Gesundheitswesen-Spezial

Nichtmediziner für die Gesundheitsbranche gewinnen

Gesundheitswesen-Spezial: Nichtmediziner für die Gesundheitsbranche gewinnen

Im Gesundheitswesen arbeiten nicht nur Ärzte und Pflegekräfte. Auch die Buchhaltung, das Marketing und die Personalabteilung benötigen gute Fachkräfte. Wie gewinnt man sie am besten?

Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Pflegeeinrichtungen sind Unternehmen, die neben dem medizinischen Personal auch eine große administrative Verwaltung haben. Hier konkurrieren sie nicht nur mit anderen Firmen aus der gleichen Branche um Fachkräfte, sondern auch mit jedem anderen Unternehmen. Für die Gesundheitsbranche ist das ein großes Problem.

Denn potentielle Kandidaten haben häufig – nicht mehr aktuelle - Vorurteile, gehen zum Beispiel von einer schlechten Bezahlung oder vielen Überstunden aus. Dabei werden die Belastungen in den pflegenden und medizinischen Bereichen oft unbewusst auf andere Jobbereiche des Unternehmens übertragen. Andere Branchen haben es da leichter, eine positive Außenwirkung zu erarbeiten.

Damit es Ihnen als Personaler im Gesundheitswesen dennoch gelingt, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, sind Maßnahmen, die zu einer starke Arbeitgebermarke verhelfen, unabdingbar.

Stimmen Sie Ihr Employer Branding auf Nichtmediziner ab

Eine Arbeitgebermarke ist dann stark, wenn Sie alle Zielgruppen gleichermaßen erfolgreich anspricht. Haben Sie bisher keine Marke aufgebaut, wird es höchste Zeit. Der Erfolg stellt sich zwar nicht von heute auf morgen ein, langfristig werden Sie aber im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz die Nase vorn haben. Fragen Sie sich daher zunächst: Welche Argumente können Sie als Unternehmen liefern, um Nichtmediziner von einem Job ausgerechnet im Health-Bereich zu überzeugen?

Junge Fachkräfte wollen einen Job mit Sinn

Gerade die Generationen Y und Z messen der Sinnhaftigkeit Ihres Tuns einen viel höheren Stellenwert als beispielsweise dem Gehalt bei. Nutzen Sie dies für sich und werben Sie damit, welchen gesellschaftlichen Beitrag auch Nichtmediziner bei Ihnen leisten können.

Lassen Sie Nichtmediziner zu Wort kommen

Ihre Imagekampagne wirbt bisher nur mit den Gesichtern von Ärzten und Pflegern? Starten Sie eine YouTube-Reihe, in der die Zuschauer Nichtmediziner in Ihrem Unternehmen bei der Arbeit begleiten können. Gerade junge Nachwuchskräfte schätzen authentische Einblicke ins Unternehmen und werfen Vorurteile dann schnell über Bord.

Implementieren Sie Mitarbeiterempfehlungsprogramme – für Nichtmediziner

Zahlreiche Studien haben belegt, dass Ihre Mitarbeiter genau über das Netzwerk verfügen, das zu Ihrem Unternehmen passt. Rufen Sie Ihre Mediziner und Nichtmediziner daher gezielt auf, weiteres Personal für eine freie Vakanz vorzuschlagen. Denn Ihre Mitarbeiter sind Ihre besten Markenbotschafter!

Teilen Sie die passenden Inhalte über Ihre Kanäle

Sie haben bereits eine Social-Media-Strategie entwickelt? Perfekt! Dann brauchen Sie diese gegebenenfalls nur noch auf die Nichtmediziner zu erweitern bzw. anzupassen. Finden Sie dafür zunächst heraus, welche Art von Content Ihre Zielgruppe gerne konsumiert. Sie finden darauf keine Antwort? Fragen Sie doch mal Ihre eigenen Mitarbeiter.

Geben Sie Perspektiven

Nichtmediziner möchten wissen, was sie in Ihrem Unternehmen erwartet. Kommunizieren Sie daher stets Aufstiegs-, Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Ermöglichen Sie einen sanften Einstieg

Wer noch fremd in einer Branche ist, möchte nicht ins kalte Wasser geschubst werden. Sorgen Sie dafür, dass jeder Nichtmediziner ein gutes Onboarding erlebt. Was das mit der Personalgewinnung zu tun hat? Je geringer die Fluktuationsrate, desto seltener müssen Sie neue Nichtmediziner gewinnen.

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Der Healthcare-Fachkräftemarkt in D-A-CH
Exklusiv
Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.