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Wie gestaltet man den Bewerbungsbutton auf der eigenen Website auffällig aber nicht aufdringlich?

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Der Bewerbungsbutton auf Ihrer Karriereseite ist oft das kleinste Element mit der größten Wirkung. Er entscheidet darüber, ob ein interessiertes Talent den nächsten Schritt macht oder die Seite ohne Aktion verlässt. Gerade für kleine Unternehmen, die im Wettbewerb um Fachkräfte ohnehin mit begrenzten Ressourcen arbeiten, ist ein gut gestalteter Call-to-Action auf der Website kein Nice-to-have, sondern ein echter Hebel im Recruiting.

Die gute Nachricht: Sie müssen kein großes Design-Budget haben, um einen Bewerbungsbutton zu gestalten, der auffällt und konvertiert. Es geht vor allem um kluge Entscheidungen bei Farbe, Text und Platzierung. Dieser Artikel zeigt Ihnen, worauf es wirklich ankommt.

Farbe, Größe und Position: die drei Grundpfeiler des Bewerbungsbuttons

Ein Bewerbungsbutton, der nicht gesehen wird, bringt nichts. Deshalb sind visuelle Grundlagen der erste Schritt. Die wichtigste Regel: Der Button muss sich vom Rest der Seite abheben, ohne dabei zu schreien.

Bei der Farbe gilt: Wählen Sie einen Ton, der einen klaren Kontrast zum Seitenhintergrund bildet und gleichzeitig zur Farbwelt Ihrer Marke passt. Kräftige Farben wie Orange, Grün oder Blau haben sich in der Praxis bewährt, weil sie Aufmerksamkeit erzeugen, ohne aufdringlich zu wirken. Vermeiden Sie Grau oder Weiß, denn diese Farben lassen den Button auf der Seite verschwinden.

Die Größe sollte groß genug sein, um sofort ins Auge zu fallen, aber nicht so dominant, dass sie den restlichen Inhalt erdrückt. Ein guter Richtwert: Der Button sollte auf dem Desktop mindestens 44 x 44 Pixel groß sein. Das gilt übrigens auch aus Usability-Gründen für mobile Nutzer.

Zur Position: Platzieren Sie den Bewerbungsbutton idealerweise im oberen Bereich der Stellenanzeige, also ohne Scrollen sichtbar. Wiederholen Sie ihn am Ende des Textes. Wer die gesamte Beschreibung liest, ist motiviert, und dann sollte der Weg zur Bewerbung so kurz wie möglich sein.

Formulierungen, die Bewerber zum Klicken bewegen

Der Text auf dem Button ist genauso wichtig wie sein Aussehen. Generische Formulierungen wie „Absenden” oder „Weiter” verschenken Potenzial. Bewerber wollen das Gefühl haben, dass sie gerade etwas Positives tun.

Konkrete, handlungsorientierte Formulierungen funktionieren deutlich besser. Einige Beispiele, die in der Praxis gut ankommen:

  • „Jetzt bewerben” – klar, direkt, zeitlich aktivierend
  • „Bewerbung starten” – klingt nach einem einfachen ersten Schritt, nicht nach einem langen Prozess
  • „Teil des Teams werden” – emotionaler, schafft Zugehörigkeit
  • „In 5 Minuten bewerben” – nimmt die Hemmschwelle, wenn der Prozess wirklich kurz ist

Wichtig: Versprechen Sie nur, was Sie halten können. Wenn der Bewerbungsprozess tatsächlich länger dauert, wirkt die Aussage „In 5 Minuten” schnell unglaubwürdig und frustrierend. Ehrlichkeit zahlt sich aus, auch beim Call-to-Action.

Mobile Optimierung: Bewerbungsbutton auf dem Smartphone

Ein großer Teil der Jobsuche findet heute auf dem Smartphone statt. Wer seinen Bewerbungsbutton nicht für mobile Geräte optimiert, verliert potenzielle Talente, bevor sie überhaupt angefangen haben.

Auf dem Smartphone gelten andere Regeln als am Desktop. Der Button muss groß genug sein, um mit dem Daumen leicht getippt zu werden, ohne versehentlich benachbarte Elemente zu treffen. Außerdem sollte er immer im sichtbaren Bereich bleiben, zum Beispiel als fixiertes Element am unteren Rand des Bildschirms.

Noch wichtiger ist, was nach dem Klick passiert. Führt der Button zu einem langen, komplizierten Formular, das auf dem Smartphone kaum bedienbar ist, brechen viele Bewerbende ab. Prüfen Sie Ihren gesamten Bewerbungsprozess auf mobilen Geräten, nicht nur den Button selbst. Kurze Formulare, die Möglichkeit, Unterlagen direkt vom Smartphone hochzuladen, und eine klare Bestätigung am Ende machen den Unterschied.

Häufige Fehler, die Bewerber abschrecken

Manchmal liegt das Problem nicht daran, was fehlt, sondern daran, was falsch gemacht wird. Diese Fehler begegnen uns auf Karriereseiten von KMU besonders häufig:

  • Zu viele Buttons: Wenn auf einer Seite fünf verschiedene Call-to-Actions konkurrieren, weiß niemand mehr, wohin er klicken soll. Halten Sie es einfach.
  • Versteckte Platzierung: Ein Button ganz unten auf der Seite, umgeben von viel Text, wird schlicht übersehen.
  • Schlechter Kontrast: Heller Text auf hellem Hintergrund ist schwer lesbar und wirkt unprofessionell.
  • Kein Feedback nach dem Klick: Wenn nach dem Absenden nichts passiert oder die Bestätigung ausbleibt, fragen sich Bewerbende, ob ihre Bewerbung überhaupt angekommen ist.
  • Zu langer Bewerbungsprozess: Der Button ist nur der Einstieg. Wenn danach ein zehnminütiges Formular wartet, ist die Abbruchrate hoch.

Ein einfacher Test: Bitten Sie jemanden aus Ihrem Umfeld, auf Ihrer Karriereseite eine Probebewerbung zu starten, und schauen Sie zu. Sie werden schnell sehen, wo es hakt.

Wie ein starkes Employer Branding den Button wirkungsvoller macht

Ein gut gestalteter Bewerbungsbutton ist nur so stark wie die Seite, auf der er steht. Wenn das Umfeld nicht überzeugt, hilft auch der beste Call-to-Action wenig.

Employer Branding bedeutet für KMU nicht, teure Kampagnen zu schalten. Es geht darum, authentisch zu zeigen, was Ihr Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht. Konkrete Einblicke in den Arbeitsalltag, echte Stimmen aus dem Team und klare Aussagen zu Werten und Kultur schaffen Vertrauen. Und Vertrauen ist die Grundlage dafür, dass jemand auf „Jetzt bewerben” klickt.

Kleine Unternehmen haben dabei sogar einen Vorteil: Sie können Nähe und Persönlichkeit zeigen, die Konzerne oft nicht haben. Ein kurzes Video der Führungskraft, ein Foto vom letzten Teamtag oder ein ehrlicher Satz dazu, wie Entscheidungen im Unternehmen getroffen werden, können mehr bewirken als jede hochglanzpolierte Karriereseite. Ergänzend lohnt es sich, auch passives Sourcing in die Recruiting-Strategie einzubeziehen, um gezielt Talente anzusprechen, die nicht aktiv suchen, aber offen für neue Möglichkeiten sind.

Wer seinen Recruiting-Prozess noch weiter professionalisieren möchte, findet mit XING Stellenanzeigen eine Lösung, die Sichtbarkeit, KI-gestütztes Targeting und ein integriertes Bewerbermanagement in einer Plattform vereint. So erreichen Ihre Stellenanzeigen die richtigen Talente, und Ihr Bewerbungsbutton bekommt endlich die Aufmerksamkeit, die er verdient.