Recruiting

Die Frauenversteher: So gewinnen Sie weibliche Nachwuchskräfte

So gewinnen Sie weibliche Nachwuchskräfte

Funktioniert Recruiting bei weiblichen Nachwuchskräften anders? Ja, meinen Experten! Wir geben Ihnen Tipps, um ganz gezielt Frauen anzusprechen. Noch nie hat es so viele hochqualifizierte Frauen auf dem Arbeitsmarkt gegeben. Ein Glück, hört man die Arbeitgeber rufen, denn schließlich bereitet ihnen der Fachkräftemangel ohnehin schon genug Sorgen. Umso wichtiger ist es, dass Personaler die weiblichen Top-Kräfte auch erreichen. Wie das gelingt?

Wissen, was Frauen wollen

Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können! Bevor Sie sich damit beschäftigen, wie Sie eine Stellenanzeige formulieren, in der Sie Frauen erfolgreich ansprechen, versuchen Sie zu ergründen, was Frauen wollen. Tipps gefällig? Ein paar Stichworte könnten lauten: ein angenehmes Arbeitsklima, Weiterbildungsmöglichkeiten, Verantwortung, flexible Arbeitszeiten … Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, ergänzen Sie die Liste gerne! Kleiner Tipp: Fragen Sie doch einfach mal in der (weiblichen) Belegschaft, was diese sich wünschen würde.

Bedingungen im Unternehmen schaffen

Flexible Arbeitszeiten sind ja schön und gut, aber Sie arbeiten immer noch mit Stechuhr? Selbstverantwortung gibt es allenfalls in der Kantine bei der Wahl des Mittagessens? Dann ist es Zeit zu handeln. Nicht nur im Sinne der weiblichen Nachwuchskräfte sollten Sie die Strukturen in Ihren Unternehmen überdenken und Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen attraktiven Arbeitsplatz bieten!

Überarbeiten Sie Ihre Stellenausschreibungen

Den ersten Kontakt mit Ihrem Unternehmen haben viele Bewerber über die Stellenanzeige. Und zahlreiche Studien haben ergeben, dass sich gerade Frauen häufig nicht davon angesprochen fühlen. Das ist fatal! Also gilt es, in der Ausschreibung aktiv Signale zu senden, die Frauen ansprechen! Wie das geht? Lesen Sie mal weiter …

Das AGG muss eingehalten werden

Eines aber vorab: In Deutschland regelt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, dass bei Jobausschreibungen keine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts, Alters oder ähnlichem entstehen darf. Schreiben Sie daher niemals Stellen gezielt für Frauen aus!

Wie aber erreicht man Frauen dann? Zuallererst: Schaffen Sie Klarheit über die ausgeschriebene Position. Nichts schreckt Frauen mehr ab, als wenn sie nicht wissen, woran sie sind. Ein gutes Beispiel ist das Gehalt: Nennen Sie Anhaltspunkte, zum Beispiel einen Rahmen, indem sich dieses bewegt oder verweisen Sie auf die Tarifverträge des Öffentlichen Dienstes.

Unterscheiden Sie Muss- und Kann-Anforderungen

Natürlich wollen Sie als Arbeitgeber den bestmöglichen Kandidaten finden. Trotzdem ist es nicht ratsam, die eierlegende Wollmilchsau zu suchen – gerade Frauen fühlen sich dadurch häufig einfach nur abgeschreckt. Sie bewerben sich zumeist wirklich nur dann, wenn sie die lange Liste an Anforderungen auch tatsächlich erfüllen. Schreiben Sie daher lieber, was Bewerber unbedingt mitbringen sollten – und auch, was ein schönes Plus ist.

Erwähnen Sie Weiterbildungsmöglichkeiten

Gerade Frauen möchten sich weiterentwickeln! Formulieren Sie daher ganz deutlich, welche Fortbildungsmöglichkeiten es im Unternehmen gibt. Geschickt formuliert nehmen Sie dadurch potenziellen Bewerberinnen auch die Furcht, noch nicht über das notwendige Spezialwissen zu verfügen.

Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.