob die Größe des Unternehmens oder das Bundesland Einfluss auf das Gehalt hat oder wie viel Fach- und Führungskräfte in Deutschland durchschnittlich verdienen? Dann laden Sie sich die XING Gehaltsstudie 2019 hier kostenlos herunter.

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Autorin des Artikels
Johanna Fast
Johanna kommt aus dem Hamburger Speckgürtel und arbeitet seit fast drei Jahren bei XING. Seit kurzem ist sie für die Plattform Bewerbung.com verantwortlich. Sie bezeichnet sich als absoluten Content-Lover und passionierte Hobby-Köchin.