Gesundheitswesen-Spezial

Employer Branding im Gesundheitswesen

Employer Branding im Gesundheitswesen

Je größer der Fachkräftemangel in einer Branche, desto größer auch die Notwendigkeit, eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen. Auch in der Gesundheitsbranche kann man so neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende langfristig an das Unternehmen zu binden.

Die Arbeitsbedingungen in der Gesundheitsbranche haben einen schlechten Ruf. Schlechte Bezahlung, hoher Zeitdruck, familienunfreundliche Schichtdienste, viel Bürokratie – auch wenn viele dieser Beurteilungen nicht mehr aktuell sind, schrecken sie   Bewerber leider immer wieder ab. Und genau hier liegt Ihre Chance!

 

Machen Sie es besser – und erzählen Sie potenziellen Bewerbern davon.

Employer Branding ist das englische Wort für Arbeitgebermarkenbildung. Ein Unternehmen verfolgt damit das Ziel, sich als attraktiver Arbeitgeber zu vermarkten. Ihre Arbeitgebermarke ist also eine Art Versprechen, dass Sie Kandidaten geben, die sich für einen Job in Ihrem Unternehmen interessieren.

Employer Branding braucht ein Konzept

Nun aber entsteht so ein positives Image nicht von selbst, sondern benötigt ein langfristig angelegtes Konzept auf Basis einer Wettbewerbsanalyse.

Dafür gilt es zunächst, folgende Fragen zu klären:

  • Was macht Ihr Unternehmen einzigartig? Hier geht es insbesondere darum, Werte zu definieren, die Sie an die Bewerber kommunizieren können. Wie sieht Ihre Arbeitskultur aus? Welchen Stellenwert hat die Arbeit im Team und wie sieht sie genau aus? Gibt es positive Besonderheiten im Umgang mit den Patienten?
  • Warum sollen sich Bewerber gerade bei Ihnen bewerben? Welche Benefits bieten Sie Nachwuchskräften? Hier könnten Sie beispielsweise Weiterbildungen, Aufstiegsmöglichkeiten oder besondere Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie anführen.
  • Warum sollen sich erfahrene Fachkräfte bei Ihnen bewerben? Eine überdurchschnittliche Bezahlung kann hier ein Pro-Argument sein.
  • Wie kann es Ihnen gelingen, Bewerber langfristig an Ihr Unternehmen zu binden? Eine langfristige Employer Branding-Strategie umfasst auch die interne Kommunikation: Was können Sie Ihren Mitarbeitern bieten, damit diese auch zukünftig dem Unternehmen erhalten bleiben?

Achtung: Die Bewerber und zukünftigen Mitarbeiter werden Sie an Ihren Versprechen messen. Daher sollten Sie nur Argumente verkaufen, die auch wirklich realistisch sind.

Außerdem gilt: Unterschätzen Sie den Faktor „Emotionalität“ gerade in der Gesundheitsbranche nicht. Denn grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass alle Ihre Mitarbeiter – auch die zukünftigen – die Entscheidung für ihren Beruf aus emotionalen Gründen getroffen haben. Knüpfen Sie hier an und überlegen Sie, wie es den Kandidaten ausgerechnet in Ihrem Unternehmen gelingen kann, ihrer Maxime treu zu bleiben.

Haben Sie alle Vorteile gesammelt, sollten diese natürlich auch nach außen kommuniziert werden. Extern gelingt dies auf der Karriereseite, über Social-Media-Kanäle und auch über die Presse. Gerade der Einsatz von Social Media ist in vielen Unternehmen der Gesundheitsbranche aber immer noch ein rotes Tuch: Dabei bieten sich hier tolle Möglichkeiten, in Fotos und Videos einen authentischen Einblick in den Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter zu geben. Lassen Sie die doch am besten direkt selbst zu Wort kommen – gerade junge Menschen lassen sich davon überzeugen, wenn Sie sich mit den Protagonisten identifizieren können.

Employer Branding braucht einen langen Atem

Der Aufbau einer starken Arbeitgebermarke in der Gesundheitsbranche ist kein kurzfristiges Mittel zur Personalgewinnung, wirkt dafür aber – konsequent verfolgt – besonders nachhaltig. Außerdem führt es nicht nur zu einem höheren und passenderen Bewerbungsaufkommen, sondern steigert auch die Zufriedenheit und Motivation Ihrer Mitarbeiter. Gerade Klinken, Praxen und Pflegeeinrichtungen, die keine bekannten Namen haben, können vom Employer Branding profitieren.

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Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.