Active Sourcing

Warum die Direktansprache jetzt noch wichtiger ist

Warum die Direktansprache jetzt noch wichtiger ist

Wer potenzielle Bewerber direkt kontaktiert und für das eigene Unternehmen begeistert, hat sogar in Krisenzeiten große Chancen, hochqualifizierte Fachkräfte von der Konkurrenz abzuwerben. Wir erklären, warum jetzt die beste Zeit für Active Recruiting ist.

Wenn eines in diesen Tagen besonders deutlich wird, dann ist es die Tatsache, dass das Buhlen um die besten Bewerber selbst in Krisenzeiten nicht abreißt. Denn plötzlich, so merken viele Recruiter, gibt es viel weniger Interesse, sogar an eigentlich spannenden Stellenausschreibungen.

Warten Sie deshalb nicht, bis die Bewerber zu Ihnen kommen, sondern werden Sie selbst aktiv und werben Sie für die attraktiven Positionen in Ihrem Unternehmen. Weshalb Sie jetzt gute Chancen für ein passendes Match haben?

Die Kandidaten sind besonders gut erreichbar

Während die meisten Menschen aktuell im Homeoffice arbeiten, bietet sich für Sie als Recruiter die ideale Gelegenheit, um mit geeigneten Fachkräften ins Gespräch zu treten – entweder via Social Media oder direkt am Telefon. Die Gefahr, abgewimmelt zu werden, ist deutlich geringer, als wenn der Mitarbeiter im Büro sitzt. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen.

Es gibt noch mehr passive Kandidaten als vorher

Wer wechselt in unsicheren Zeiten schon gerne dem Arbeitsplatz? Richtig, die meisten Mitarbeiter bleiben ihren Arbeitgeber aktuell treu – auch wenn sie eigentlich zuvor über einen Wechsel nachgedacht haben. Zu unsicher sind die Aussichten, bei einem möglichen zukünftigen Arbeitgeber erst die Probezeit überstehen zu müssen. Wenn Sie dem Kandidaten aber seine Befürchtungen nehmen, indem Sie ihn von dem Mehrwert des potenziell neuen Arbeitgebers überzeugen, den ihm sein aktueller Arbeitgeber nicht bietet, wird aus einem passiven Kandidaten schnell ein aktiver Bewerber. Wer mag es schließlich nicht, gerade in herausfordernden Zeiten umgarnt zu werden?

Ein gemeinsames Thema ist schnell gefunden

Fallen Sie besser nicht gleich mit der Tür ins Haus, sondern starten Sie mit ein bisschen Smalltalk. Und was würde sich da besser anbieten als das Thema, über das momentan ohnehin alle sprechen: Corona. Zeigen Sie Empathie und fragen Sie, wie es der Person damit geht und ob die Arbeit im Homeoffice funktioniert. Ideal ist, wenn sie hier bereits mit viel Geschick herausfinden können, ob es in der momentanen Situation Reibungspunkte mit dem aktuellen Arbeitgeber gibt – denn dann ist die beste Grundlage für Ihre Abwerbung bereits geschaffen.

Sie haben die Chance, Ihr Unternehmen zu vermarkten

Gerade in Krisenzeiten, in denen manch ein Mitarbeiter besonders unzufrieden mit dem eigenen Arbeitgeber ist, können Sie mit Ihrem Unternehmen glänzen. Punkten Sie, indem Sie davon berichten, wie vorbildlich die Firma mit der Krise umgeht. Aber Achtung: Natürlich müssen Ihre Erzählungen der Wahrheit entsprechen.

Der Worst Case? Sie füllen Ihren Talentpool!

Und wissen Sie, was das Schlimmste ist, das Ihnen jetzt passieren kann? Dass sich der Kandidat nicht direkt von Ihnen überzeugen lässt. Lassen Sie ihm Zeit, denn Active Recruiting erfordert immer auch ein bisschen Geduld. Geben Sie auf jeden Fall nicht auf, sondern fragen Sie, ob Sie den potenziellen Bewerber in Ihren Talentpool aufnehmen dürfen. Das ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Denn sobald die Krise vorbei ist und Ihr Unternehmen wieder richtig durchstartet, können Sie sich sofort wieder an die vorher schon für qualifiziert befundenen Kandidaten wenden.

Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.

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