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Welche Informationen müssen in eine Stellenanzeige?

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Eine vollständige Stellenanzeige muss sowohl rechtliche Pflichtangaben als auch alle wichtigen Informationen zur Position enthalten. Zu den rechtlichen Mindestanforderungen gehören eine AGG-konforme Formulierung und der Arbeitsort. Darüber hinaus sollten Sie die Aufgaben, Anforderungen und Benefits klar beschreiben, um qualifizierte Bewerbende anzuziehen und Ihre Zeit bei der Talenteauswahl zu sparen.

Was sind die rechtlichen Pflichtangaben in einer Stellenanzeige?

Jede Stellenanzeige muss das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) einhalten und diskriminierungsfrei formuliert sein. Das bedeutet, Sie dürfen nicht nach Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder anderen geschützten Merkmalen unterscheiden. Zusätzlich ist die Angabe des Arbeitsortes gesetzlich vorgeschrieben.

Die wichtigsten rechtlichen Anforderungen im Überblick:

  • AGG-konforme Sprache: Verwenden Sie geschlechtsneutrale Formulierungen wie „Mitarbeitende (m/w/d)” oder „Fachkraft für Marketing (m/w/d)”.
  • Arbeitsort: Geben Sie die Stadt oder Region an, in der die Stelle ausgeübt wird.
  • Keine diskriminierenden Anforderungen: Vermeiden Sie Formulierungen wie „junges Team sucht” oder „Muttersprache Deutsch”.
  • Realistische Anforderungen: Stellen Sie nur Anforderungen, die für die Position wirklich nötig sind.

Achten Sie besonders darauf, dass Ihre Stellenanzeige niemanden aufgrund persönlicher Merkmale ausschließt. Das schützt Sie vor rechtlichen Problemen und erweitert gleichzeitig Ihren Pool an Bewerbenden.

Welche Angaben zur Position und zum Unternehmen gehören in die Stellenanzeige?

Bewerbende brauchen klare Informationen über die Position und Ihr Unternehmen, um entscheiden zu können, ob die Stelle zu ihnen passt. Dazu gehören der Jobtitel, eine kurze Unternehmensbeschreibung, die Arbeitszeit und organisatorische Details wie der Starttermin.

Diese Informationen sollten Sie unbedingt angeben:

Zur Position:

  • Eindeutiger Jobtitel, der die Rolle klar beschreibt
  • Arbeitszeit (Vollzeit, Teilzeit, Stunden pro Woche)
  • Arbeitsmodell (vor Ort, Homeoffice, hybrid)
  • Gewünschter Starttermin
  • Befristete oder unbefristete Anstellung

Zu Ihrem Unternehmen:

  • Firmenname und kurze Beschreibung Ihrer Branche
  • Unternehmensgröße (hilft bei der Einschätzung der Arbeitsatmosphäre)
  • Standort mit Verkehrsanbindung
  • Was Ihr Unternehmen besonders oder erfolgreich macht

Je transparenter Sie sind, desto besser können sich Bewerbende vorstellen, bei Ihnen zu arbeiten. Das führt zu passenderen Bewerbungen und spart Ihnen Zeit im Auswahlprozess.

Wie beschreibt man Aufgaben und Anforderungen richtig in der Stellenanzeige?

Formulieren Sie Aufgaben konkret und Anforderungen realistisch. Listen Sie die wichtigsten vier bis sechs Tätigkeiten auf, die den Arbeitsalltag prägen. Bei den Anforderungen unterscheiden Sie zwischen „Muss-Kriterien” und „Wunschqualifikationen”, um auch Quereinsteigende nicht abzuschrecken.

So beschreiben Sie Aufgaben richtig:

  • Beginnen Sie mit den Haupttätigkeiten, die 70–80 % der Arbeitszeit ausmachen
  • Verwenden Sie aktive Verben: „Sie entwickeln”, „Sie betreuen”, „Sie organisieren”
  • Beschreiben Sie konkrete Ergebnisse: „Sie erstellen Monatsberichte für die Geschäftsführung”
  • Erwähnen Sie besondere Projekte oder Entwicklungsmöglichkeiten

Anforderungen sinnvoll strukturieren:

  • Zwingend erforderlich: Abschluss, spezielle Kenntnisse, Berufserfahrung
  • Wünschenswert: Zusatzqualifikationen, Soft Skills, Branchenerfahrung
  • Von Vorteil: Sprachkenntnisse, Software-Skills, Zertifikate

Vermeiden Sie endlose Anforderungslisten. Fragen Sie sich bei jedem Punkt: „Kann jemand ohne diese Qualifikation die Stelle trotzdem gut machen?” Falls ja, gehört er zu den Wunschkriterien.

Welche Informationen zu Gehalt und Benefits sollten in die Stellenanzeige?

Gehaltsangaben und Benefits machen Ihre Stellenanzeige attraktiver und ziehen passende Bewerbende an. Sie müssen das Gehalt nicht zwingend nennen, aber eine Spanne hilft beiden Seiten bei der Einschätzung. Zusatzleistungen wie flexible Arbeitszeiten oder Weiterbildungen können den Unterschied machen.

Gehaltsangaben sinnvoll gestalten:

  • Geben Sie eine realistische Spanne an: „35.000–42.000 Euro brutto/Jahr”
  • Erwähnen Sie variable Bestandteile: „plus leistungsabhängiger Bonus”
  • Bei Teilzeit: Stundenlohn oder anteiliges Jahresgehalt angeben
  • Verhandlungsspielraum signalisieren: „je nach Qualifikation und Erfahrung”

Benefits, die wirklich zählen:

  • Work-Life-Balance: Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Vertrauensarbeitszeit
  • Entwicklung: Weiterbildungsbudget, Schulungen, Karrieremöglichkeiten
  • Zusatzleistungen: Betriebliche Altersvorsorge, Gesundheitsförderung, Jobticket
  • Arbeitsumfeld: Moderne Ausstattung, kostenlose Getränke, Teamevents

Seien Sie ehrlich bei den Benefits. Versprechen Sie nur, was Sie auch halten können. Authentische Zusatzleistungen wirken überzeugender als übertriebene Auflistungen.

Eine gut strukturierte Stellenanzeige mit allen wichtigen Informationen spart Ihnen Zeit und bringt bessere Bewerbungen. Wenn Sie Ihre Stellenanzeigen professionell verwalten möchten, können moderne Recruiting-Tools dabei helfen, den Überblick zu behalten und Bewerbungen effizient zu bearbeiten. Mit XING haben Sie alle Tools an der Hand, um erfolgreich zu rekrutieren und die richtigen Talente für Ihr Unternehmen zu finden.