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Wie erstellt man eine Weiterleitungsseite von externen Jobbörsen zur eigenen Karriereseite?

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Wer eine Stelle ausschreibt, denkt zuerst an Reichweite. Also geht die Anzeige auf externe Jobbörsen, wird geteilt, läuft. Doch was passiert danach? Interessierte Talente lesen die Anzeige, wollen mehr über das Unternehmen erfahren, klicken auf den Link und landen irgendwo. Manchmal auf einer Karriereseite. Manchmal auf der Startseite. Manchmal im digitalen Nirgendwo. Genau hier verlieren kleine Unternehmen täglich potenzielle Bewerber, ohne es zu merken. Eine gut eingerichtete Weiterleitungsseite schließt diese Lücke und sorgt dafür, dass der Weg von der externen Jobbörse zur eigenen Karriereseite reibungslos funktioniert.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie das technisch funktioniert, worauf Sie bei der Umsetzung achten sollten und welche Fehler Sie lieber von Anfang an vermeiden. Schritt für Schritt, ohne Fachjargon.

Warum externe Jobbörsen Bewerber selten auf die Karriereseite führen

Das Problem liegt oft nicht an der Jobbörse selbst, sondern an der Verlinkung dahinter. Viele Unternehmen hinterlegen in ihren Stellenanzeigen auf externen Plattformen entweder gar keinen Link zur eigenen Karriereseite, einen veralteten Link oder einen, der direkt zu einem Bewerbungsformular führt. Talente, die noch nicht entschieden haben, ob sie sich bewerben möchten, springen dann ab.

Dabei ist die Karriereseite oft der überzeugendste Touchpoint im gesamten Recruiting-Prozess. Dort kann ein Unternehmen zeigen, wer es ist, was es bietet und warum es sich lohnt, dort zu arbeiten. Wer diesen Schritt überspringt, verschenkt Überzeugungspotenzial. Besonders für kleine Unternehmen, die im Wettbewerb mit bekannteren Arbeitgebern stehen, ist das ein echter Nachteil.

Hinzu kommt: Externe Jobbörsen haben ein eigenes Interesse daran, Nutzer auf ihrer Plattform zu halten. Links werden manchmal nicht direkt weitergeleitet oder landen auf Zwischenseiten. Eine eigene Weiterleitungsseite gibt Ihnen die Kontrolle zurück. Wer dabei auch auf passives Sourcing setzt, erreicht zusätzlich Talente, die aktiv noch gar nicht auf Jobsuche sind.

Technische Grundlagen einer Weiterleitungsseite

Eine Weiterleitungsseite ist im Grunde eine einfache Webseite, deren einziger Zweck darin besteht, Besucher automatisch oder per Klick an eine andere URL weiterzuleiten. Im Recruiting-Kontext bedeutet das: Jemand klickt auf einen Link in einer Stellenanzeige und landet zunächst auf Ihrer Weiterleitungsseite, bevor er zur eigentlichen Karriereseite geführt wird.

Die zwei häufigsten technischen Methoden

Die einfachste Variante ist die Meta-Refresh-Weiterleitung. Dabei wird im HTML-Code der Seite ein kurzer Befehl hinterlegt, der den Browser nach wenigen Sekunden automatisch weiterleitet. Das erfordert keine besonderen technischen Kenntnisse und funktioniert auf jedem Webhosting.

Professioneller und für Suchmaschinen besser geeignet ist die 301-Weiterleitung. Sie signalisiert, dass eine Seite dauerhaft verschoben wurde und überträgt dabei auch den sogenannten SEO-Wert der ursprünglichen Seite. Das ist besonders dann relevant, wenn Ihre Stellenanzeigen bereits Sichtbarkeit in Suchmaschinen aufgebaut haben.

Für die meisten kleinen Unternehmen reicht zunächst die Meta-Refresh-Variante. Wer mehr Kontrolle über Tracking und Analyse möchte, sollte mittelfristig auf eine serverseitige Weiterleitung umsteigen.

Schritt für Schritt: Weiterleitungsseite erstellen und einbinden

Die Umsetzung ist einfacher als gedacht. Hier ist ein konkreter Ablauf, der auch ohne IT-Abteilung funktioniert.

  1. Ziel-URL festlegen: Entscheiden Sie, wohin die Weiterleitung führen soll. Idealerweise auf eine stellenspezifische Unterseite Ihrer Karriereseite, nicht auf die allgemeine Startseite.
  2. Weiterleitungsseite anlegen: Erstellen Sie eine neue Seite auf Ihrer Website, zum Beispiel unter ihrewebsite.de/jobs/weiterleitung. Diese Seite braucht keinen Inhalt, nur den technischen Weiterleitungsbefehl im Code.
  3. Weiterleitungscode einfügen: Für die Meta-Refresh-Variante fügen Sie im Header-Bereich der Seite folgenden Code ein: <meta http-equiv=”refresh” content=”0; url=https://ihrewebsite.de/karriere”>. Der Wert “0” steht für eine sofortige Weiterleitung.
  4. UTM-Parameter ergänzen: Hängen Sie an die Ziel-URL sogenannte UTM-Parameter an. Das sind kurze Zusätze in der URL, die Ihnen später zeigen, woher die Besucher kamen. Beispiel: ?utm_source=xing&utm_medium=stellenanzeige
  5. Link in der Jobbörse hinterlegen: Tragen Sie die URL Ihrer neuen Weiterleitungsseite in die entsprechenden Felder der externen Jobbörse ein.
  6. Testen: Klicken Sie selbst auf den Link und prüfen Sie, ob die Weiterleitung funktioniert und ob die UTM-Parameter korrekt übertragen werden.

Wer ein Content-Management-System wie WordPress nutzt, findet außerdem Plugins, die Weiterleitungen ohne Code-Kenntnisse ermöglichen, zum Beispiel “Redirection” oder “Safe Redirect Manager”.

Karriereseite optimieren, bevor die Weiterleitung aktiv ist

Eine Weiterleitung bringt wenig, wenn das Ziel nicht überzeugt. Bevor Sie den Link in externen Jobbörsen hinterlegen, lohnt sich ein kritischer Blick auf Ihre Karriereseite.

Stellen Sie sich vor, jemand landet zum ersten Mal dort: Was sieht er zuerst? Gibt es ein klares Bild davon, wie die Arbeit bei Ihnen aussieht? Sind offene Stellen leicht zu finden? Lädt die Seite schnell, auch auf dem Smartphone? Diese Fragen klingen selbstverständlich, aber in der Praxis scheitern viele Karriereseiten genau daran.

Was eine gute Karriereseite leisten sollte

  • Eine kurze, ehrliche Beschreibung der Unternehmenskultur
  • Konkrete Informationen zu Vorteilen und Arbeitsbedingungen
  • Fotos oder kurze Videos aus dem Arbeitsalltag
  • Eine übersichtliche Liste aktueller Stellen mit direktem Bewerbungslink
  • Schnelle Ladezeiten und mobile Optimierung

Kleine Unternehmen haben hier sogar einen Vorteil: Sie können authentischer und persönlicher kommunizieren als große Konzerne. Nutzen Sie das.

Häufige Fehler bei Weiterleitungen und wie man sie vermeidet

Auch bei einer scheinbar einfachen technischen Maßnahme gibt es typische Stolperfallen. Wer sie kennt, spart sich Frust und verlorene Bewerber.

Falsche Ziel-URL: Der häufigste Fehler ist ein veralteter oder falscher Link. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Ziel-URL noch aktiv ist, besonders wenn Stellenanzeigen laufen.

Weiterleitung zur Startseite: Eine allgemeine Startseite verwirrt Besucher, die gezielt nach einer Stelle suchen. Leiten Sie immer zur passenden Unterseite weiter.

Keine Tracking-Parameter: Ohne UTM-Parameter wissen Sie nicht, welche Jobbörse tatsächlich Besucher bringt. Das macht jede spätere Auswertung unmöglich.

Zu lange Ladezeit auf der Weiterleitungsseite: Selbst eine kurze Verzögerung kann dazu führen, dass Besucher abspringen. Die Weiterleitungsseite sollte so schlank wie möglich sein.

Keine regelmäßige Überprüfung: Weiterleitungen können brechen, wenn URLs geändert werden. Planen Sie eine monatliche Kontrolle ein.

Erfolg messen: Welche Kennzahlen wirklich zählen

Wer Weiterleitungen einrichtet, sollte auch wissen, ob sie wirken. Dafür brauchen Sie keine komplexe Analyse-Software, ein einfaches Web-Analyse-Tool wie Google Analytics reicht für den Anfang.

Die relevantesten Kennzahlen im Überblick:

  • Sitzungen nach Quelle: Wie viele Besucher kommen tatsächlich von externen Jobbörsen auf Ihre Karriereseite? Die UTM-Parameter zeigen Ihnen das genau.
  • Absprungrate: Verlassen Besucher die Karriereseite sofort wieder? Eine hohe Absprungrate deutet auf Probleme mit Inhalt oder Ladezeit hin.
  • Verweildauer: Wie lange bleiben Besucher auf der Seite? Wer länger liest, ist tendenziell stärker interessiert.
  • Bewerbungsrate: Wie viele Besucher füllen tatsächlich ein Bewerbungsformular aus? Das ist die wichtigste Kennzahl überhaupt.

Vergleichen Sie diese Werte über verschiedene Jobbörsen hinweg. So erkennen Sie schnell, welche Plattformen wirklich qualifizierte Talente bringen und wo Ihr Budget besser eingesetzt ist. Wer seine Stellenanzeigen zum Beispiel über XING Stellenanzeigen schaltet, profitiert zusätzlich von integrierten Auswertungen, die zeigen, wer die Anzeige besucht und wie Talente darauf reagieren. Noch mehr Transparenz bieten die Funktionen der XING Stellenanzeigen, die eine gezielte Erfolgsmessung direkt in der Plattform ermöglichen. Das vereinfacht die Erfolgsmessung erheblich, ohne dass Sie mehrere Tools parallel betreiben müssen.

Am Ende geht es darum, den Weg vom ersten Klick bis zur Bewerbung so kurz und so überzeugend wie möglich zu gestalten. Eine gut eingerichtete Weiterleitungsseite ist dabei kein großes technisches Projekt, sondern ein kleiner, wirkungsvoller Schritt, der sich schnell auszahlt.