Home ratgeber Wie lässt sich das Matching auf Jobport...

Wie lässt sich das Matching auf Jobportalen gezielt verbessern?

Jetzt teilen!

Das Matching auf Jobportalen lässt sich gezielt verbessern, indem sowohl Talente als auch Unternehmen ihre Profile und Stellenanzeigen präzise und vollständig pflegen. Der Matching-Algorithmus wertet strukturierte Daten aus – wer hier sorgfältig vorgeht, landet häufiger in den richtigen Suchergebnissen. Die folgenden Fragen beleuchten, worauf es dabei konkret ankommt.

Wie funktioniert der Matching-Algorithmus auf Jobportalen?

Der Matching-Algorithmus auf Jobportalen vergleicht automatisch die Angaben in einem Talent-Profil mit den Anforderungen einer Stellenanzeige. Dabei fließen Faktoren wie Berufsbezeichnung, Qualifikationen, Berufserfahrung, Standort und Gehaltsvorstellungen ein. Je mehr strukturierte Daten vorliegen, desto treffsicherer sind die Ergebnisse.

Moderne Algorithmen gehen über einfache Stichwortabgleiche hinaus. Sie erkennen semantische Zusammenhänge – zum Beispiel, dass „Projektleitung” und „Projektmanagement” verwandte Konzepte sind. Plattformen wie XING setzen dabei auf KI-gestützte Verfahren, die Muster in Profilen und Stellenanzeigen erkennen und daraus Empfehlungen ableiten.

Wichtig zu verstehen: Der Algorithmus ist nur so gut wie die Daten, die er bekommt. Lückenhafte Profile oder unklare Stellenbeschreibungen führen zwangsläufig zu schlechteren Treffern.

Welche Angaben im Profil verbessern das Matching am stärksten?

Die stärksten Hebel für besseres Jobportal-Matching sind eine präzise Berufsbezeichnung, vollständige Angaben zur Berufserfahrung und klar definierte Fähigkeiten. Wer zusätzlich Standort, Gehaltsrahmen und gewünschte Arbeitsmodelle (Vollzeit, Teilzeit, Remote) angibt, erhöht die Trefferquote erheblich.

Konkret sollten folgende Punkte im Profil gepflegt sein:

  • Aktuelle Berufsbezeichnung – möglichst branchenüblich formuliert
  • Fähigkeiten und Kenntnisse – spezifisch und aktuell, keine veralteten Tools
  • Karriere-Level – Junior, Senior, Führungskraft etc.
  • Branche und Fachbereich – eindeutig zugeordnet
  • Verfügbarkeit und Wechselbereitschaft – aktiv oder passiv suchend

Ein vollständiges Profil signalisiert dem Algorithmus Verlässlichkeit. Plattformen priorisieren in der Regel Profile mit höherem Vollständigkeitsgrad – das ist kein Zufall, sondern Absicht.

Was ist der Unterschied zwischen aktivem und passivem Matching?

Beim aktiven Matching suchen Talente selbst nach Stellen und bewerben sich direkt. Beim passiven Matching werden sie vom Algorithmus gefunden und von Unternehmen angesprochen – ohne dass sie aktiv gesucht haben. Beide Wege führen zum Ziel, erfordern aber unterschiedliche Strategien.

Wer aktiv sucht, sollte sein Profil auf die gewünschten Stellen ausrichten und gezielt nach passenden Anzeigen filtern. Wer passiv erreichbar sein möchte, braucht ein Profil, das auch ohne aktive Suche überzeugt – vollständig, aktuell und mit klaren Signalen zur Wechselbereitschaft.

Für Unternehmen ist das passive Matching besonders wertvoll: Es erschließt einen Talent-Pool, der sich nicht aktiv bewirbt, aber durchaus offen für neue Möglichkeiten ist. Genau hier setzt Active Sourcing an.

Warum zeigt das Jobportal unpassende Stellen an?

Unpassende Stellen erscheinen vor allem dann, wenn das Profil unvollständig oder zu allgemein formuliert ist. Der Algorithmus füllt fehlende Informationen mit Annahmen – und greift dabei häufig daneben. Auch widersprüchliche Angaben, etwa ein veralteter Jobtitel kombiniert mit aktuellen Fähigkeiten, verwirren das System.

Weitere häufige Ursachen:

  • Zu breite oder zu enge Berufsbezeichnungen
  • Fehlende Gehalts- oder Standortangaben
  • Fähigkeiten, die nicht zur aktuellen Karrierephase passen
  • Kein Signal zur Wechselbereitschaft gesetzt

Die Lösung ist meist einfach: Profil Schritt für Schritt durchgehen, veraltete Angaben aktualisieren und fehlende Felder ergänzen. Nach wenigen Tagen passt sich das Matching in der Regel an.

Wie können Unternehmen das Matching bei der Stellenausschreibung optimieren?

Unternehmen verbessern das Kandidaten-Matching, indem sie Stellenanzeigen präzise, strukturiert und mit klaren Anforderungen formulieren. Vage Beschreibungen wie „kommunikationsstark” oder „teamfähig” helfen dem Algorithmus nicht weiter – konkrete Qualifikationen, Tools und Erfahrungsjahre schon.

Diese Punkte machen eine Stellenanzeige Matching-freundlicher:

  • Klare Berufsbezeichnung – marktüblich, nicht intern erfunden
  • Definiertes Karriere-Level – Junior, Mid-Level, Senior klar benennen
  • Konkrete Anforderungen – Muss-Kriterien von Nice-to-haves trennen
  • Gehaltsrahmen angeben – erhöht Sichtbarkeit und Qualität der Treffer
  • Arbeitsmodell benennen – Vor-Ort, Remote oder hybrid

Wer seine Stellenanzeigen auf XING schaltet, profitiert zusätzlich von der Reichweite des Netzwerks und gezielten Targeting-Optionen, die passende Talente direkt ansprechen.

Wann lohnt sich Active Sourcing gegenüber klassischem Job-Matching?

Active Sourcing lohnt sich immer dann, wenn klassisches Job-Matching nicht ausreicht – also bei schwer zu besetzenden Stellen, spezialisierten Fachbereichen oder wenn Talente gesucht werden, die nicht aktiv auf Jobsuche sind. Wer nur auf eingehende Bewerbungen wartet, verschenkt Potenzial.

Konkrete Situationen, in denen Active Sourcing die bessere Wahl ist:

  • Positionen mit geringem Bewerbungsaufkommen trotz aktiver Anzeige
  • Führungskräfte und Spezialist·innen, die selten aktiv suchen
  • Schnell zu besetzende Stellen, bei denen das Warten auf Bewerbungen zu lang dauert
  • Branchen mit Fachkräftemangel, in denen der Wettbewerb um Talente hoch ist

Beim Active Sourcing auf XING können Unternehmen gezielt in einem großen Pool aus Fach- und Führungskräften suchen und Talente direkt ansprechen – bevor sie überhaupt eine Bewerbung abschicken. Das spart Zeit und erhöht die Chance, genau die richtigen Personen zu finden.

Kurz gesagt: Klassisches Job-Matching ist der effiziente Weg für Standardpositionen. Active Sourcing ist die strategische Ergänzung, wenn der Markt eng ist oder die Anforderungen komplex sind.