Umfrage unter mehr als 1.200 Personalern (Teil 3 von 3)

Überrascht? So viele Unternehmen wollen dieses Jahr neue Mitarbeiter einstellen

In zahlreichen Unternehmen im deutschsprachigen Raum hat die Corona-Krise starke Auswirkungen auf die Personalplanung. Mittlerweile erreichen uns täglich Meldungen über Sparmaßnahmen im Recruiting – auch in großen Unternehmen. Im dritten und abschließenden Teil der Auswertungen unserer Umfrage unter mehr als 1.200 XING Mitgliedern aus dem HR Umfeld schauen wir uns an, wie sich die Corona-Krise konkret auf die weitere Planung im Recruiting und Personalwesen auswirkt.

Drei Viertel aller Unternehmen wollen dieses Jahr noch neues Personal einstellen

„Planen Sie, bis Ende des Jahres noch neues Personal einzustellen?“ – lautete eine der zentralen Fragen unserer Umfrage. Und siehe da: Drei von vier Befragten (74 Prozent) gaben an, dass ihr Unternehmen im Jahr 2020 noch rekrutiert, nur ein Viertel (26 Prozent) hält von neuen Mitarbeitern Abstand. Trotz der unterschiedlich starken Auswirkungen von Corona auf die Länder, sehen wir hier ein sehr homogenes Bild.

Fachkräftemangel bleibt für mehr als jeden Zweiten eine Herausforderung

Aktuell ist es schwer zu sagen, wie sich die aktuelle Lage langfristig auf den Fachkräftebedarf auswirken wird. Generell geht man davon aus, dass es hier starke Unterschiede zwischen den verschiedenen Tätigkeitsfeldern und Branchen geben wird.

Wir baten die Teilnehmer der Umfrage einen Blick auf die nächsten zwölf Monate hinsichtlich des eigenen Personalbedarfs im Unternehmen zu werfen und uns mitzuteilen, welchen der vier Aussagen sie zustimmen (Mehrfachantworten möglich). Dabei zeigt sich, dass 54 Prozent aller Teilnehmer der Meinung sind, dass der Fachkräftemangel auch weiterhin eine große Herausforderung für sie darstellen wird – insbesondere stimmten Schweizer dieser These zu (62 Prozent), während 53 Prozent der Deutschen und 58 Prozent der Österreicher hier einen Haken gesetzt haben. 

Jeder vierte Befragte (25 Prozent) geht davon aus, dass der Bedarf an Fachkräften nicht sinken, sondern weiter steigen wird – wobei nur 19 Prozent der Österreicher diese Meinung teilen.

20 Prozent sind der Meinung, dass der Fachkräftebedarf erst einmal sinken und auf absehbare Zeit wieder auf das Niveau der Zeit vor der Krise ansteigen wird. Nur 15 Prozent glauben, dass der Bedarf auch auf langfristige Sicht nicht mehr so sein wird wie früher.

Befragte gehen größtenteils von herausfordernden Recruiting-Bedingungen aus

„Recruiting wird in den kommenden zwölf Monaten im Vergleich zur Zeit vor der Krise herausfordernder sein“ – dieser Aussage stimmen 41 Prozent der Befragten zu. Nur 17 Prozent gehen von leichteren Bedingungen aus, 27 Prozent glauben, dass sich nichts verändern wird.

Remote Work wollen drei Viertel auch weiterhin ermöglichen

Die Relevanz von Homeoffice bzw. Remote Work in unserer heutigen Zeit dürfte niemand mehr anzweifeln. Umso weniger verwunderlich ist die Aussage von rund drei Viertel aller Befragten (76 Prozent), dass Remote Work auch nach der Corona-Krise weiterhin möglich sein wird. Besonders ist das unter Schweizer Unternehmen der Fall (85 Prozent).

Etwas mehr als ein Drittel (35 Prozent) gab zudem an, dass in die Technik investiert wird, um Remote Work / Homeoffice-Möglichkeiten sicherzustellen.

Lediglich jedes zehnte Unternehmen (11 Prozent) möchte nach der Corona-Krise kein Remote Work mehr erlauben.

Blick zurück: So schaut die unmittelbare Personalplanung aus

Sie möchten die zwei vorangegangenen Teile unserer Auswertung lesen? Erfahren Sie im ersten Teil der Auswertung, wie es um die unmittelbare Personalplanung bestellt ist. Im mittleren Part zeigen wir Ihnen, wie Unternehmen ihre Recruiting-Maßnahmen verändert haben.

Yee Wah Tsoi ist für den Recruiting Content zuständig.
Ein Artikel von Yee Wah Tsoi

Yee Wah ist seit 2008 bei XING. Die Bielefelderin (gibt's wirklich!) war dort zuerst in der PR tätig. Seit 2017 ist sie für den Recruiting Content zuständig.

 

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