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Helvetia besetzt jede 4. Stelle über Empfehlungen

24.04.2018

Wie können Unternehmen innovative Recruitingideen einführen und wie lancieren sie ein Empfehlungsprogramm nachhaltig, so dass alle Mitarbeitenden mit im Boot sind? Diesen und weiteren Fragen gehen wir im Interview mit Martin Maas, Senior Manager Employer Branding bei Helvetia Versicherungen, auf den Grund.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Empfehlungen durch Mitarbeitende gemacht?

Das Thema „Mitarbeiterempfehlung“ ist seit vielen Jahren eine wichtige Säule im Recruiting bei Helvetia. Rund 25 Prozent unserer Stellen können wir jährlich über alle Bereiche hinweg über diesen Kanal besetzen.

Wie motivieren Sie Mitarbeitende, Vakanzen mit ihrem Netzwerk zu teilen?

Die Möglichkeit einer Mitarbeiterempfehlung wird bei Helvetia sehr häufig genutzt. Unsere Mitarbeitenden kennen die Idee und den Prozess und leben diesen auch. Bisher lief dieser Prozess noch nicht digital. Unsere Mitarbeitenden hatten somit keine Unterstützung durch ein Tool, um Stellen mit ihrem Netzwerk zu teilen. Dass die Nutzung der Mitarbeiterempfehlung trotzdem so hoch ist, zeigt das hohe Engagement unserer Mitarbeitenden. Im Rahmen der Einführung des XING EmpfehlungsManagers setzen wir intern auf eine breite Kommunikation und Mitbestimmungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeitenden.

Martin MaasMartin Maas, Senior Manager Employer Branding bei Helvetia Versicherungen

Sind Sie selbst auch schon durch Empfehlungen zu einem Job gekommen?

Meinen aktuellen Job bei Helvetia habe ich über eine Empfehlung eines guten Bekannten erhalten – allerdings analog im persönlichen Gespräch. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sonst aus Deutschland auf die Stelle und das Unternehmen in der Schweiz aufmerksam geworden wäre.

Welche innovativen Massnahmen haben Sie im Bereich Employer Branding und/oder Empfehlungen bereits umgesetzt?

Innovation ist hier vielleicht etwas zu viel gesagt. Was wir jedoch gemacht haben um den neuen Empfehlungsprozess und das Tool bei den Mitarbeitenden bekannt zu machen, ist wahrscheinlich doch nicht so üblich: Auf einer Mitarbeitermesse, bei der wir über 2000 Kolleginnen und Kollegen an drei Tagen vor Ort hatten, konnten die Mitarbeitenden an unserem Stand ihre eigenen Ideen für den zukünftigen Prämien-Kiosk abgeben und die von HR vorgeschlagenen Prämienideen voten. Zeitgleich konnten sich die Mitarbeitenden für den XING EmpfehlungsManager registrieren und es am Stand ausprobieren. Allein diese Möglichkeit der Mitbestimmung stiess auf sehr positive Resonanz. Wir haben viele dieser Vorschläge in unseren finalen Prämien-Kiosk übernommen, aus dem Mitarbeitende zukünftig nach einer erfolgreichen Empfehlung ihre Wunschprämie selbst auswählen können. Wir setzen hier bewusst auf überwiegend erlebnisorientierte Prämien.

Zudem haben wir das Format "Helvetia Live Jobs" eingeführt: Wir verknüpfen Stellenanzeigen mit Live-Video-Chats. Damit können Bewerber schon vor dem Absenden der Bewerbung ihr potenzielles Team samt Führungskraft per Video kennenlernen und auch Fragen stellen. Hierfür wurden wir 2017 mit dem HR Excellence Award für die HR Innovation des Jahres ausgezeichnet. Weiter stärken wir das Feld „analog/persönlich“.

Bei unserem „Job Kaffee“, das für bestimmte Zielgruppen, z.B. Kundenberater stattfindet, können sich Interessierte ohne Voranmeldung mit unseren Kollegen aus dem Recruiting und den Fachbereichen bei einem Kaffee zu Einstiegsmöglichkeiten austauschen. Dies findet ganz bewusst in einem öffentlichen Café statt. Das Feedback der Zielgruppe ist zu 100 Prozent positiv – gerade weil wir uns persönlich die Zeit nehmen.

Im Bereich Empfehlungen ist Helvetia auch den digitalen Schritt gegangen und hat sich vom bisherigen Prozess verabschiedet. In ein paar Wochen starten wir mit dem EmpfehlungsManager von XING, um unseren Mitarbeitenden zukünftig die Empfehlung von passenden Kontakten noch einfacher zu machen.

Welche Chancen bieten Empfehlungen dem HR? Und welche Risiken sehen Sie?

Aus unserer Sicht überwiegen bei Empfehlungen die Chancen. Wir machen die Erfahrung, dass unsere Mitarbeitenden sehr genau überlegen, wen sie empfehlen und ob diese Person neben der fachlichen auch die persönliche Passung mitbringt. Dementsprechend ist die Qualität der Empfehlungen bei uns sehr hoch. Trotzdem braucht es einheitliche und transparente Spielregeln in Bezug auf den Umgang mit „Empfehlungen“. Um Enttäuschungen vorzubeugen, kommunizieren wir gegenüber unseren Mitarbeitenden ganz klar, dass eine Empfehlung nicht automatisch zu einer Einstellung führt und auch eine empfohlene Person qualitativ den gleichen Auswahlprozess durchläuft, wie andere Bewerberinnen und Bewerber.

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Autorin des Artikels
Yvonne Miller
Yvonne schreibt und netzwerkt für XING aus unserem Office in Zürich. Nebenbei ist sie Dozentin für Social Media, besteigt die Alpen auf der Suche nach dem schönsten Bergsee und liebt guten Kaffee.
XING EmpfehlungsManager

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