Corporate Culture

Wie eine gute Unternehmenskultur Arbeitgeber durch die Krise navigieren kann (mit Video in voller Länge)

Corporate Culture

Corona stellt nicht nur das Arbeitsleben auf den Kopf, sondern vor allem die Unternehmen. Was bedeutet das für die Unternehmenskultur? Und lässt sie sich zukünftig auch im Hybrid-Modell leben? Diese Themen diskutierte Saatkorn-Blogger Gero Hesse mit drei hochrangigen Expert·innen bei der New Work Experience 2021.

Ein Jahr Pandemie. Ein Jahr, in dem sich die Wünsche von Mitarbeiter·innen an Flexibilität, Teilhabe und Mitsprache im Unternehmen grundlegend gewandelt haben. Und nicht nur das. Als von einem auf den anderen Tag komplette Teams ins Home Office zogen, wurde plötzlich sichtbarer denn je, wie gut die Unternehmenskultur zuvor tatsächlich war.

Unternehmenskultur als bloßes Lippenbekenntnis?

Cawa Younosi, Personalleiter bei SAP Deutschland, betonte in der Paneldiskussion, dass Empathie und emotionale Intelligenz als wichtige Bestandteile einer funktionierenden Unternehmenskultur durch die Führungskräfte gerade in dieser aktuellen Zeit nicht bloß Lippenbekenntnisse sein dürften, sondern auch gelebt werden müssen.

Er berichtet davon, dass man bei SAP schon seit der Unternehmensgründung nach der Philosophie lebe, dass die Mitarbeiter·innen das wichtigste Gut des Unternehmens seien. „Mit ihnen steht und fällt der Erfolg.“

Büros als Begegnungsstätten für gemeinsame Erlebnisse

Auch ein Aspekt bei der Unternehmenskultur ist die Arbeitsumgebung, die zukünftig sehr wahrscheinlich großen Veränderungen unterliegt. Die New Work SE geht diesbezüglich einen mutigen Schritt: 1.000 Beschäftigte von XING werden zukünftig aus einem gemeinsamen Bürogebäude in der Hafencity arbeiten. Eine Entscheidung, an der das Unternehmen trotz – und gerade wegen der aktuellen Umstellung auf Remote-Work – festhält.

Petra von Strombeck, Vorstandschefin der New Work SE, machte in der Panel-Diskussion deutlich, dass sie Büros auch zukünftig als Begegnungsstätten für gemeinsame Erlebnisse verstehe. Diese halte sie für wichtig, um in der Krise und darüber hinaus Unternehmenskultur zu leben und aufrechtzuerhalten.

Für von Strombeck sind diese und andere Formen der Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor im Kampf um die besten Talente. „Man kann es sich nicht mehr leisten, eine hundertprozentige Präsenz zu fordern“, glaubt sie.

Sehen Sie das Panel in voller Länge

Hybride Unternehmenskultur als Modell der Zukunft?

Janina Kugel war jahrelang Personalvorständin bei Siemens und ist heute Aufsichtsrätin und Senior Advisor. Sie wirft im Talk die Frage auf, wie Unternehmen ihren Mitarbeitenden gerecht werden, wenn einige fortan zuhause im Büro und andere vor Ort, beispielsweise in der Produktion, arbeiten.

Für die Zukunft wünscht sie sich, weiter flexibel zu denken. Die „Blocker“, wie sie sie nennt, hätten gemerkt, was möglich ist. Nun gelte es, diese Energie zu nutzen, auszuprobieren und es neu zu versuchen, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt.

Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.