Fachkräftemangel

So verlieren Sie Ihre besten Ex-Praktikanten nicht mehr aus den Augen

So verlieren Sie Ihre besten Ex-Praktikanten nicht mehr aus den Augen

Gerade junge Nachwuchskräfte sind ein wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel im eigenen Unternehmen. Wer gute Praktikanten einfach ziehen lässt, verschenkt deshalb viel Potenzial. Doch das lässt sich ändern.

Recruiting-Kampagnen, aufwendige Messestände, Mitarbeiterempfehlungen: Firmen stecken viel Zeit und Geld in die Akquise von neuem Personal. Manchmal sind – oder waren – die Fachkräfte dabei schon längst im eigenen Haus. Man hat sie nur gehen lassen.

Warum sich Kontaktpflege zu ehemaligen Praktikanten lohnt

Praktika sind ein ideales Recruiting-Instrument, wenn man es denn zu nutzen weiß. Das belegen auch Studien: Sie besagen, dass neue Mitarbeiter, die vorher bereits Erfahrungen in dem Unternehmen gesammelt haben, ihm auch später länger treu bleiben.

Doch nicht nur aufgrund der geringeren Fluktuation kann das Unternehmen auf diese Weise Kosten sparen. Die Personalsuche entfällt und auch das Risiko, sich für einen falschen Kandidaten entschieden zu haben, sinkt deutlich. Außerdem kennen ehemalige Praktikanten die Abläufe im Unternehmen bereits und brauchen daher eine deutlich kürzere Einarbeitungszeit.

Und selbst, wenn Sie gerade keinen passenden Job für einen ehemaligen Kandidaten haben, lohnt sich die Kontaktpflege: Nutzen Sie sie doch als Multiplikatoren und zahlen Sie damit auf Ihre Arbeitgebermarke ein.

Was Sie tun müssen? Überzeugen Sie von sich als Unternehmen!

Natürlich funktionieren die obigen Punkte nur, wenn Sie als Unternehmen einen guten Eindruck bei Ihren Praktikanten hinterlassen. Wer hier beispielsweise mit einer schlechten Work-Life-Balance in Erscheinung tritt, hat bei der Generation Z schon verloren und schlechte Karten, um auf diesem Weg zukünftige Mitarbeiter zu gewinnen.

Gerade für kleine Unternehmen bietet sich hier aber eine riesige Chance, gegenüber der großen Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil einzuheimsen. Studien haben nämlich ergeben, dass gerade die kleinen Firmen bei den Praktikanten in der Regel besser wegkommen als große Unternehmen. Und das ist der erste Schritt zu einer nachhaltig guten und engen Beziehung.

Laden Sie zum Feedbackgespräch ein

Wann Sie mit der Kontaktpflege beginnen sollten? Am besten schon in den letzten Tagen des Praktikums, wenn der Praktikant noch bei Ihnen im Haus ist. Laden Sie ihn zu einem Feedbackgespräch ein und fragen Sie, ob er Teil Ihres hauseigenen Alumni-Netzwerkes werden möchte. Oder bieten Sie ihm an, seine Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben.

Mit Praktikanten systematisch im Kontakt bleiben

Ein Newsletter ist eine ideale Möglichkeit, mit Praktikanten in Kontakt zu bleiben. Halten Sie sie doch auf diesem Wege darüber auf dem Laufenden, was gerade in Ihrer Firma so passiert. Auch zu Firmenfeiern könnten Sie ehemalige Praktikanten ganz unverbindlich einladen.

Haben Sie noch Zweifel?

Brauchen Sie nicht. Studien belegen, dass 90 Prozent aller Praktikanten und Werkstudenten an einem Job in ihrem Unternehmen interessiert sind. Doch nur jedes zweite Unternehmen nutzte diese Chance und hielt auch wirklich Kontakt. Machen Sie es anders und besser!

Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.