Nachbericht zum Darwin’s Circle

Wie Technologie die Welt retten kann – die große Frage beim diesjährigen Darwin’s Circle

Nachbericht zum Darwin’s Circle

© Darwin’s Circle // Zsolt Marton

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die vierte Ausgabe der österreichischen Digitalkonferenz „Darwin’s Circle“ zum ersten Mal als ORF TV-Produktion statt nachdem das Event mehrfach verschoben wurde. In dem Hybrid-Format Mitte Februar 2021 waren sowohl (lokale) Sprecher·innen in Wien vor Ort wie auch per Video live zugeschaltet.

XING als Partner des Events in Diskussion mit der Politik und Wirtschaft

XING war Partner der Veranstaltung. Mit von der Partie war Kristina Knezevic, Country Managerin XING Österreich. Sie diskutierte auf dem Panel „Re-Think, Transform And Succeed“ mit hochrangigen Vertreter·innen der Wirtschaft und Politik – darunter Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Österreich, Jochen Borenich, Mitglied des Vorstandes von Kapsch BusinessCom und Jan Wörner, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Weltraumorganisation. Als Moderatorin des Panels agierte Barbara Stöttinger von der WU Executive Academy.

Aktuelle Themen wie Infrastruktur, Datenmanagement und Soziale Anpassung standen auf der Agenda. Das Panel beschäftigte sich auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Arbeitswelt und Gesellschaft, welche Folgen diese auf Unternehmen hat und was wir für die Zukunft lernen können.

„New Think! Neues zu denken und Neues zu tun“

Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Österreich, plädierte nicht nur für ein Re-Think, sondern besonders für ein New Think! – Neues zu denken und Neues zu tun. Sprich: Neue Digitalisierungsideen sollten aktiv vorangetrieben und umgesetzt werden.

Durch die Pandemie sei eine Geschwindigkeit in die Transformation der drei Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung gekommen. „Neue Dinge wie Home Office, Home Schooling, hybride Formen sind aufgetaucht und Menschen konnten davon profitieren. Dennoch leiden viele Unternehmen und wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise. Aber wir sehen eben auch neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten in dieser Zeit entstehen“, beendete Frau Schramböck ihre Gedanken.

Digitalisierung als Motor in und aus der Krise

Auch Jochen Borenich, Mitglied des Vorstandes von Kapsch BusinessCom, wies darauf hin, dass die Digitalisierung der Motor in bzw. aus der Krise ist. In der technischen Metapher bleibend, erzeuge Druck Leistung und durch die Pandemie habe man im letzten Jahr viel Druck erlebt. Digitale Transformationen seien in allen Lebensbereichen ausgerollt worden. Die Nachfrage nach Themen wie Cyber Security und Artifical Intelligence seien im vergangenen Jahr enorm gestiegen und damit auch das Angebot solcher Dienstleistungen und die Notwendigkeit sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Die Herausforderung werde es nun sein, diese Geschwindigkeit beizubehalten und gemeinsam in die richtige Richtung in Europa zu fahren. „Strengthen the core and innovate at the edge“ – nach diesem Motto arbeite die Kapsch BusinessCom sogar verstärkt in Zeiten der Krise.  

Paradigmen-Wechsel der Arbeitswelt: Konstante, nachhaltige Veränderung erzeugen

Schließlich ließ Kristina Knezevic das vergangene Jahr Revue passieren: „Wir haben viele Veränderungsprozesse im letzten Jahr erlebt: Digital vs. Analog, Home Office vs. Office, agiles vs. hierarchisches Arbeiten. Eines haben alle diese Punkte allerdings gemeinsam, nämlich die konstante, nachhaltige Veränderung! Diese bezeichnen wir auch als den Paradigmen-Wechsel der Arbeitswelt, nämlich das sogenannte New Work. Was kann man als Unternehmen tun, um die Mitarbeitenden in diesem Prozess zu unterstützen?

Eine Vertrauensbasis, ein gemeinsames Wertesystem schaffen, das im Unternehmen gelebt wird. Die Führungskräfte haben Vertrauen in die Mitarbeitenden und diese sind bereit, neue digitale Kompetenzen zu erlernen, die zurzeit gefordert sind!“

Zudem ergänzte Kristina Knezevic, dass sich eine große und wichtige Veränderung im Bereich der Führung in den letzten Jahren ergeben hat. Die Führungskräfte setzten nun weg von Kontrolle auf Inspiration und Motivation der Mitarbeitenden. Aber auch jede·r einzelne Mitarbeitende sollte als Unternehmer·in im Unternehmen agieren. Führungskräfte müssten den Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, ihren Beruf zu hinterfragen und sie dabei unterstützen, die Fragen nach dem Warum zu beantworten. Die Sinn- und Zweck-Frage der Arbeit müsse somit adressiert werden. Dies könnten Unternehmen konkret tun, indem sie Mitarbeitende mehr in die Verantwortung und Gestaltung ihrer Arbeit miteinbeziehen.

Motivation bei Mitarbeitenden wecken in Zeiten der Krise

Auch Jan Wörner, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Weltraumorganisation, griff das Thema Motivation nochmals auf und verwies darauf, wie wichtig es sei, diese bei Mitarbeitenden zu wecken, vor allem in Zeiten der Krise. Doch wie könne man diese positiven Gedanken beschleunigen?

„Hier kann die Raumfahrt helfen, denn jeder ist fasziniert von der Raumfahrt und Faszination erzeugt positive Gedanken beim Einzelnen. Faszination im Kopf eines Einzelnen wird zur Inspiration also zur Auseinandersetzung mit dem Beobachtenden und dann ist der Schritt zur Motivation auch nur noch ein kleiner: da hat jemand geträumt und dann den Traum umgesetzt. Und das ist Raumfahrt auf jeden Fall! Faszination an der Sache führt zur Inspiration. Da haben Leute geglaubt, ‚das geht‘ und haben Träume wahr gemacht und das kann Motivation in der Gesellschaft stärken. Wir brauchen Jung und Alt, die motiviert sind, die Zukunft zu gestalten!“, sagte Jan Wörner.

Jung und Alt beim Digitalisierungsprozess und zukünftigen Innovationen mitnehmen

Abschließend unterstrich Margarete Schramböck, wie wichtig es sei, dass auch Jung und Alt beim Digitalisierungsprozess und zukünftigen Innovationen mitgenommen werden. Großeltern sollten zusammen mit ihren Enkeln ihre ersten Schritte in der digitalen Welt wagen, welche es Ihnen ermögliche, vernetzt zu sein und länger daheim zu leben.

„Mit den Innovationen, wie wir sie z.B. schon in der Raumfahrt oder Lebensmittelproduktion sehen, können wir die großen Dinge der Menschheit lösen“, so Margarete Schramböck. 

Gundula Rauch ist Werkstudentin im Account Management bei XING E-Recruiting in Wien.
Ein Artikel von Gundula Rauch

Gundula ist Werkstudentin im Account Management bei XING E-Recruiting in Wien. An der Universität Wien studiert sie im Master Arbeits- und Organisations-Psychologie.