Mitarbeiter in die Zukunft führen

Nahezu jeder Österreicher erwartet starke Veränderungen in der Arbeitswelt

Nahezu jeder Österreicher erwartet starke Veränderungen in der Arbeitswelt

Wie wird die Arbeitswelt künftig aussehen? Werden Sie etwa bald Roboter statt Menschen einstellen? Fest steht: Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Sie birgt jede Menge Herausforderungen, eröffnet dabei aber zeitgleich große Chancen, die Sie als Arbeitgeber wahrnehmen sollten (lesen Sie hierzu auch den Artikel: „Wie sich der Mittelstand überschätzt“). Wie die Österreicher ihre berufliche Zukunft einschätzen, zeigt eine neue, von XING in Auftrag gegebene Studie. Laut dieser erwarten 94 Prozent der Österreicher in den kommenden Jahren starke Veränderungen in der Arbeitswelt. Rund ein Drittel (33 Prozent) glaubt sogar, die Arbeitswelt der Zukunft wird mit der heutigen überhaupt nicht vergleichbar sein.

Die repräsentative Studie „Kompass Neue Arbeitswelt“ beleuchtet, welche Themen die österreichische Arbeitswelt bewegen. Zwar sind Veränderungen der Arbeitswelt nichts Neues, durch neue Technologien ändern sich die Arbeitsbedingungen derzeit jedoch besonders schnell. In den nächsten fünf bis zehn Jahren erwarten die Österreicher vor allem durch Automatisierung (62 Prozent), Künstliche Intelligenz (44 Prozent) und Robotik (37 Prozent) Änderungen im Arbeitsalltag.

Österreicher blicken mit vorsichtiger Skepsis in die Zukunft: Änderungen ja, Gefährdung nein

Insgesamt blicken die die Arbeitnehmer eher skeptisch in die Zukunft: So glaubt knapp die Hälfte (46 Prozent), dass Automatisierung und Digitalisierung in Summe Jobs zerstören werden. 40 Prozent erwarten eine gleichbleibende Job-Anzahl. Immerhin 18 Prozent sind der Meinung, dass dadurch sogar neue Jobs entstehen.

Trotz der vorsichtigen Skepsis, die unter den ÖsterreicherInnen herrscht, sehen diese ihre eigenen Jobs kaum gefährdet. Jeder Fünfte (20 Prozent) rechnet sogar mit positiven Veränderungen, 30 Prozent dagegen mit negativen Auswirkungen. Der Großteil der Befragten erwartet jedoch keine Auswirkungen auf die eigene berufliche Situation. Dieses Ergebnis ist wohl dadurch begründbar, dass nur rund jeder Vierte (28 Prozent) die ausgeübte Tätigkeit als automatisierbar einschätzt. Von diesen wiederum erwarten 37 Prozent eine Automatisierung bereits in den nächsten zehn Jahren.

So machen Sie Ihre Mitarbeiter fit für den künftigen Arbeitsmarkt

Was bedeuten diese Ergebnisse für Sie? Als Arbeitgeber stehen Sie nun vor der Herausforderung Ihre Mitarbeiter für die Zukunft fit zu machen und Sie auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten. Der Schlüsselbegriff lautet hier „Employabilty“ - übersetzt bedeutet das so viel wie „Beschäftigungsfähigkeit“. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Qualifikationen in Zeiten der Digitalisierung auszubauen und sich neues Wissen anzueignen. Arbeitsbilder verändern sich und so müssen auch Berufstätige sich anpassen.

Dass Österreicher dem offen gegenüber stehen und Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg sehen, zeigt diese Zahl: Fast drei von vier Personen (73 Prozent) wollen sich innerhalb der nächsten fünf Jahre fortbilden. Fachliche Weiterbildung (65 Prozent) steht dabei an erster Stelle, gefolgt von der technologischen und digitalen Fortbildung (etwa durch Erlernen der Anwendung neuer Tools) mit 41 Prozent. An dritter Stelle steht die persönliche Weiterentwicklung mit 32 Prozent.

Durchgeführt wurde die Studie von marketagent.com. Im Rahmen der repräsentativen Befragung wurden im Januar 2018 insgesamt 1.001 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren in Österreich befragt.

Yee Wah Tsoi ist für den Recruiting Content zuständig.
Ein Artikel von Yee Wah Tsoi

Yee Wah ist seit 2008 bei XING. Die Bielefelderin (gibt's wirklich!) war dort zuerst in der PR tätig. Seit 2017 ist sie für den Recruiting Content zuständig.