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Wie setzt man 301-Weiterleitungen für entfernte Stellenanzeigen korrekt auf?

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Eine Stelle ist besetzt, die Anzeige wird gelöscht, und schon entsteht ein Problem, das viele Unternehmen unterschätzen: tote Links auf der Karriereseite. Wer für entfernte Stellenanzeigen keine 301-Weiterleitung einrichtet, riskiert nicht nur frustrierte Bewerber, sondern schadet auch dem eigenen Google-Ranking. Dabei lässt sich das mit ein paar gezielten Schritten vermeiden.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, warum ein sauberer Redirect so wichtig ist, wohin er zeigen sollte und wie Sie ihn technisch korrekt umsetzen. Schritt für Schritt, ohne Umwege.

Warum entfernte Stellenanzeigen ohne Weiterleitung schaden

Wenn eine Stellenanzeige aus dem Netz verschwindet, ohne dass eine Weiterleitung eingerichtet wird, hinterlässt sie eine digitale Sackgasse. Suchmaschinen wie Google haben die URL bereits indexiert und bewertet. Ohne Redirect landet jeder, der auf diesen Link klickt, auf einer Fehlerseite mit dem Status 404. Das kostet Vertrauen und Sichtbarkeit.

Für Jobseiten und Karriereseiten ist das besonders problematisch. Google for Jobs und andere Jobportale greifen regelmäßig auf Ihre Stellenanzeigen zu. Findet der Crawler dabei nur tote Links, wertet das die gesamte Domain ab. Im schlimmsten Fall verliert Ihre Karriereseite Rankings, die Sie sich über Monate aufgebaut haben.

Dazu kommt der Eindruck beim Talent: Wer auf eine 404-Seite stößt, weil er sich für Ihr Unternehmen interessiert, springt sofort ab. Das ist verlorenes Potenzial, das sich mit einem einfachen Redirect verhindern lässt. SEO Recruiting beginnt nicht erst bei der Anzeige selbst, sondern auch bei der sauberen Pflege aller URLs.

Wohin soll die 301-Weiterleitung zeigen?

Das Ziel der Weiterleitung ist keine Nebensache. Eine schlecht gewählte Zielseite lässt den SEO-Wert verpuffen, den Sie durch den Redirect eigentlich erhalten möchten.

Die beste Wahl ist in den meisten Fällen die übergeordnete Karriereseite oder eine thematisch passende Übersichtsseite mit ähnlichen offenen Stellen. Wenn Sie zum Beispiel eine Anzeige für eine Stelle im Vertrieb entfernen, leiten Sie idealerweise auf eine Seite weiter, die aktuelle Vertriebs-Jobs zeigt. So bleibt der Besucher im richtigen Kontext und findet direkt eine Alternative.

  • Karriereseite allgemein: Gute Wahl, wenn keine thematisch passende Unterseite existiert.
  • Bereichsbezogene Jobübersicht: Optimal, wenn Sie mehrere offene Stellen in derselben Abteilung haben.
  • Ähnliche Stellenanzeige: Sinnvoll, wenn eine nahezu identische Position noch ausgeschrieben ist.

Was Sie vermeiden sollten: auf die Startseite weiterleiten. Das ist für Suchmaschinen ein schwaches Signal und für Besucher wenig hilfreich. Google erkennt, dass die Zielseite keinen inhaltlichen Bezug zur ursprünglichen URL hat, und gibt den SEO-Wert kaum weiter.

301-Weiterleitung technisch korrekt einrichten

Ein Redirect mit dem Statuscode 301 signalisiert Suchmaschinen, dass eine Seite dauerhaft umgezogen ist. Der Unterschied zu einem 302 (temporäre Weiterleitung) ist wichtig: Nur der 301 überträgt den sogenannten Link-Wert, also das Ranking-Potenzial, das die ursprüngliche URL aufgebaut hat.

Einrichtung über die .htaccess-Datei (Apache-Server)

Für viele Websites, die auf Apache laufen, ist die .htaccess-Datei der direkteste Weg. Ein Eintrag sieht so aus:

Redirect 301 /jobs/alte-stellenanzeige https://www.ihrewebsite.de/karriere/

Tragen Sie den alten Pfad links ein und die neue Ziel-URL rechts. Speichern Sie die Datei und testen Sie die Weiterleitung anschließend sofort.

Einrichtung über das CMS

Nutzen Sie WordPress, gibt es Plugins wie „Redirection”, die Weiterleitungen ohne technisches Vorwissen verwalten. Auch viele andere Content-Management-Systeme bieten integrierte Redirect-Funktionen in den SEO-Einstellungen. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr System das bereits von Haus aus unterstützt, bevor Sie ein zusätzliches Plugin installieren.

Einrichtung über den Webserver (Nginx)

Auf Nginx-Servern erfolgt die Konfiguration in der Server-Block-Datei. Der Eintrag lautet:

return 301 https://www.ihrewebsite.de/karriere/;

Lassen Sie Weiterleitungen auf Server-Ebene immer von jemandem mit technischem Hintergrund prüfen, um Fehler in der Konfiguration zu vermeiden.

Weiterleitungen testen und dauerhaft überwachen

Ein Redirect einzurichten reicht nicht aus. Wer nicht regelmäßig prüft, ob die Weiterleitungen noch funktionieren, läuft Gefahr, dass sich über Monate neue tote Links ansammeln.

Für den schnellen Test eignen sich kostenlose Online-Tools wie der „Redirect Checker” oder die Browser-Entwicklertools (Netzwerk-Tab). Geben Sie die alte URL ein und prüfen Sie, ob der Statuscode 301 zurückkommt und die Zielseite korrekt geladen wird.

Für die dauerhafte Überwachung empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  • Google Search Console: Zeigt unter „Abdeckung” fehlerhafte URLs und 404-Seiten an.
  • Crawling-Tools: Tools wie Screaming Frog scannen Ihre gesamte Website und listen alle Weiterleitungsfehler auf.
  • Regelmäßige Audits: Planen Sie mindestens alle drei Monate einen Check Ihrer Jobseiten ein, besonders nach größeren Recruiting-Phasen.

Wer Stellenanzeigen auf XING schaltet, profitiert davon, dass die Anzeigen auf einer stabilen Plattform-Infrastruktur laufen. Trotzdem gilt: Auf Ihrer eigenen Karriereseite sind Sie für die technische Pflege selbst verantwortlich.

Typische Fehler bei Stellenanzeigen-Weiterleitungen

Selbst wer das Prinzip verstanden hat, tappt manchmal in vermeidbare Fallen. Hier sind die häufigsten Fehler, die bei der Einrichtung von Redirects für entfernte Stellenanzeigen passieren.

Redirect-Ketten: URL A leitet auf URL B weiter, die wiederum auf URL C zeigt. Suchmaschinen folgen solchen Ketten nur begrenzt, und jede zusätzliche Stufe kostet Ladezeit und Ranking-Potenzial. Leiten Sie immer direkt von der alten zur neuen URL.

Temporären statt permanenten Redirect verwenden: Ein 302-Redirect sagt Suchmaschinen, dass die Seite nur vorübergehend weg ist. Google gibt den SEO-Wert dann nicht weiter. Für entfernte Stellenanzeigen ist fast immer ein 301 die richtige Wahl.

Weiterleitungen nach einigen Monaten löschen: Viele denken, nach einem halben Jahr sei der Redirect nicht mehr nötig. Das stimmt nicht. Google braucht Zeit, um Weiterleitungen vollständig zu verarbeiten. Lassen Sie Redirects mindestens ein Jahr aktiv, besser dauerhaft.

Keine Weiterleitung für kanonische URLs: Wenn eine Stellenanzeige unter mehreren URLs erreichbar war (zum Beispiel mit und ohne Trailing Slash), sollten alle Varianten weitergeleitet werden. Sonst entstehen neue tote Links an unerwarteten Stellen.

Saubere Weiterleitungen sind ein kleiner technischer Aufwand mit großer Wirkung. Wer seine Jobseiten regelmäßig pflegt, schützt sein Ranking, verbessert das Bewerbererlebnis und zeigt Suchmaschinen, dass die eigene Karriereseite gepflegt und verlässlich ist. Das zahlt sich direkt auf die Sichtbarkeit bei der Suche nach passiven Talenten aus.