Neue Studie zur Digitalisierung

Wie sich der Mittelstand überschätzt

Die Digitalisierung hält Einzug in sämtlich Bereiche des Wirtschaftslebens. Betroffen sind keineswegs nur die primär zahlen- oder technikaffinen Unternehmensprozesse. So ziehen gerade auch in den HR Abteilungen neue Verfahren ein. An welcher Stelle steht die deutsche Wirtschaft in dieser Hinsicht? Und wie haben sich die HR-Verantwortlichen der Unternehmen für die neue Zeit gewappnet?

Um die Antworten zu erfahren, hat XING E-Recruiting das Meinungsforschungsinstitut Innofact mit einer breit angelegten Entscheiderstudie zum Status Quo der Digitalisierung im Mittelstand beauftragt. Unterstützt wurden wir vom Lehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Personalmanagement und Führung der Universität Mannheim. 101 Geschäftsführer und HR-Verantwortliche kleiner und mittelständischer Unternehmen gaben für die vorliegende Studie einen Einblick in ihre Arbeitsweisen und Erwartungen. Ebenso kommen HR-Experten zu Wort.

Hier möchten wir Ihnen einen ersten Teilauszug der brandneuen Studie vorstellen. Die gesamte Studie „Recruiting 4.0: Unternehmenserfolg durch digitale Personalgewinnung“ kann kostenlos ab sofort abgerufen werden.

Geschäftsführer überschätzen digitale Leistungsfähigkeit

Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg Deutschlands hängt davon ab, wie gut sich die Unternehmen des Landes auf die Digitalisierung einstellen. Wie das Land dasteht, zeigt der 2017 veröffentlichte Innovationsindikator des Bundesverbands der Deutschen Industrie und des Fraunhofer-Instituts. Beim dort berechneten Subindikator für Digitalisierung landet Deutschland nur auf Platz 17.

Wie sich der Mittelstand überschätzt

Ein wesentlicher Grund für die schwache Platzierung sind große Defizite gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen, „da sie die Bedeutung der Veränderungen durch die Digitalisierung noch unterschätzten“, wie es Dr. Holger Schmidt, ehemaliger Chefkorrespondent des FOCUS Magazin und Experte für digitale Transformation, formuliert.

Das Selbstverständnis der deutschen Mittelständler ist jedoch ein anderes: Im Rahmen der Befragung für „Recruiting 4.0“ gaben 97 Prozent der teilnehmenden Geschäftsführer und HR-Verantwortlichen an, die Digitalisierung sei sehr oder eher wichtig für ihr Unternehmen.

Wie sich der Mittelstand überschätzt

Vor allem im direkten Vergleich zu ihren Wettbewerbern halten sie sich für gut aufgestellt. 70 Prozent schätzen den Stand der Digitalisierung des eigenen Unternehmens fortschrittlicher ein als den ihrer Wettbewerber. Weitere 28 Prozent sehen sich im Mittelfeld. Nur drei Prozent der befragten Spitzenentscheider bekennen sich dazu, dass sie auf diesem Gebiet Nachholbedarf haben.

Wie sich der Mittelstand überschätzt

Das logische Dilemma bei diesen Antworten: Wenn der Durchschnitt einen mittelmäßigen Stand der Digitalisierung markiert, dann müsste der Anteil der über- und der unterdurchschnittlichen Unternehmen etwa gleich groß sein. Wenn 70 Prozent der Befragten den Stand der Digitalisierung in ihrem Unternehmen jedoch für überdurchschnittlich halten und nur drei Prozent einen Rückstand sehen, kann ihre Einschätzung nicht der Wirklichkeit entsprechen.

Digitalisierung im Recruiting bietet Chancen

Noch weiter klaffen Wahrnehmung und Realität zur Digitalisierung auseinander, wenn es nicht um das Kerngeschäft des Unternehmens, sondern um unterstützende Funktionen geht. Hierbei zeigt sich, dass die HR-Verantwortlichen dem Thema einen erheblich höheren Stellenwert einräumen als die Unternehmenslenker.

Erfahren Sie im nächsten Teilauszug mehr über die verschiedenen Sichtweisen von HR-Verantwortlichen und Geschäftsführern. Außerdem zeigen wir Ihnen, welche Chancen die Befragten in der Digitalisierung sehen.

Sie können auch jetzt die kompletten Studienergebnisse einsehen und kostenlos Ihr Exemplar erhalten.


Quelle – soweit nicht anders angegeben: „Recruiting 4.0: Unternehmenserfolg durch digitale Personalgewinnung“, 2017.

Yee Wah Tsoi ist für den Recruiting Content zuständig.
Ein Artikel von Yee Wah Tsoi

Yee Wah ist seit 2008 bei XING. Die Bielefelderin (gibt's wirklich!) war dort zuerst in der PR tätig. Seit 2017 ist sie für den Recruiting Content zuständig.