Recruiting Café

Auch im digitalen Zeitalter zählt der analoge Kontaktpunkt. Die SBB macht’s vor.

Die SBB macht’s vor.

Die persönliche Begegnung ist im digitalen Zeitalter und E-Recruiting eine willkommene Abwechslung. Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) wagt mit ihrem Pop-Up Recruiting Café am Zürcher Hauptbahnhof ein Experiment. Für etwa vier Wochen öffnet das Recruiting Café für alle Interessenten Tür und Tor und gewährt Einblicke in die Welt der Mobilität. Wir hatten die Möglichkeit Corinne Kuhn, Lead Employer Branding, über dieses Projekt auszufragen.

Die SBB als eine der Hauptarbeitgeberinnen der Schweiz ist doch an jeder Karrieremesse omnipräsent. Wieso ein Pop-Up Recruiting Café?

Das Café richtet sich nicht nur an Hochschulabsolventen, sondern an alle, die sich über die Berufswelten der SBB informieren möchten, mit ihren Talenten etwas Grosses erreichen und die Schweiz bewegen wollen.

Was dürfen die Besucherinnen und Besucher bei Ihnen erwarten?

Neben gutem Cappuccino gibt es bei uns einen Einblick in unsere vielfältigen Berufswelten. In der Eröffnungswoche stehen die klassischen Bahnberufe im Mittelpunkt, man kann sogar im Simulator durch den Gotthard rauschen. Wir setzen aber auch thematische Schwerpunkte. So informieren wir zum Beispiel in der Woche ab dem 10. September darüber, welche Werte wir leben und was wir alles für eine ausgewogene Work-Life-Balance und in Sachen Diversity tun. Dann widmen wir uns der Digitalisierung und den Berufsfeldern in der Informatik. Dabei lassen wir die Besucherinnen und Besucher aktiv an der Entwicklung einer App mitmachen. Und zum Abschluss lassen wir in der letzten Septemberwoche die Interessierten selber erleben, wie es sich anfühlt, als uniformierter Markenbotschafter oder als uniformierte Markenbotschafterin durch den Zürcher Hauptbahnhof zu laufen.

Bei XING können unsere Mitglieder die SBB als Wunscharbeitgeber markieren. Welche Möglichkeiten haben Ihre Besucherinnen und Besucher, wenn sie sich für einen konkreten Job bei der SBB interessieren?

Auf unserer Webseite www.sbb.ch/jobs sind alle offenen Stellen ausgeschrieben, auf die man sich online bewerben kann. Im Pop-up-Café kann man sich zu unseren Berufswelten informieren oder sich direkt mit Mitarbeitenden austauschen, die den Job ausüben. Wer sein Bewerbungsdossier direkt im Café abgeben möchte, kann das natürlich auch. Bewerbungsgespräche führen wir vor Ort aber nicht.

Auf was darf sich ein Kandidat, der sich bei der SBB bewirbt, freuen?

Mit über 150 verschiedenen Berufen bietet die SBB eine beeindruckende Vielfalt sowie spannende Tätigkeiten und zahlreiche Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Wir führen keine Stressinterviews durch und konfrontieren Bewerbende nicht mit aussergewöhnlichen Situationen. Unsere Interviews finden in einer angenehmen Atmosphäre statt und sind wertschätzend.

Was sollte ein/e Bewerber/in in der Bewerbung auf keinen Fall tun?

Wir wollen einen professionellen Eindruck von der Persönlichkeit bekommen. Zu private Aussagen oder Bilder sind zu vermeiden.

Haben Sie aktuell weitere Pop-Up Recruiting Cafés in der Schweiz?

Das SBB Berufswelten Café im Hauptbahnhof Zürich ist für uns ein Pilotprojekt. Falls es auf Interesse stösst, werden wir noch andere Bahnhofe besuchen – vor allem in der Westschweiz.

Das Konzept der Pop-Ups kennt man bisher nur aus dem Lifestyle und Fashion Bereich. Nun gibt es erstmals eines fürs Recruiting. Versprechen Sie sich durch die persönliche Begegnung bessere Bewerbungen?

Corinne Kuhn

Der persönliche Kontakt ist nicht ersetzbar, denn der Mensch steht bei uns immer im Fokus. Mit dem Berufswelten-Café auf der Pop-up-Fläche fördern wir vor allem den Austausch zwischen SBB Mitarbeitenden und potentiellen Bewerbenden. Ausserdem können wir Interessierten so bereits erste Einblicke in unsere spannenden Arbeitsgebiete ermöglichen. So erfahren sie nicht nur etwas über die Aufgaben, sondern auch über die Kultur und das Arbeitsumfeld bei der SBB.

Wir hoffen damit potenzielle Bewerbende auf uns aufmerksam zu machen, die die SBB bis anhin nicht als Arbeitgeberin auf dem Radar hatten.

Also gehört der analoge Kontaktpunkt in diesem Fall auch zur Rekrutierungsstrategie der SBB?

Unsere Strategie ist, mögliche Bewerbende dort anzusprechen wo sie sich am häufigsten bewegen - unterwegs, auf Social Media, an Messen, über persönliche Kontakte.


Auf Anfrage direkt vor Ort haben wir von Mitarbeitenden der SBB erfahren, dass der Pop-Up Store sehr gut angelaufen ist und bei den Besucherinnen und Besuchern auf grosses Interesse stösst. Dies zeigt sich an den zahlreich geführten Gesprächen sowie an der Vielzahl an Bewerbungen, die die SBB bisher entgegennehmen durfte.

Anna Hadorn
Ein Artikel von Anna Hadorn

Anna sorgt für frischen Content auf den XING Kanälen. In ihrer Freizeit liebt es die schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin gemütlich zuhause mit einem guten Buch zu entspannen oder schwungvoll über die Salsa-Tanzfläche zu wirbeln.