Zur Übersicht

Recruiting in Zeiten von Corona: Das sollten Personaler jetzt tun

23.03.2020

Unternehmen werden auch in Zukunft gutes Personal brauchen, um die Folgen der Corona-Krise zu überwinden. Gleichzeitig geraten in vielen Firmen alltägliche Aufgaben – auch in der Personalabteilung – ins Hintertreffen. Was Sie als Personaler jetzt tun können, erfahren Sie hier.

1. Klären Sie: Wie sieht die Personalplanung aus?

Die Corona-Krise hat die meisten Unternehmen eiskalt erwischt: Kaum eines hat mit einem derartigen wirtschaftlichen Einschnitt gerechnet. Einbußen beim Umsatz und Gewinn haben auch Folgen für die Personalplanung. Der erste Schritt für Sie als Personaler sollte daher sein, den aktuellen Stellenbedarf zu prüfen und den Recruiting-Plan gegebenenfalls anzupassen. Ermitteln Sie, wer gerade jetzt dringend gebraucht wird. Wenn diese Antwort feststeht, können Sie weitere Maßnahmen ergreifen.

2. Führen Sie Vorstellungsgespräche per Videochat

Das Vorhaben, externe und fremde Personen zu einem persönlichen Gespräch ins Unternehmen einzuladen, ist in diesen Tagen – wenn überhaupt möglich – fehl am Platz. Trotzdem können Sie den Kandidaten natürlich wie vereinbart kennenlernen – dafür bieten sich Videochat-Programme wie Skype an. Das Gute: Sie brauchen einen hoch qualifizierten Kandidaten nicht enttäuschen, indem Sie einen Termin absagen. Stattdessen zeigen Sie, dass Sie als Unternehmen auch in ungewöhnlichen Situationen Lösungen finden. Und Sie verlieren keine Zeit, wenn es darum geht, neues Personal einzustellen. Möchten Sie den oder die besten Kandidaten vor der Vertragsunterzeichnung trotzdem nochmal persönlich kennenlernen, können Sie dies ja immer noch nachholen, wenn das Leben wieder normal läuft.

Sie haben noch nie einen Videochat durchgeführt? Lernen Sie in diesem Beitrag, worauf Sie dabei achten sollten.

3. Verschieben Sie Entscheidungen, aber informieren Sie die Kandidaten!

Vielleicht wissen Sie bereits, dass Sie aufgrund der aktuellen Lage keine Personalentscheidung treffen können. In diesem Fall halten Sie auf jeden Fall trotzdem den Kontakt mit guten Kandidaten und informieren Sie sie transparent über den weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses. Und kommunizieren Sie auch, wenn Sie diesen gar nicht einschätzen können. Jeder Bewerber wird in dieser Situation dafür Verständnis haben, wenn Sie nicht wissen, wie sich das Stellenangebot entwickelt und wann ein sinnvoller Eintrittstermin ist. Sprechen Sie Ihre Bedenken offen aus. Nur so gelingt es Ihnen, im guten Kontakt mit den Bewerbern zu bleiben und auch in dieser Situation eine positive Candidate Experience herzustellen.

4. Erzählen Sie, wie Sie als Unternehmen mit der Krise umgehen

Arbeiten Ihre Mitarbeiter ohnehin häufig im Homeoffice, sodass Ihnen die Umstellung in der aktuellen Situation nicht schwerfiel? Haben Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern Lösungen für die Kinderbetreuung gesucht, als der Betriebskindergarten aufgrund des Virus’ geschlossen wurde? Erzählen Sie den Kandidaten davon! Studien belegen immer wieder, dass Bewerber insbesondere Authentizität und Transparenz bei Unternehmen schätzen – schließlich möchten sie gerne wissen, auf was für einen Arbeitgeber sie sich einlassen. Auf diese Weise können Sie die Krise nutzen, um sich als Arbeitgeber in Sachen Mitarbeiterumgang in das beste Licht zu rücken und das Employer Branding auf diese Weise nachhaltig zu stärken.

Facebook
Autorin des Artikels
Birte Schmidt
Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.