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Wie richtet man die Google Search Console für eine Karriereseite optimal ein?

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Wer eine Karriereseite betreibt, möchte natürlich, dass sie auch gefunden wird. Doch viele kleine Unternehmen lassen hier wertvolles Potenzial liegen: Die Seite ist online, aber Google weiß kaum etwas davon. Genau hier kommt die Google Search Console ins Spiel. Mit dem kostenlosen Tool von Google können Sie Ihre Karriereseite gezielt für die Suche optimieren, Fehler aufdecken und die Sichtbarkeit Ihrer Stellenanzeigen dauerhaft verbessern.

Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Google Search Console richtig einrichten und nutzen, um im Recruiting mehr qualifizierte Talente auf Ihre offenen Stellen aufmerksam zu machen. Besonders für kleine Unternehmen ohne große SEO-Abteilung ist das ein echter Vorteil.

Karriereseite in der Google Search Console hinterlegen

Der erste Schritt ist die Verifizierung Ihrer Karriereseite. Rufen Sie die Google Search Console auf und wählen Sie „Property hinzufügen”. Sie haben zwei Optionen: die Domain-Property (empfohlen, deckt alle Unterseiten ab) oder die URL-Prefix-Property für eine bestimmte Unterseite wie ihrewebsite.de/karriere.

Für die Verifizierung stellt Google mehrere Methoden bereit. Die einfachste für die meisten kleinen Unternehmen ist der HTML-Tag: Sie fügen einen kurzen Code-Schnipsel in den <head>-Bereich Ihrer Website ein. Alternativ funktioniert die Verifizierung über Google Analytics oder den Google Tag Manager, falls diese bereits eingerichtet sind.

Nach der Verifizierung dauert es in der Regel einige Tage, bis erste Daten erscheinen. Planen Sie das ein und nutzen Sie die Wartezeit, um die nächsten Einrichtungsschritte anzugehen.

Sitemap einreichen und Indexierung anstoßen

Eine Sitemap ist wie ein Inhaltsverzeichnis für Google. Sie listet alle wichtigen Seiten Ihrer Website auf und hilft dem Suchmaschinen-Crawler, Ihre Karriereseite und einzelne Stellenanzeigen schneller zu finden und zu indexieren.

So reichen Sie Ihre Sitemap ein:

  1. Öffnen Sie in der Search Console den Bereich „Sitemaps” im linken Menü.
  2. Geben Sie die URL Ihrer Sitemap ein, typischerweise ihrewebsite.de/sitemap.xml.
  3. Klicken Sie auf „Senden”.

Falls Sie noch keine Sitemap haben: Die meisten Content-Management-Systeme wie WordPress generieren diese automatisch, oft über Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math. Prüfen Sie das kurz in Ihren Einstellungen.

Zusätzlich können Sie einzelne URLs manuell zur Indexierung anmelden. Nutzen Sie dafür das Tool „URL-Prüfung” in der Search Console. Geben Sie die Adresse Ihrer Karriereseite oder einer neuen Stellenanzeige ein und klicken Sie auf „Indexierung beantragen”. Das ist besonders nützlich, wenn Sie eine neue Stelle ausschreiben und schnell in den Suchergebnissen erscheinen möchten.

Wichtige Berichte für die Karriereseiten-Optimierung

Die Search Console liefert Ihnen Daten, mit denen Sie Ihre Karriereseite kontinuierlich verbessern können. Drei Berichte sind dabei besonders wertvoll.

Der Leistungsbericht

Hier sehen Sie, über welche Suchbegriffe Nutzer auf Ihre Karriereseite gelangen, wie oft Ihre Seiten in den Suchergebnissen erscheinen (Impressionen) und wie oft darauf geklickt wird (Klicks). Achten Sie auf die sogenannte Klickrate (CTR): Wenn eine Seite viele Impressionen, aber wenige Klicks hat, stimmt etwas mit dem Titel oder der Meta-Beschreibung nicht.

Der Abdeckungsbericht

Dieser Bericht zeigt, welche Seiten Google erfolgreich indexiert hat und wo Fehler aufgetreten sind. Wenn Ihre Stellenanzeigen nicht indexiert sind, finden Sie hier den Grund. Häufige Ursachen sind fehlerhafte Weiterleitungen oder Seiten, die fälschlicherweise mit einem „noindex”-Tag versehen wurden.

Der Bericht zur Seitenfreundlichkeit

Google bewertet auch, wie gut Ihre Seiten auf Mobilgeräten funktionieren. Da viele Jobsuchende über das Smartphone suchen, ist eine mobile Karriereseite kein Nice-to-have, sondern ein echter Rankingfaktor.

Structured Data für Stellenanzeigen korrekt einsetzen

Structured Data, auf Deutsch auch „strukturierte Daten” genannt, ist ein Code-Format, das Google hilft, den Inhalt Ihrer Seiten besser zu verstehen. Für Stellenanzeigen gibt es das spezielle Format JobPosting nach dem Schema.org-Standard. Wenn Sie es korrekt einsetzen, kann Google Ihre Stellen direkt in den Suchergebnissen als sogenannte Rich Results anzeigen, inklusive Jobbezeichnung, Standort, Gehaltsspanne und Bewerbungsfrist.

Das bringt Ihnen deutlich mehr Aufmerksamkeit, ohne dass Sie mehr Budget für passive Sourcing-Maßnahmen ausgeben müssen. Talente sehen die wichtigsten Informationen auf einen Blick direkt in Google.

So setzen Sie Structured Data ein:

  • Nutzen Sie das JSON-LD-Format, das Google empfiehlt. Es wird im <head>-Bereich der Seite eingebettet.
  • Pflegen Sie alle Pflichtfelder: Jobbezeichnung (title), Arbeitgeber (hiringOrganization), Standort (jobLocation) und Veröffentlichungsdatum (datePosted).
  • Optionale, aber empfohlene Felder: Gehalt (baseSalary), Beschäftigungsart (employmentType) und Bewerbungsschluss (validThrough).

Nach der Implementierung prüfen Sie Ihren Code mit dem Rich Results Test von Google. Dieses kostenlose Tool zeigt Ihnen sofort, ob alles korrekt eingebunden ist oder ob Fehler vorliegen. In der Search Console erscheinen die Ergebnisse dann unter „Verbesserungen” im Bereich „Jobanzeigen”.

Häufige Fehler bei der Einrichtung und wie man sie behebt

Selbst mit der besten Absicht passieren bei der Einrichtung der Search Console typische Fehler. Hier sind die häufigsten, die gerade kleine Unternehmen betreffen, und wie Sie sie lösen.

Falsche Property verifiziert

Viele richten die Search Console für ihre Hauptdomain ein, vergessen aber, dass die Karriereseite auf einer Subdomain liegt, zum Beispiel jobs.ihrewebsite.de. In diesem Fall brauchen Sie eine separate Property für die Subdomain.

Sitemap enthält gesperrte URLs

Manchmal sind Seiten in der Sitemap aufgeführt, die gleichzeitig durch eine robots.txt-Datei für Crawler gesperrt sind. Das verwirrt Google und verhindert die Indexierung. Prüfen Sie Ihre robots.txt regelmäßig auf solche Widersprüche.

Structured Data mit Fehlern

Ein häufiges Problem: Das Ablaufdatum einer Stelle (validThrough) liegt in der Vergangenheit. Google zeigt solche Anzeigen nicht mehr als Rich Results an. Halten Sie Ihre Stellenanzeigen daher immer aktuell und entfernen Sie abgelaufene Ausschreibungen zeitnah.

Zu wenig Geduld mit den Daten

Die Search Console zeigt Daten mit einer Verzögerung von bis zu drei Tagen. Frisch eingerichtete Properties brauchen außerdem einige Wochen, bis ausreichend Daten gesammelt sind. Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse aus den ersten Zahlen.

Karriereseite langfristig mit der Search Console verbessern

Die Search Console ist kein einmaliges Setup, sondern ein laufendes Werkzeug. Wer sie regelmäßig nutzt, erkennt Trends früh und kann gezielt reagieren.

Etablieren Sie eine monatliche Routine: Schauen Sie in den Leistungsbericht und prüfen Sie, welche Suchbegriffe Ihnen Besucher bringen. Gibt es Begriffe, für die Sie bereits auf Seite zwei ranken? Dann lohnt es sich, den entsprechenden Inhalt zu überarbeiten und zu stärken, denn Seite eins macht den Unterschied.

Beobachten Sie außerdem den Abdeckungsbericht nach jeder größeren Änderung an Ihrer Website. Ein neues Design, ein Plugin-Update oder eine Umstrukturierung der Seiten kann unbemerkt Indexierungsfehler verursachen.

Wenn Sie Ihre Reichweite über die eigene Karriereseite hinaus ausbauen möchten, lohnt sich ein Blick auf XING Stellenanzeigen. Die Plattform spielt Ihre Stellen automatisch auf Google for Jobs und weiteren Portalen aus, was Ihre Sichtbarkeit ohne zusätzlichen Aufwand deutlich erhöht. So ergänzen sich die eigene Karriereseiten-SEO und externe Kanäle ideal.

Kurz gesagt: Wer die Google Search Console konsequent nutzt, investiert in eine Recruiting-Infrastruktur, die langfristig Früchte trägt. Und das ganz ohne großes Budget.