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Wie recherchiert man Suchvolumen für Berufsbezeichnungen und Jobtitel in Deutschland?

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Stellen Sie sich vor, Sie schreiben eine Stellenanzeige für eine offene Position und fragen sich: Suchen Fachkräfte überhaupt nach diesem Jobtitel? Genau hier kommt die Suchvolumen-Recherche ins Spiel. Wer weiß, wie Talente in Deutschland nach Jobs suchen, schreibt Stellenanzeigen, die wirklich gefunden werden. Und das macht im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte einen spürbaren Unterschied.

Die gute Nachricht: Die Keyword-Recherche für Recruiting ist kein Hexenwerk. Mit den richtigen Tools und einem klaren Vorgehen lässt sich das Suchvolumen für Berufsbezeichnungen und Jobtitel in Deutschland schnell und zuverlässig ermitteln. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie es geht.

Warum Jobtitel-Keywords im Recruiting so wichtig sind

Der Jobtitel in einer Stellenanzeige ist mehr als eine Bezeichnung. Er ist das Erste, was potenzielle Bewerber·innen bei Google, auf Jobportalen oder in sozialen Netzwerken eingeben. Wählen Sie einen Titel, den kaum jemand sucht, verpassen Sie genau die Talente, die Sie brauchen.

Viele kleine Unternehmen machen den Fehler, interne Bezeichnungen direkt in die Anzeige zu übernehmen. „Vertriebsassistenz mit Schwerpunkt Kundenakquise” klingt intern vielleicht präzise. Aber sucht jemand so? Wahrscheinlich nicht. Talente tippen eher „Vertriebsmitarbeiter·in” oder „Sales Manager” in die Suchleiste.

Wer das Suchvolumen für Berufsbezeichnungen kennt, trifft bessere Entscheidungen:

  • Stellenanzeigen werden häufiger gefunden
  • Die richtigen Talente bewerben sich
  • Budget für Anzeigenschaltungen wird effizienter eingesetzt
  • Active Sourcing wird gezielter und erfolgreicher

Kurz gesagt: Jobtitel-Keywords sind der Ausgangspunkt für jede erfolgreiche Recruiting-Strategie.

Die besten Tools zur Suchvolumen-Recherche für Berufsbezeichnungen

Für die Keyword-Recherche im Recruiting gibt es mehrere bewährte Tools. Einige sind kostenlos, andere kostenpflichtig. Je nach Budget und Bedarf lassen sich diese gut kombinieren.

Google Keyword Planner

Der Google Keyword Planner ist der Klassiker unter den Recherche-Tools. Er zeigt monatliche Suchvolumen für konkrete Begriffe und liefert Keyword-Ideen auf Basis eines eingegebenen Jobtitels. Das Tool ist kostenlos, erfordert aber ein Google Ads-Konto. Für Deutschland lässt sich die Suche gezielt auf den deutschen Markt eingrenzen.

Ubersuggest und Semrush

Ubersuggest bietet eine einsteigerfreundliche Oberfläche und liefert auch ohne tiefes SEO-Wissen nützliche Daten. Semrush ist umfangreicher und eignet sich gut, wenn Sie regelmäßig Suchvolumen für Jobtitel in Deutschland recherchieren möchten. Beide Tools zeigen verwandte Begriffe und helfen, Varianten eines Jobtitels zu entdecken.

Google Trends

Google Trends zeigt keine absoluten Zahlen, aber relative Entwicklungen über Zeit. Das ist besonders nützlich, um saisonale Schwankungen bei bestimmten Berufsbezeichnungen zu erkennen oder zu vergleichen, welcher Jobtitel in Deutschland gerade mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Jobportale als Recherche-Quelle

Auch Jobportale selbst sind wertvolle Quellen. Schauen Sie, welche Jobtitel ähnliche Unternehmen verwenden, wie viele Anzeigen zu einem Begriff laufen und welche Formulierungen besonders häufig auftauchen. Das gibt einen praxisnahen Eindruck davon, wie der Markt tickt.

Schritt-für-Schritt: Suchvolumen für einen Jobtitel ermitteln

Mit einer klaren Vorgehensweise sparen Sie Zeit und kommen schneller zu verwertbaren Ergebnissen. Hier ist ein praktischer Ablauf, den Sie direkt anwenden können.

  1. Startbegriff definieren: Notieren Sie den Jobtitel, den Sie intern verwenden, sowie alle Varianten, die Ihnen einfallen. Zum Beispiel: „Buchhalter·in”, „Accountant”, „Finanzbuchhalter·in”.
  2. Google Keyword Planner öffnen: Geben Sie alle Varianten ein und wählen Sie Deutschland als Zielregion. Stellen Sie den Zeitraum auf die letzten 12 Monate ein, um aktuelle Daten zu erhalten.
  3. Suchvolumen vergleichen: Notieren Sie das monatliche Suchvolumen für jeden Begriff. Achten Sie auch auf den Wettbewerb: Hohe Konkurrenz bedeutet viele Anzeigen, aber auch viel Nachfrage.
  4. Verwandte Begriffe prüfen: Das Tool schlägt ähnliche Keywords vor. Oft tauchen hier Varianten auf, die Sie nicht auf dem Schirm hatten.
  5. Google Trends zur Validierung nutzen: Vergleichen Sie zwei oder drei Top-Kandidaten in Google Trends, um langfristige Entwicklungen zu erkennen.
  6. Entscheidung treffen: Wählen Sie den Jobtitel mit dem höchsten Suchvolumen, der gleichzeitig zur tatsächlichen Stelle passt. Suchvolumen allein reicht nicht: Der Titel muss auch inhaltlich korrekt sein.

Dieser Prozess dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten pro Stelle. Eine gut investierte Zeit, die sich in mehr Bewerbungen auszahlt.

Häufige Fehler bei der Jobtitel-Recherche vermeiden

Auch bei der Suchvolumen-Recherche gibt es typische Stolperfallen. Wer sie kennt, umgeht sie von Anfang an.

Nur auf ein Tool verlassen: Kein Tool liefert perfekte Daten. Kombinieren Sie mindestens zwei Quellen, um ein realistisches Bild zu bekommen. Der Google Keyword Planner und Google Trends ergänzen sich gut.

Englische Jobtitel unterschätzen: In vielen Branchen suchen Talente in Deutschland sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. „Software Engineer” und „Softwareentwickler·in” können sehr unterschiedliche Suchvolumen haben. Prüfen Sie beide Varianten.

Zu spezifisch werden: Sehr enge Jobtitel haben oft kaum Suchvolumen. Wenn Sie nach jemandem suchen, der sowohl Marketing als auch Vertrieb abdeckt, wählen Sie den Hauptfokus als Jobtitel und beschreiben die weiteren Aufgaben im Anzeigentext.

Suchvolumen mit Relevanz verwechseln: Ein hoher Suchvolumen-Wert bedeutet nicht automatisch, dass die Suchenden zur Stelle passen. Achten Sie auf die Passung zwischen Suchintention und Stellenprofil.

Einmalige Recherche statt regelmäßiger Überprüfung: Jobtitel-Trends verändern sich. Was 2024 funktioniert hat, muss 2026 nicht mehr optimal sein. Wiederholen Sie die Recherche bei jeder neuen Stellenausschreibung.

Suchvolumen-Daten in Stellenanzeigen und Active Sourcing einsetzen

Suchvolumen-Daten entfalten ihren vollen Nutzen erst dann, wenn Sie sie konsequent in Ihre Recruiting-Praxis einfließen lassen. Das betrifft sowohl die Gestaltung von XING Stellenanzeigen als auch das Active Sourcing.

Stellenanzeigen optimieren

Verwenden Sie den recherchierten Jobtitel als Hauptüberschrift Ihrer Stellenanzeige. Integrieren Sie relevante Varianten organisch in den Fließtext, zum Beispiel in der Aufgabenbeschreibung oder im Anforderungsprofil. So verbessern Sie die Sichtbarkeit auf Jobportalen und bei Google for Jobs, ohne den Text künstlich aufzublähen.

Achten Sie darauf, den gesuchten Begriff auch in der URL und im Meta-Titel zu platzieren, wenn Sie Stellenanzeigen auf Ihrer eigenen Karriereseite veröffentlichen. Das verbessert das organische Ranking zusätzlich.

Active Sourcing gezielter gestalten

Beim Active Sourcing helfen Suchvolumen-Daten dabei, die richtigen Suchbegriffe in Talent-Datenbanken und Netzwerken einzusetzen. Wenn Sie wissen, welche Berufsbezeichnungen Talente in ihren Profilen häufig verwenden, steigt die Trefferquote bei der aktiven Kandidatenansprache deutlich.

Kombinieren Sie den meistgesuchten Jobtitel mit relevanten Fähigkeiten und regionalen Eingrenzungen. So finden Sie schneller die Talente, die wirklich zur offenen Stelle passen, und sparen wertvolle Zeit im Recruiting-Prozess.

Wer Suchvolumen-Daten systematisch nutzt, macht Recruiting messbarer und effizienter. Gerade für kleine Unternehmen, die mit begrenzten Ressourcen arbeiten, ist das ein echter Vorteil im Wettbewerb um die besten Talente.