Strukturierte Daten sind längst kein Geheimtipp mehr. Wer Stellenanzeigen im Netz veröffentlicht, kommt an Schema-Markup kaum noch vorbei. Besonders das JobPosting Schema Markup hat sich als Standard etabliert, der Suchmaschinen hilft, Jobangebote korrekt zu interpretieren und in den Suchergebnissen prominent darzustellen. Und seit Remote-Arbeit zum festen Bestandteil der modernen Arbeitswelt gehört, stellt sich eine konkrete Frage: Wie trägt man Remote-Work-Angaben in der strukturierten Daten Stellenanzeige technisch korrekt ein?
Wer hier schludert, riskiert, dass Google die Stelle falsch einordnet oder gar nicht erst in den Job-Suchergebnissen anzeigt. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Felder relevant sind, wie Sie diese richtig befüllen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Die relevanten Schema-Felder für Remote-Arbeit im Überblick
Das Remote Work JobPosting Schema nutzt eine Handvoll gezielter Felder, um den Arbeitsort korrekt abzubilden. Das wichtigste davon ist jobLocationType. Dieses Feld signalisiert Suchmaschinen, dass es sich um eine vollständig remote ausführbare Stelle handelt. Der einzige akzeptierte Wert lautet TELECOMMUTE.
Daneben bleibt jobLocation weiterhin relevant. Auch bei Remote-Jobs erwartet Google hier eine Angabe, da das Schema ursprünglich für ortsgebundene Stellen entwickelt wurde. Viele Unternehmen tragen hier den Firmensitz ein. Das ist technisch korrekt und verhindert Validierungsfehler. Zusätzlich gibt es das Feld applicantLocationRequirements, mit dem Sie festlegen können, aus welchen Ländern oder Regionen Bewerbende infrage kommen.
- jobLocationType: Pflichtfeld für Remote-Jobs, Wert immer TELECOMMUTE
- jobLocation: Bleibt gesetzt, idealerweise mit Firmenadresse
- applicantLocationRequirements: Optionale Einschränkung auf bestimmte Länder oder Regionen
Schritt für Schritt: Remote-Work korrekt im Schema auszeichnen
Die Umsetzung ist einfacher, als viele denken. Entscheidend ist, dass Sie die Felder vollständig und konsistent befüllen. Ein häufiger Stolperstein: Das Feld jobLocationType wird vergessen oder falsch geschrieben. Dann erkennt Google die Stelle nicht als Remote-Job.
Hier ein konkretes Beispiel in JSON-LD, dem empfohlenen Format für strukturierte Daten:
- Setzen Sie
"@type": "JobPosting"als Basis. - Fügen Sie
"jobLocationType": "TELECOMMUTE"hinzu. - Tragen Sie unter
"jobLocation"den Unternehmensstandort ein, auch wenn die Stelle remote ist. - Nutzen Sie
"applicantLocationRequirements"mit dem Typ Country, wenn Sie Bewerbende auf bestimmte Länder einschränken möchten. Für Deutschland wäre das"name": "DE".
Wenn die Stelle hybrid ist, also teils im Büro, teils remote, setzen Sie jobLocationType nicht. Dieses Feld ist ausschließlich für vollständig remote ausführbare Positionen gedacht. Bei hybriden Modellen reicht die klassische jobLocation-Angabe.
Häufige Fehler bei der Remote-Work-Auszeichnung vermeiden
Selbst erfahrene Entwickler und Recruiter·innen machen bei der Remote-Work-Angabe in Stellenanzeigen wiederkehrende Fehler. Der häufigste: jobLocationType wird für hybride Stellen gesetzt, obwohl das Feld nur für vollständig remote Positionen gilt. Google wertet das als fehlerhafte Auszeichnung.
Ein weiterer klassischer Fehler ist das vollständige Weglassen von jobLocation bei Remote-Jobs. Viele denken, wenn die Stelle remote ist, brauche man keinen Ort. Das stimmt nicht. Google erwartet weiterhin einen Standort im Schema, auch wenn die Stelle von überall aus ausgeführt werden kann.
- Falsch: jobLocationType bei hybriden Stellen setzen
- Falsch: jobLocation bei Remote-Jobs weglassen
- Falsch: Eigene Werte statt TELECOMMUTE verwenden
- Falsch: Das Schema nur im CMS-Text beschreiben, aber nicht als strukturierten Daten-Block einbinden
Prüfen Sie Ihre Auszeichnung regelmäßig mit dem Google Rich Results Test oder dem Schema Markup Validator. Diese Tools zeigen Ihnen sofort, ob Pflichtfelder fehlen oder Werte ungültig sind.
So wirkt sich korrektes Schema-Markup auf die Sichtbarkeit aus
Korrektes Remote Job Schema hat einen direkten Einfluss darauf, ob Ihre Stellenanzeige in Google for Jobs erscheint. Und das ist keine Kleinigkeit: Google for Jobs wird von Jobsuchenden intensiv genutzt und bringt qualifizierten Traffic direkt auf Ihre Anzeige, ohne Umwege über Jobbörsen.
Wenn das Schema korrekt ausgezeichnet ist, kann Google die Stelle in der Remote-Job-Kategorie anzeigen. Das bedeutet, Ihre Anzeige taucht auch dann auf, wenn jemand gezielt nach Remote-Stellen sucht. Ohne die korrekte Auszeichnung wird die Stelle möglicherweise gar nicht oder nur unter dem Firmenstandort gelistet. Das reduziert die Reichweite erheblich, besonders bei bundesweiter oder internationaler Suche.
Wer Stellenanzeigen mit maximaler Sichtbarkeit veröffentlichen möchte, sollte strukturierte Daten als festen Bestandteil der Anzeigen-Infrastruktur betrachten, nicht als optionales Add-on.
Schema-Markup mit Recruiting-Plattformen kombinieren
Viele Unternehmen veröffentlichen Stellen nicht nur auf der eigenen Karriereseite, sondern auch über externe Recruiting-Plattformen. Hier stellt sich die Frage: Wer ist für das Schema-Markup verantwortlich?
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Stellen auf Ihrer eigenen Website einbetten, sind Sie selbst für das korrekte Markup zuständig. Professionelle Recruiting-Plattformen übernehmen das Schema-Markup für Anzeigen, die direkt über ihre Infrastruktur ausgespielt werden. Das spart Ihnen technischen Aufwand und stellt sicher, dass die Auszeichnung plattformseitig aktuell gehalten wird.
Für Unternehmen, die beide Wege nutzen, also eigene Karriereseite und externe Plattformen, lohnt sich eine klare Strategie: Auf der eigenen Seite das Schema sorgfältig pflegen, bei externen Plattformen auf die Qualität der Auszeichnung achten und im Zweifel nachfragen, ob Remote-Work-Felder korrekt gesetzt werden.
Beim Ansprechen passiver Talente spielt Sichtbarkeit eine zentrale Rolle. Wer technisch sauber auszeichnet, erhöht die Chance, dass die eigene Stelle genau dort auftaucht, wo die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten suchen. Und das ist am Ende das Ziel jeder gut gemachten Stellenanzeige.
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