Praktikum "CEO for One Month" der Adecco Gruppe Schweiz

„Ich hätte nie gedacht, dass der Job einer CEO so viel Einfühlungsvermögen und Finesse verlangt.“

Yasmine Frizlen im Chefsessel der Adecco Gruppe Schweiz

Mit nur 21 Jahren sitzt Yasmine Frizlen im Chefsessel der Adecco Gruppe Schweiz. Das Praktikum „CEO for One Month“ hat’s möglich gemacht.

Gemeinsam mit CEO Nicole Burth darf Yasmine während einem Monat Einblicke in den Alltag der CEOs sammeln und gleichzeitig selbst Verantwortung übernehmen. Wieso sich die junge Studentin auf das Praktikum beworben hat und wieso die Adecco Gruppe das Praktikum regelmässig anbietet, erfahren Sie in diesem Interview.

Frau Frizlen, was hat Sie dazu bewogen sich auf das Praktikum „CEO for One Month“ zu bewerben?

Yasmine Frizlen: Ich habe mich recht spontan dazu entschieden. Für mich hat es sich wie eine einmalige Gelegenheit angehört und meine Haltung dazu war „ein Versuch ist’s wert“. Damals hätte ich nicht erwartet, dass ich die Stelle tatsächlich bekomme.

Möchten Sie selbst einmal CEO werden?

Yasmine Frizlen: Ich kann mir durchaus vorstellen, in Zukunft einmal eine Führungsposition einzunehmen. Jedoch habe ich dafür – glaube ich – noch etwas Zeit. Mal schauen…

Wie erleben Sie das Praktikum mit CEO Nicole Burth?

Yasmine Frizlen: Das Praktikum ist sehr informativ und spannend. Ich erfahre bei jedem Meeting viel Neues, die Arbeitstage sind immer durchgeplant. Allerdings ist Flexibilität bei möglichen Änderungen der Agenda enorm wichtig. Von Nicoles Art, wie sie Mitarbeitende führt und Arbeiten angeht, kann ich sehr viel lernen und profitieren.

Was werden Sie aus dem Praktikum für Ihre berufliche Zukunft mitnehmen?

Yasmine Frizlen: Für mich als Berufseinsteigerin ist es äusserst interessant, innerhalb eines Monats so tief in ein Unternehmen eintauchen zu können und Einblick in den Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit verschiedener Departemente zu erhalten. Was mich bei der Adecco Gruppe speziell fasziniert ist die Auseinandersetzung mit dem Thema „Zukunft der Arbeit“, das uns alle betrifft. Ich kann mit Sicherheit viel davon für die Zukunft mitnehmen.

Was hat Sie am Job von Nicole Burth am meisten erstaunt oder überrascht?

Yasmine Frizlen: Ich hätte nie gedacht, dass der Job einer CEO so viel Einfühlungsvermögen und Finesse verlangt. Umso eindrücklicher ist es zu sehen, wie Nicole dies im realen Arbeitsleben und in Mitarbeitergesprächen umsetzt.

Was konnten Sie von Nicole Burth bisher lernen?

Yasmine Frizlen: So vieles! Ich nehme den Führungsstil von Nicole als sehr human und gerecht wahr. Nicole kann sich durchsetzen, sagt ihre Meinung und schafft es trotzdem, sympathisch zu bleiben. Dies beeindruckt mich und ich hoffe, mir davon ein Stück abschneiden zu können. Ich möchte von der Zusammenarbeit mit ihr so viel wie möglich mitnehmen.

Was sind Ihre Pläne nach dem Praktikum? Kehren Sie zurück an die Uni?

Yasmine Frizlen: Ja, ich werde im Herbst mein drittes und letztes Jahr vom Bachelor-Studium beginnen. Mein letztes Semester werde ich an der National University of Singapore absolvieren. Was danach kommt, weiss ich noch nicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, zur Adecco Gruppe zurückzukehren und hier zu arbeiten.

Frau Burth, die diesjährige Praktikantin Yasmine Frizlen ist erst 21 Jahre alt und konnte Sie von sich überzeugen. Wie hat sie das geschafft?

Nicole Burth: Wir haben auch dieses Jahr fünf starke Kandidaten und Kandidatinnen am Assessment Day von „CEO for One Month" erlebt. Yasmines Lösungsorientierung und ihr Konzept im Business Case haben uns beeindruckt. Deshalb hat sie sich schliesslich gegen die Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchsetzen können.

Welchen Anforderungen müssen künftige Bewerber gerecht werden?

Nicole Burth: Wir suchen junge, motivierte Personen, die innovative Herangehensweisen zeigen und sich weder von komplexen Problemen noch von hochrangigen Leuten einschüchtern lassen. Deshalb sind ein starkes Kommunikations-Talent und Durchhaltevermögen weitere Attribute, die uns ansprechen. Als CEO eines internationalen Unternehmens sind gute Englischkenntnisse natürlich eine Voraussetzung.

Wie sind Sie auf die Idee des CEO-Praktikums gekommen?

Nicole Burth: „CEO for One Month“ ist Teil eines globalen Corporate Social Responsibility-Programms der Adecco Gruppe, das in 46 Ländern durchgeführt wird. Die Initiative wurde ursprünglich in Norwegen im Jahr 2011 lanciert und dann auf weitere nordische Länder ausgeweitet. Aufgrund des grossen Erfolgs wurde das Programm 2013 schliesslich international übernommen.

Mit diesem Programm setzen Sie bei Berufseinsteigern an. Welches Ziel verfolgen Sie damit?

Nicole Burth: Ziel ist es, jungen Menschen praktische Berufserfahrungen zu ermöglichen, die sie für den erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben brauchen. Dieses Jahr sind weltweit über 260'000 Bewerbungen für das „CEO for One Month“-Programm eingegangen. Das Praktikum ist für die Adecco Gruppe Schweiz wie auch für mich persönlich nicht nur eine Bereicherung, sondern gleichzeitig eine einzigartige Möglichkeit, unser Unternehmen durch die Augen einer jungen Person zu sehen – und dies einen ganzen Monat lang. Zudem verschafft es uns Zugang zu einem Fachkräfte-Pool mit Top-Kandidatinnen und Kandidaten.

„CEO for One Month“ ist ein globales Programm. Ist dieses Praktikum eine kreative Massnahme gegen den Fachkräftemangel?

Nicole Burth: Für uns ist es vor allem ein Corporate Social Responsibility Projekt. Selbstverständlich erhoffen wir uns durch die Bewerbungen auch den Zugang zu einem Talent-Pool zukünftiger Fachkräfte. Dies ist übrigens auch Teil des Projekts: Die Vermittlung von anderen Praktika bei unseren Kunden wie auch intern. Dieses Jahr konnten wir beispielsweise zwei weiteren Finalisten/innen ein Praktikum bei unserer Partnerfirma Deloitte anbieten und sonstige Kandidaten und Kandidatinnen für die Besetzung von Praktikantenstellen im Bewerbungsprozess berücksichtigen.

Gibt es etwas, das Sie von Yasmine Frizlen lernen konnten?

Nicole Burth: Ja natürlich! Es ist für mich eine einzigartige Möglichkeit, unser Unternehmen durch die Augen einer jungen Person wahrzunehmen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, was die junge Generation antreibt und in welcher Art und Weise sie Probleme angeht.
 

Bedeutet für Sie die Betreuung von Yasmine Frizlen auch ein Mehraufwand?

Nicole Burth: Ich möchte Yasmine natürlich so viel wie möglich mitgeben können und instruiere sie dementsprechend. Andererseits kann ich aber auch Aufgaben, wie zum Beispiel die Aufnahme von internen Videos, an sie delegieren. Ich würde es nicht als Mehraufwand, sondern als Bereicherung im Sinne eines Mentorings beschreiben. Es ist ein Geben und Nehmen.

Anna Hadorn
Ein Artikel von Anna Hadorn

Anna sorgt für frischen Content auf den XING Kanälen. In ihrer Freizeit liebt es die schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin gemütlich zuhause mit einem guten Buch zu entspannen oder schwungvoll über die Salsa-Tanzfläche zu wirbeln.