XING Gehaltsstudie 2018:

Wer viel arbeitet, möchte auch viel verdienen

Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer (57 %) in Deutschland ist mit seinem aktuellen Gehalt unzufrieden Das ergab die „XING Gehaltsstudie 2018“, bei der 12.000 Fach- und Führungskräfte, die XING nutzen, teilnahmen.

Befragt wurden sie zu den Themen Gehalt und New Work. Neben Durchschnittsgehältern der einzelnen Branchen lieferte die Studie weitere wichtige Insights, die die Stimmungslage der Angestellten wiedergeben.

XING Gehaltsstudie

Sie möchten wissen, welche überraschenden Ergebnisse die Studie noch geliefert hat? Lesen Sie es ganz einfach nach und laden Sie sich die XING Gehaltsstudie 2018 hier kostenlos herunter.

Woher rührt die Unzufriedenheit der Mitarbeiter?

Nach Ansicht der XING Mitglieder wird mehr geleistet als letztlich vergütet. Rund ein Drittel der Befragten (31 %) geht davon aus, dass vor allem erbrachte Zusatzleistungen nicht entsprechend bezahlt werden. Und das führt zu Unmut, denn Einigkeit besteht unter den Mitgliedern vor allem in diesem Punkt: Wer viel arbeitet, möchte auch viel verdienen. Und dabei scheint Mehrarbeit gang und gäbe zu sein: So geben ganze 82 Prozent der befragten XING Nutzer an, mehr zu arbeiten als im Arbeitsvertrag vereinbart. Jeder Fünfte (19 %) macht wöchentlich sogar mehr als zehn Überstunden. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht nur der eigene Verdienst, sondern auch der von Kollegen kritisch beäugt wird. So geht jeder sechste Studienteilnehmer (16 %) davon aus, dass die eigenen Kollegen trotz gleicher Arbeit besser bezahlt werden und so – zu Unrecht – mehr verdienen. 

XING Gehaltsstudie

 

 

Was Sie tun können, um den Angestellten das ungute Gefühl zu nehmen

Keine einfache Ausgangslage für jene Unternehmen, die ihren Angestellten die Unsicherheit und Unzufriedenheit nehmen wollen. Das Zauberwort lautet hier: Transparenz. Und zwar zu den Gehältern der eigenen Mitarbeiter. Bislang galt der Plausch über das Gehalt bislang als ein Tabu in unserer Gesellschaft. Doch unsere Umfrage zeigt: Ganze 77 Prozent der XING Nutzer sind demnach eher für eine Gehaltstransparenz – wie etwa die anonymisierte Offenlegung der Gehälter nach Karrierelevel und auf vergleichbaren Positionen. Ein weiteres Ergebnis: Mehr als ein Drittel der Befragten (38 %) haben das Gefühl, unter dem Marktdurchschnitt zu verdienen.

XING Gehaltsstudie

Geben Sie ihren Mitarbeitern daher ein Gefühl dafür, wie es im eigenen Unternehmen wirklich aussieht und lindern Sie die Geheimniskrämerei: Geben Sie preis, wie viel auf der jeweiligen Position im Durchschnitt verdient wird oder wie viel „Luft nach oben“ es tatsächlich gibt. Auch in Bewerbungsgespräch können das potenzielle Gehalt oder zumindest eine mögliche Gehaltsspanne für die jeweilige Position genannt werden – so spielen Sie mit offenen Karten und der Bewerber kann entscheiden, ob er das Gehalt für sich persönlich angemessen hält. Im XING Stellenmarkt können Arbeitgeber bereits seit einiger Zeit eine Gehaltsspanne angeben. So haben Sie die Chance, frühzeitig transparent zu agieren.

Bevor Sie sich für die Einführung einer Gehaltstransparenz entscheiden, wägen Sie zuvor ab, wie viel Sinn diese in Ihrem Fall macht und beziehen Sie hierfür zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter auf einer bestimmten Karriereposition ein, um die Anonymität Ihrer Angestellten zu wahren. So zeigen Sie ihnen nicht nur auf, wie viel die Kollegen in ihrem Fall verdienen, sondern auch, ob in ihrem Fall wirklich eine Unterbezahlung vorliegt.

Eine weitere Möglichkeit, um Unzufriedenheit zu lindern: Vermitteln Sie Ihren Angestellten das Gefühl der Wertschätzung. Zeigen Sie ihnen, dass Sie sich dem Trend zur Mehrarbeit durchaus bewusst sind und diese auch zu schätzen wissen, indem Sie sich um adäquate Vergütungsmöglichkeiten kümmern. So steigt vielleicht nicht nur die Zufriedenheit, sondern auch die Weiterempfehlungsrate durch Ihre Mitarbeiter.

Was können Sie tun, um mehr Transparenz zu schaffen?

Die Neugierde unter den Angestellten ist groß, wie unsere Studienergebnisse zeigen. So sind knapp 80 Prozent der Befragten mit einem Bruttojahresgehalt über 60.000 Euro für einen transparenten Umgang mit Gehältern. Machen Sie sich das zunutze und geben Sie schon Bewerbern früh ein Gefühl dafür, wie die Gehaltsstrukturen in Ihrem Unternehmen aussehen und wie eine vakante Stelle vergütet wird. Machen Sie es Ihren Kandidaten einfach und nutzen Sie intelligente Produkte wie die XING Stellenanzeigen. Hier haben Sie die Möglichkeit, einen genauen Gehaltspunkt oder eine – Spanne anzugeben. Auch Zusatzinformationen können problemlos untergebracht werden – ein schönes Beispiel hierfür sind Angaben zu bestimmten Mitarbeiterleistungen, die als Vergütung etwaige Mehrarbeit erträglich machen.

So liefern Sie den Interessenten viele nötige Informationen bereits vorab und stellen zudem sicher, dass sich vor allem Kandidaten bewerben, die wirklich Interesse an der Stelle haben und mit dem Jobangebot einverstanden sind.

Nehmen Sie Mitarbeiterbewertungen ernst

Egal, ob Ihre HR-Abteilung ein professionelles Employer Branding Profil auf XING und kununu pflegt oder Sie lediglich ein kleines Unternehmensprofil haben: Schauen Sie regelmäßig in die Bewertungen hinein, die ehemalige und aktuelle Mitarbeiter Ihnen anonym gegeben haben. Ein direkteres Feedback kann Ihnen kaum eine Umfrage geben. Dort sehen Sie sofort, wie Sie in den Augen Ihrer (Ex-)Mitarbeiter bei Themen wie Gehalt oder Gleichberechtigung aufgestellt sind und können künftige Vorgehensweisen ableiten, die die Zufriedenheit Ihrer Angestellten erhöht. Das hat auch Auswirkungen für potenzielle Kandidaten, die bei der Job-Recherche ein positives Bild von Ihnen als Arbeitgeber bekommen, der Themen wie Transparenz ernst nimmt.

Sie möchten erfahren, ob die Größe eines Unternehmens wirklich Einfluss auf das Gehalt hat? Oder wie viel die Fach- und Führungskraft in Deutschland durchschnittlich verdient? Dann laden Sie sich die XING Gehaltsstudie 2018 hier kostenlos herunter.

Theresa Besekow
Ein Artikel von Theresa Besekow

Theresa ist seit 2017 ein „XINGIE“. Eigentlich schreibt sie für die „andere Seite der Macht“ und gibt Kandidaten auf Bewerbung.com Tipps für eine gelungene Bewerbung. Gute Fernsehwerbespots lassen ihr Herz höher schlagen!