New Normal:

Was Erwerbstätigen jetzt wichtig ist – und was Sie im Recruiting wissen sollten

Was Erwerbstätigen jetzt wichtig ist – und was Sie im Recruiting wissen sollten

Die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen: in unserem Privatleben, in unseren Werten und in unseren Ansichten. Sie hat uns gezeigt, was uns wirklich wichtig ist und wie wir ab sofort leben wollen. Und das schlägt sich natürlich auch im Arbeitsleben nieder – Stichwort „New Normal“. Höchste Zeit für Personaler·innen, im Recruiting darauf zu reagieren.

Plötzlich stand alles still. Als die Pandemie im vergangenen Jahr ihren Anfang nahm, da war Entschleunigung für viele Menschen von einem auf den anderen Tag kein langgehegter Wunsch mehr, sondern gelebte Realität. Mehr Zeit für die Familie, arbeiten von zuhause, sogar mehr Zeit für Sport waren plötzlich drin. Und mit der Entschleunigung über die vielen langen Wochen und Monate kamen die Gedanken: Würde das, war nach ersten Startschwierigkeiten in den meisten Unternehmen sehr gut geklappt hat, nicht auch in Zukunft dauerhaft funktionieren? Eine Frage, die sich sowohl Mitarbeiter·innen als auch Bewerber·innen stellen. Eine XING Umfrage von August 2021 unter 313 Berufstätigen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden hat ergeben, dass 67 Prozent die Work-Life-Balance seit Beginn der Pandemie wichtiger geworden ist. 65 Prozent halten seither flexible Arbeitszeiten für wichtiger, 62 Prozent eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Die Zusammenarbeit findet virtuell statt

Der Wunsch der Mitarbeitenden nach Veränderung ist nicht neu, doch bisher hakte es oft bei der Umsetzung. Zu stark schienen beispielsweise die Argumente, die gegen die Arbeit im Homeoffice sprachen. Doch welcher Arbeitgeber kann diese nach vielen Monaten des erfolgreichen Remote Work heute noch ernsthaft anführen?! Die Pandemie hat für den längst überfälligen Digitalisierungsschub gesorgt, auf den sich Bewerber heute berufen. Kollaborationstools, Webcam-Konferenzen und ein Intranet zum Informationsaustausch zählen zu den absoluten Must-haves eines jeden Unternehmens. Bereits Einstellungsgespräche - als erster Kontaktpunkt zwischen Bewerbenden und dem Unternehmen - finden heute häufig per Video statt.

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In unserem neuen Whitepaper finden Sie nicht nur die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage, sondern erfahren auch, wie sich New Normal auf sämtliche Prozesse im Recruiting auswirken.

Die Zusammenarbeit findet virtuell statt Der Wunsch der Mitarbeitenden nach Veränderung ist nicht neu, doch bisher hakte es oft bei der Umsetzung. Zu stark schienen beispielsweise die Argumente, die gegen die Arbeit im Homeoffice sprachen. Doch welcher Arbeitgeber kann diese nach vielen Monaten des erfolgreichen Remote Work heute noch ernsthaft anführen?! Die Pandemie hat für den längst überfälligen Digitalisierungsschub gesorgt, auf den sich Bewerber heute berufen. Kollaborationstools, Webcam-Konferenzen
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Der Wertewandel ist bereits geschehen

Zuvor waren es vor allem die jungen Generationen X, Y und Z, denen nachgesagt wurde, dass sie sich einen Arbeitsplatz wünschten, in dem individuelle Bedürfnisse Platz hätten, mit dem sie einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen könnten, der schlichtweg relevant sei. Und der ihnen genug Freiraum lasse, um auch privaten Hobbys und Interessen nachzugehen. New Normal ist, dass dieser Wertewandel dank Corona generationenübergreifend stattgefunden hat. Auch viele ältere Mitarbeiter·innen (darunter viele der begehrten Fachkräfte) haben sich schlichtweg an die Vorteile gewöhnt, die das Arbeiten von zuhause und die flexiblen Arbeitszeiten mit sich bringen.

HR muss auf New Normal reagieren

Der demografische Wandel ist in aller Munde, der Kampf um qualifizierte Fachkräfte verschärft sich zusehends. Umso wichtiger ist es, dass HRler auf die aktuellen Entwicklungen reagieren und sich den höheren Anforderungen der Bewerber·innen an ihren zukünftigen Job stellen. Wer jetzt bereits eine entsprechende Unternehmenskultur geschaffen hat, profitiert davon und ist auch für die Zukunft bestens gerüstet, wenn die Babyboomer in Rente gehen und zahlreiche Stellen neu besetzt werden müssen. Fest steht: An New Normal führt kein Weg mehr vorbei.

Die Unternehmenskultur als wichtiger Recruiting-Faktor

Was es nun braucht, ist eine Unternehmenskultur, die den Mitarbeitenden verdeutlicht, warum sie gerade für dieses und kein anderes Unternehmen arbeiten – und Kandidaten zeigt, warum sie sich dringend genau dort bewerben sollten. Eine Unternehmenskultur, die Kontakte stärkt, anstatt sie durch die zunehmende physische Distanz zu schwächen. Und die den Mitarbeitenden gute Gründe gibt, doch hin und wieder mal ins Büro zu kommen – und das ganz freiwillig.

Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.