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Was sind Lookalike Audiences und wie nutzt man sie für Stellenanzeigen auf Facebook?

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Stellen Sie sich vor, Sie suchen eine Fachkraft für Ihr kleines Unternehmen und wissen genau: Irgendwo da draußen gibt es Menschen, die perfekt zu Ihrer offenen Stelle passen. Nur wie erreichen Sie diese Personen? Genau hier kommen Lookalike Audiences ins Spiel. Dieses Facebook-Targeting-Feature erlaubt es, neue Zielgruppen zu finden, die Ihren besten Talenten ähneln. Für Recruiting-KMU ist das eine der praktischsten Möglichkeiten, Facebook Ads gezielt für die Mitarbeitergewinnung einzusetzen, ohne das Budget zu sprengen.

Dieser Artikel erklärt, wie Lookalike Audiences auf Facebook funktionieren, welche Daten sich für Stellenanzeigen eignen und wie Sie Schritt für Schritt eine Kampagne aufsetzen, die wirklich qualifizierte Talente anspricht.

So funktionieren Lookalike Audiences auf Facebook

Lookalike Audiences sind Zielgruppen, die Facebook automatisch auf Basis einer sogenannten Quelldaten-Gruppe erstellt. Facebook analysiert die gemeinsamen Merkmale dieser Gruppe, zum Beispiel Interessen, demografische Daten und Online-Verhalten, und sucht dann nach Nutzer·innen auf der Plattform, die diesen Merkmalen möglichst ähnlich sind.

Das Besondere: Sie müssen nicht selbst definieren, wen Sie ansprechen wollen. Der Algorithmus übernimmt diese Arbeit. Sie geben Facebook eine Ausgangsbasis, und Facebook findet neue, ähnliche Personen. Die Ähnlichkeitsskala reicht von 1 % bis 10 % der Gesamtbevölkerung eines Landes. Ein Wert von 1 % bedeutet höchste Ähnlichkeit zur Quelldaten-Gruppe, 10 % eine breitere Streuung.

Für Facebook-Stellenanzeigen ist das besonders nützlich: Wenn Sie wissen, wer Ihre besten Mitarbeiter·innen sind, kann Facebook ähnliche Profile finden, die noch gar nicht aktiv auf Jobsuche sind.

Welche Quelldaten sich für Recruiting-Zwecke eignen

Die Qualität einer Lookalike Audience steht und fällt mit der Qualität der Quelldaten. Schlechte Eingangsdaten führen zu schlechten Ergebnissen. Für das Recruiting gibt es einige besonders geeignete Ausgangspunkte.

  • Bestehende Mitarbeiter·innen: Eine Custom Audience aus den E-Mail-Adressen Ihrer aktuellen Belegschaft ist ein starker Startpunkt, besonders wenn Sie ähnliche Profile suchen.
  • Frühere Bewerber·innen: Wer sich bereits bei Ihnen beworben hat, zeigt Interesse an Ihrem Unternehmen. Diese Gruppe liefert wertvolle Signale.
  • Website-Besucher·innen: Über das Facebook-Pixel können Sie Personen erfassen, die Ihre Karriereseite besucht haben.
  • Engagement mit Ihrer Facebook-Seite: Nutzer·innen, die mit Ihren Beiträgen interagiert haben, sind ebenfalls eine sinnvolle Grundlage.

Wichtig: Die Quelldaten-Gruppe sollte mindestens 100 Personen umfassen. Facebook empfiehlt für optimale Ergebnisse zwischen 1.000 und 50.000 Personen. Kleinere Unternehmen starten oft mit Website-Daten oder einer Kombination aus mehreren Quellen.

Lookalike Audiences in Stellenanzeigen einsetzen: Schritt für Schritt

Der Einstieg ist einfacher als viele denken. Mit einer klaren Struktur kommen Sie schnell zu einer laufenden Kampagne.

  1. Facebook-Pixel einrichten: Installieren Sie das Pixel auf Ihrer Karriereseite oder Ihrer Unternehmenswebsite. So sammeln Sie automatisch Daten über relevante Besucher·innen.
  2. Custom Audience erstellen: Gehen Sie im Facebook Werbeanzeigenmanager zu „Zielgruppen” und erstellen Sie eine Custom Audience aus Ihren Quelldaten, zum Beispiel einer Kundenliste oder Website-Besucher·innen.
  3. Lookalike Audience generieren: Wählen Sie die erstellte Custom Audience als Basis und legen Sie den gewünschten Ähnlichkeitswert fest. Für Recruiting empfiehlt sich ein Wert zwischen 1 % und 3 % für hohe Relevanz.
  4. Anzeige erstellen: Gestalten Sie Ihre Stellenanzeige klar und direkt. Nennen Sie die Stelle, den Standort und den stärksten Vorteil, den Ihr Unternehmen bietet.
  5. Kampagne starten und beobachten: Starten Sie mit einem überschaubaren Tagesbudget und analysieren Sie nach einigen Tagen, welche Zielgruppen und Anzeigenformate am besten funktionieren.

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Typische Fehler beim Einsatz von Lookalike Audiences im Recruiting

Viele Unternehmen starten mit Lookalike Audiences und sind enttäuscht, weil die ersten Ergebnisse nicht überzeugen. Meistens liegt das an vermeidbaren Fehlern.

  • Zu kleine Quelldaten-Gruppe: Wer nur 50 E-Mail-Adressen hochlädt, bekommt eine schwache Basis. Facebook hat dann zu wenig Datenpunkte für ein präzises Muster.
  • Falsche Quelldaten: Eine Liste aus Newsletter-Abonnent·innen, die nichts mit Ihrer Zielgruppe als Arbeitgeber zu tun hat, führt zu irrelevanten Lookalikes.
  • Zu breite Ähnlichkeitswerte: Ein Wert von 10 % mag verlockend groß wirken, aber die Qualität der Übereinstimmung nimmt deutlich ab. Starten Sie lieber eng.
  • Schwache Anzeigengestaltung: Selbst die beste Zielgruppe bringt nichts, wenn die Stellenanzeige nicht ansprechend ist. Klare Botschaft, echter Mehrwert, einfache Bewerbungsmöglichkeit.
  • Kein Test und keine Optimierung: Wer eine Kampagne startet und sie dann einfach laufen lässt, verschenkt Potenzial. Regelmäßige Auswertung ist Pflicht.

Lookalike Audiences vs. andere Facebook-Targeting-Optionen für Stellenanzeigen

Facebook bietet mehrere Wege, um Zielgruppen für Facebook Ads Recruiting zu definieren. Lookalike Audiences sind nur eine davon. Ein kurzer Vergleich hilft, die richtige Wahl zu treffen.

Interessen-Targeting

Hier wählen Sie manuell Interessen, Berufsfelder oder demografische Merkmale aus. Das gibt Ihnen volle Kontrolle, aber auch mehr Aufwand und eine höhere Fehlerquote, wenn die Annahmen über Ihre Zielgruppe nicht stimmen. Für Stellenanzeigen funktioniert das gut als Ergänzung, nicht als alleinige Strategie.

Custom Audiences

Custom Audiences richten sich an Personen, die bereits mit Ihrem Unternehmen in Kontakt waren. Sie sind ideal für Retargeting, zum Beispiel um Bewerber·innen anzusprechen, die Ihre Karriereseite besucht haben, aber noch keine Bewerbung abgeschickt haben.

Lookalike Audiences

Lookalike Audiences kombinieren das Beste aus beiden Ansätzen: Sie basieren auf echten Daten und erreichen gleichzeitig neue Personen. Für KMU, die ihre Reichweite ausbauen wollen, ohne viel Zeit in manuelle Zielgruppendefinition zu stecken, sind sie oft die effizienteste Option.

Die stärkste Strategie verbindet alle drei: Custom Audiences für Retargeting, Lookalike Audiences für die Neukundengewinnung und Interessen-Targeting als Test für neue Segmente. Wer zusätzlich passive Sourcing-Strategien einsetzt, erhöht die Chancen nochmals, auch nicht aktiv suchende Talente zu erreichen.

Erfolg messen und Kampagnen gezielt optimieren

Eine Kampagne zu starten ist der erste Schritt. Den Erfolg zu messen und daraus zu lernen, ist der entscheidende zweite. Ohne klare Kennzahlen wissen Sie nicht, ob Ihr Budget gut eingesetzt ist.

Relevante Kennzahlen für Facebook-Stellenanzeigen sind:

  • Klickrate (CTR): Wie viele Personen klicken auf Ihre Anzeige? Eine niedrige CTR deutet auf eine schwache Anzeigengestaltung oder eine falsche Zielgruppe hin.
  • Kosten pro Klick (CPC): Wie viel zahlen Sie pro Klick auf Ihre Stellenanzeige? Das hilft, verschiedene Zielgruppen zu vergleichen.
  • Bewerbungsrate: Wie viele Klicks führen tatsächlich zu einer Bewerbung? Wenn viele klicken, aber sich nur wenige bewerben, liegt das Problem oft auf der Landingpage.
  • Kosten pro Bewerbung: Die wichtigste Kennzahl für Recruiting-KMU. Sie zeigt, wie effizient Ihr Budget wirklich eingesetzt ist.

Optimieren Sie Ihre Kampagnen regelmäßig: Testen Sie verschiedene Anzeigentexte, Bilder und Zielgruppen-Kombinationen. Schalten Sie schwache Anzeigen ab und erhöhen Sie das Budget bei gut funktionierenden Varianten schrittweise. So wird Ihre Facebook-Werbung für Mitarbeitergewinnung mit der Zeit immer effizienter.

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