Studie zur Personalsuche in der öffentlichen Verwaltung:

Herausforderungen, Stellenbesetzungsdauer und Budgethöhen

Studie zur Personalsuche in der öffentlichen Verwaltung:

Die öffentliche Verwaltung ist mit deutlichem Abstand die größte Arbeitgeberin in Deutschland. Rund 4,7 Millionen Menschen sind in (Hoch-)schulen, in der Finanzverwaltung, im kommunalen Bereich, in der Sozialversicherung und co. tätig. Gerade aufgrund der vielfältigen Aufgabenbereiche ist der Bedarf an neuen Mitarbeiter·innen ungebrochen hoch.

Forsa-Studie unter 301 Personalentscheider·innen in der in der öffentlichen Verwaltung

Im Auftrag von XING E-Recruiting hat sich Forsa im April 2021 das Recruitment in dem Segment genauer angeschaut. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut hat 301 Personalentscheider·innen in der in der öffentlichen Verwaltung (Kommunen und Landesbehörden) zu bevorzugten Recruitingkanälen, den größten Herausforderungen, Stellenbesetzungsdauern und Budgethöhen interviewt.

Die öffentliche Verwaltung setzt im Recruiting auf klassische Methoden

Am häufigsten setzt die öffentliche Verwaltung zur Personalsuche auf Printanzeigen in allgemeinen Zeitungen. Drei Viertel aller Befragten (76 %) gaben diese Maßnahme an. 68 Prozent machen über ihre Karrierewebseite auf neue Jobs aufmerksam. Auf Platz drei folgt die direkte Suche und Ansprache von Kandidat·innen: Etwas mehr als jede·r zweite Befragte (54 %) gab an, im Active Recruiting aktiv zu sein – und zwar auf eigene Faust ohne externe Hilfe. Der Einsatz allgemeiner Online-Jobportale wurde von 51 Prozent genannt. Für jede·n Zweite·n (50 %) spielen branchenspezifische Online-Jobportale im Recruiting eine Rolle.

Der Öffentliche Dienst in der DACH-Region
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Größte Herausforderungen für die Personalsuchenden in der öffentlichen Verwaltung

Für 83 Prozent der Befragten ist die zu geringe Anzahl an geeigneten Bewerbungen die größte Herausforderung in der Personalsuche. Knapp dahinter gaben vier von fünf Befragten (80 %) zu Protokoll, es seien zu wenig geeignete Fachkräfte auf dem Markt. Für 50 Prozent sind attraktivere Wettbewerber ein Hindernis. Rund jede·r dritte Personalentscheider·in (34 %) fand die zu hohen Gehaltsforderungen der Kandidat·innen herausfordernd. Ebenfalls unter den Top 5: Die geringe Standortattraktivität (28 %).

Time-to-Hire: Jeder zweite Arbeitgeber in der öffentlichen Verwaltung braucht im Schnitt bis zu sechs Monate, um eine Stelle zu besetzen

Bis eine Stelle erfolgreich besetzt wird vergeht viel Zeit – so auch in der öffentlichen Verwaltung. Rund die Hälfte der Befragten (51 %) gab an, bis zu einem halben Jahr zu benötigen. Innerhalb von drei Monaten gelingt 39 Prozent der Befragten eine Stelle zu füllen.

Unbesetzte Stellen verursachen finanzielle Schäden, etwa durch Verzögerungen im Arbeitsablauf, zwischenzeitliche Besetzung durch Zeit- oder freie Mitarbeitende. 40 Prozent der Befragten schätzten, dass eine unbesetzte Stelle zu einem monatlichen Schaden von bis zu 1.000 Euro führt. Jede·r Dritte (35 %) gab einen Wert von 1.000 bis unter 5.000 Euro an. Etwas mehr als jede·r Zehnte (12 %) schätzte, dass der Schaden bei 5.000 bis unter 10.000 Euro liegt.

Wie teuer ist die Einstellung eines neuen Mitarbeitenden in der öffentlichen Verwaltung?

Bis zu 1.000 Euro geben 52 Prozent der Befragten im Schnitt für die Besetzung einer Stelle ohne Führungsverantwortung aus. 39 Prozent lassen sich die Stellenbesetzung 1.000 bis unter 5.000 Euro kosten. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Ausgaben für die Schaltung von Stellenanzeigen oder die Zuhilfenahme externer Dienstleister.

Wenn es um die Besetzung von Führungskräften geht, sieht das Verhältnis anders aus. 29 Prozent der Befragten schätzten die Kosten auf bis zu 1.000 Euro, während 50 Prozent einen Wert von 1.000 bis zu unter 5.000 Euro angaben.

Moderat: Das jährliche Recruiting-Gesamtbudget bewegt sich in unteren Regionen

Jede·r fünfte Befragte gab an, für das Recruiting ein jährliches Budget von bis zu 1.000 Euro zu haben. 32 Prozent verfügen über 1.000 bis zu unter 5.000 Euro, 20 Prozent über 5.000 bis zu unter 10.000 Euro.

Yee Wah Tsoi ist für den Recruiting Content zuständig.
Ein Artikel von Yee Wah Tsoi

Yee Wah ist seit 2008 bei XING. Die Bielefelderin (gibt's wirklich!) war dort zuerst in der PR tätig. Seit 2017 ist sie für den Recruiting Content zuständig.