Aktive Kandidatenansprache

Sechs Regeln für den Reminder in der Active Recruiting Kommunikation

Sechs Regeln für den Reminder in der Active Recruiting Kommunikation

Ein Follow-up zu versenden, ist unter Recruitern hoch umstritten. Fakt ist aber: Immer mehr Kandidaten antworten erst nach der zweiten oder sogar dritten Nachricht. Bei der Formulierung des Reminders sollten Sie aber einige einfache Regeln beachten.

Wir alle kennen das: Jeden Tag bricht eine Welle an Nachrichten auf allen Kanälen über uns herein. Da geht es fix, dass eine E-Mail durchrutscht, gerade, wenn wir Sie nebenbei auf dem Handy lesen. Vielleicht hat der Empfänger sich sogar vorgenommen, zu antworten und es dann wieder vergessen. Anstatt immer wieder neue potenzielle Kandidaten anzuschreiben, ist es deshalb sinnvoll, wenn Sie sich freundlich in Erinnerung rufen.

1. Schreiben Sie eine neue Betreffzeile!

Dass Ihre erste Nachricht nicht beantwortet wurde, ist ein Beweis, dass Sie noch stärker um die Aufmerksamkeit des Kandidaten buhlen müssen. Ihre erste Chance dafür ist der Betreff der Nachricht, der darüber entscheidet, ob Ihre Mitteilung gelesen oder sofort gelöscht wird.

2. Variieren Sie Ihre Nachricht!

Dieselbe E-Mail wie beim letzten Mal zu schreiben, ist tabu. Schließlich wollen Sie dem Kandidaten ein Gefühl der Wertschätzung vermitteln – das funktioniert mit Copy and Paste nicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Sie im Spam-Ordner landen und das ist nun wirklich das Letzte, was Sie wollen.

3. Nutzen Sie die Chance des neuen Versuchs!

Jede Nachricht ist auch ein Experiment, um herauszufinden, worauf der potenzielle Bewerber anspringt. Lassen Sie diese Möglichkeit nicht einfach verstreichen und probieren Sie aus, was geht – mit einer anderen Schlussformel und einem neuen Call-to-action. Haben Sie beispielsweise beim letzten Mal um ein Treffen gebeten, versuchen Sie es nun mit einem Rückruf.

4. Stellen Sie die unbeantwortete Nachricht auf gar keinen Fall in den Mittelpunkt!

Die Bereitschaft, auf eine E-Mail zu reagieren, ist umso geringer, je schlechter das Gewissen des Kandidaten ist. Knüpfen Sie deshalb lediglich locker an Ihre vorherige Nachricht an und legen Sie den Fokus auf Ihr eigentliches Anliegen.

5. Bleiben Sie hartnäckig!

Gerade High Potentials bekommen täglich eine Vielzahl an Nachrichten. Beweisen Sie, dass Sie es wirklich ernst meinen, indem Sie sich durch eine oder sogar mehrere unbeantwortete Nachrichten nicht abwimmeln lassen. Zeigen Sie, dass Sie echtes Interesse an dieser Person haben.

6. Geben Sie dem Kandidaten trotzdem genügend Zeit zum antworten!

Setzen Sie den Kandidaten auf keinen Fall unter Druck, in dem Sie gleich am Folgetag eine neue E-Mail versenden. Das ist nicht hartnäckig, sondern wirkt schnell verzweifelt. Eine Woche sollte mindestens vergehen, bis Sie erneut Kontakt aufnehmen.

Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.