Gesundheitswesen-Spezial

So gewinnen Sie auch passive Kandidaten für sich

So gewinnen Sie auch passive Kandidaten für sich

Der Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche ist immens, Betriebe können es sich daher nicht länger leisten, nur aktiv suchende Bewerber anzusprechen. Wie aber gewinnt man Kandidaten, die eigentlich gar nicht auf Jobsuche sind?

Früher sah die Bewerbersuche so aus: Ein Unternehmen schaltete eine Anzeige, tat dann lange gar nichts und wartete einfach ab. Irgendwann griffen sich die Personaler den Stapel an Bewerbungen und suchten die besten Kandidaten für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch heraus.

Heute funktioniert das nicht mehr. Wer aktuell in der Gesundheitsbranche qualifizierte Bewerber gewinnen möchte, sollte dringend auch nach passiven Kandidaten Ausschau halten. Was aber bedeutet das eigentlich?

Passive Kandidaten bringen genau die Kompetenzen mit, die viele Arbeitgeber benötigen. Das Problem: Sie sind überhaupt nicht auf Jobsuche. Ein Arbeitgeberwechsel ist für sie aber dennoch denkbar, wenn das richtige Angebot kommt.

So eine Person als Mitarbeiter zu gewinnen, stellt die Unternehmen natürlich vor große Herausforderungen. Wir verraten Ihnen, was Sie tun können, wenn Sie aufgrund des Fachkräftemangels regelrecht gezwungen sind, sich um passive Kandidaten zu bemühen.

Gehen Sie dorthin, wo sich potenzielle Bewerber aufhalten

Der erste wichtige Schritt besteht darin, mit möglichen zukünftigen Mitarbeitern überhaupt erst einmal in Kontakt zu treten. Die Schwierigkeit ist hier: Menschen, die gar nicht auf Jobsuche sind, erreichen Sie weder über Stellenanzeigen, noch treffen Sie sie beispielsweise auf Karrieremessen.

Denken Sie daher kreativ: Wenn die Kandidaten keine Karrieremessen besuchen, dann tummeln sie sich aber vielleicht auf Fachmessen?

Auch gängige Social-Media-Kanäle bieten eine gute Möglichkeit, passive Kandidaten anzusprechen. Aber Achtung: Viele dieser Kanäle nutzen die User vor allem privat, deshalb ist dort von einer direkten Ansprache eher abzuraten. Nutzen Sie stattdessen lieber ein Karriereportal wie XING. Hier tummeln sich zahlreiche qualifizierte Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich und Hürden, um sie zu kontaktieren, gibt es keine. 

Sprechen Sie Kandidaten gezielt an

Sehen Sie aber unbedingt davon ab, über die entsprechenden Plattformen Massen-E-Mails zu versenden. Suchen Sie stattdessen lieber ganz gezielt nach bestimmten Kriterien Ihren Wunsch-Kandidaten aus. Auf diese Weise investieren Sie zwar mehr Zeit in eine geringere Anzahl an Kandidaten, das daraus resultierende Ergebnis wird aber dennoch besser sein.

Ihre Ansprache sollte dabei gut gewählt sein, denn die passiven Kandidaten haben wahrlich nicht auf Sie gewartet. Fallen Sie deshalb lieber nicht gleich mit der Tür ins Haus, sondern präsentieren Sie sich zunächst einmal als netter Kontakt. Finden Sie Parallelen zum Beispiel im Lebenslauf und nehmen Sie darauf Bezug. Erst, wenn Sie ein Vertrauensverhältnis hergestellt haben, sollten Sie das Gespräch auf das Thema „Freie Vakanzen“ lenken. Fragen Sie den Kandidaten beispielsweise, unter welchen Bedingungen er sich einen Wechsel vorstellen kann.

Setzen Sie ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm auf

Ihre Mitarbeiter sind das beste Aushängeschild für Ihre Arbeitgebermarke. Häufig sind gerade sie es, die in ihrem Netzwerk die besten Kandidaten haben. Damit sie diese auch empfehlen können, ist es wichtig, dass sie laufend gut informiert sind, welche freien Stellen es aktuell im Unternehmen gibt. Bieten Sie außerdem Anreize für eine erfolgreiche Mitarbeiterempfehlung, zum Beispiel in Form einer Prämie.

Bauen Sie sich einen Talentpool auf

Vermutlich sammeln Sie im Laufe der Zeit eine Reihe von Kontakten an, die Sie gerne beschäftigen würden, ihnen aber noch ein bisschen Zeit bis zu diesem Schritt geben möchten. All diese Kontakte sammeln Sie idealerweise in einem digitalen Archiv – so haben Sie alle Kontakte an einem Ort versammelt. Nutzen können Sie dafür beispielsweise den XING Talentpool.

Fazit

Gerade in der Gesundheitsbranche, die mit einem starken Fachkräftemangel kämpft, lohnt es sich, um passive Kandidaten zu werben. Diese sind zwar einerseits häufig schwieriger zu überzeugen als aktive Kandidaten, dafür sind sie Untersuchungen zufolge langfristig die besseren Mitarbeiter.

Der Healthcare-Fachkräftemarkt in D-A-CH
Exklusiv
Ein Artikel von Birte Schmidt

Birte berichtet freiberuflich für den Blog von XING E-Recruiting über Trends und Neuigkeiten aus dem HR-Bereich.

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