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Ab 2026 mehr Transparenz: Warum Sie schon jetzt auf Gehaltsangaben in Stellenanzeigen setzen sollten  

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Gehaltsangaben in Stellenanzeigen? Bei diesem Thema gibt es oft hitzige Diskussionen. Talente wünschen sich klare Informationen, während Unternehmen oft skeptisch reagieren. Die Meinungen gehen stark auseinander. Durch die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (EU 2023/970) wird die Angabe von Gehaltsspannen oder konkreten Gehältern in Stellenanzeigen EU-weit für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten verpflichtend, sobald die Richtlinie bis Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt ist.

Wichtig: Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss bis Juni 2026 in Deutschland umgesetzt werden.

Aber: Ob Gehaltsangaben zwingend in jeder Stellenanzeige stehen müssen, ist noch offen. Möglich wäre auch, dass Unternehmen diese Infos erst im Bewerbungsprozess geben müssen.

Arbeitgeber sollten dennoch frühzeitig darauf reagieren. Hier sind fünf gute Gründe, die für mehr Gehaltstransparenz sprechen – und zwar jetzt schon.  

5 Gründe für Gehaltsangaben in Stellenanzeigen

Auch, wenn es nicht immer so scheint: Es gibt sehr viele Gründe, auf Gehaltsangaben bei Stellenanzeigen zu setzen. Von einer verbesserten Candidate Experience über die potenzielle Steigerung Ihrer Bewerbungsquote bis hin zur Effizienz-Steigerung interner Recruiting-Prozesse: Wir haben die fünf wichtigsten für Sie zusammengetragen.  

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1) Sie gehen auf die Bedürfnisse der Kandidat·innen ein

Neun von zehn Job-Suchenden wünschen sich eine Gehaltsangabe in Stellenanzeigen. Bei der jüngsten Erhebung der forsa Wechselbereitschaftsstudie im Auftrag von XING wünschten sich Kandidat·innen keine Information auf Job-Anzeigen sehnsüchtiger als jene nach dem künftigen Gehalt. Als Arbeitgeber können Sie damit also einen ganz klaren Anreiz schaffen, sich auf Ihre Anzeige zu bewerben.  

Stellenanzeigen – screening-gerecht 

Stellenanzeigen werden heute gescreent. Talente überfliegen die Informationen, die für sie am wichtigsten sind. Ist etwas unklar oder bleiben wichtige Fragen unbeantwortet, sind sie vielfach schnell wieder weg. Vergraulen Sie keine potenziellen Bewerber·innen durch eine fehlende Gehaltsangabe auf Ihrer Stellenanzeige.  

2) Sie sorgen für einen Vor-Filter & reduzieren internen Qualifizierungsaufwand 

Natürlich ist das Gehalt ein Aspekt, der für das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses einfach passen muss. Durch die Angabe des Gehalts auf der Stellenanzeige sorgen Sie dafür, dass Talente bereits vorab für sich entscheiden können, ob diese Position für sie infrage kommt. Schließlich wissen sie, was auf sie zukommt. Und bewerben sich nur dann, wenn die von Ihnen vorgesehene Entlohnung ihren Vorstellungen entspricht.  

Diese Informationen reduziert folglich Aufwand auf beiden Seiten. Stellen Sie sich vor, ein Talent durchläuft den gesamten Prozess – in dem das Gehalt erst im letzten Schritt angesprochen wird. Genau hier scheitert es aber an konträren Vorstellungen. Ihr Recruiting-Team und das Talent haben bis hierhin aber sehr viel Zeit in den Prozess investiert. Verschwendete Zeit, die durch eine transparente Gehaltsangabe hätte vermieden werden können.  

3) Sie bleiben auch mit einer Gehaltsangabe in Stellenanzeigen flexibel 

Das häufigste Argument, das gegen eine Verwendung von Gehaltsangaben bei Stellenanzeigen ins Treffen geführt wird, ist jenes fehlender Flexibilität. Am Ende des Tages sei das Gehalt Verhandlungssache und bei absoluten Top-Talenten könne man auch über die Schmerzgrenze etwas hinausgehen. Hin zu einem Wert, den man Bewerbenden im Vorhinein aber nicht nennen möchte. So weit, so nachvollziehbar. Wenn da nicht das Instrument der Gehaltsbänder wäre.  

Mit der Angabe des Gehaltes als Gehaltsband sind Sie konkret und dennoch flexibel. Sie schaffen einen Rahmen für die Verhandlungen, der Ihrem Budget für die Position entspricht. Und auch, wenn sich Talente natürlich an der oberen Grenze orientieren, sei Ihnen versichert: Sie haben hier ein gutes Argumentationsinstrument geschaffen, um eine Bezahlung beispielsweise in der Mitte des Bandes zu rechtfertigen. Wir empfehlen hierfür folgendes Vorgehen:  

  1. Betrachten Sie das Gehaltsband als internes und externes Instrument. Auch intern sollen Positionsinhaber·innen mit Ihren Gehältern im Band liegen. So sorgen Sie für eine vegleichbare, transparente und faire Bezahlung im gesamten Betrieb 
  2. Stellen Sie in der Gehaltsverhandlung im Bewerbungsprozess eine Verbindung zwischen Anforderungsprofil auf der Stellenanzeige und Gehaltsband her  
  3. Machen Sie deutlich, dass für eine Entlohnung im obersten Bereich des Gehaltsbandes grundsätzlich ein besonders hohes Qualifikationsniveau in Bezug auf das Anforderungsprofil gegeben sein muss 
  4. Sorgen Sie für eine faire und transparente Einordnung des Qualifikationsniveaus des Talents und erklären Sie damit Ihr Gehaltsangebot  
  5. Behalten Sie natürlich etwas Verhandlungsspielraum bei – eine Überstandardisierung ist hier nicht sinnvoll  

4) Sie profitieren von ausgereiften Funktionen von Stellenanzeigen-Anbietern 

Stellenanzeigen-Anbieter wie XING erlauben eine attraktive Einbindung Ihrer Gehaltsbänder auf der Anzeige. Direkt im Kopf-Bereich der Anzeigen, aber auch in der Suche können Talente schnell einsehen, welches Ziel-Gehalt für diese Position vorgesehen ist. Das erlaubt eine schnelle Entscheidung, ob diese Position für sie von Relevanz ist.  Mitglieder, die ihr aktuelles Gehalt auf XING hinterlegt haben, bekommen Hinweise wie “bis zu XX % mehr Gehalt” direkt bei den Such-Ergebnissen angezeigt. Das erlaubt eine schnellere Vergleichkeit und unterstützt die Entscheidungsfindung.  

Maximale Reichweite, maximaler Recruiting-Erfolg

Mit den XING Stellenanzeigen sind Sie im Jobs-Netzwerk und auf weiteren relevanten Job- und Social-Media-Plattformen präsent. Damit Sie die richtigen Kandidat·innen erreichen!

Mit der Einführung der Smart Search – der neuen, KI-basierten Job-Suche auf XING – können Talente bereits direkt in der Suchanfrage inkludieren, welches Gehalt sie sich von einer Position wünschen. Die KI erkennt Informationen wie diese und liefert entsprechende Such-Ergebnisse. Talente freuen sich über passgenauere Job-Empfehlungen, Unternehmen über passendere Kandidat·innen.  

Die XING Smart Search - mit KI zum Wunsch-Job

5) Sie machen Ihr Recruiting schon jetzt zukunftsfit

Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie müssen Unternehmen ab 50 Beschäftigten künftig in ihren Stellenanzeigen eine Gehaltsspanne oder ein konkretes Gehalt nennen – sobald die Vorgaben bis Juni 2026 in deutsches Recht überführt sind.¹

Es ist kein gutes Zeichen in Richtung des Arbeitsmarktes, wenn Sie diese Veränderung auf den letzten Drücker in Angriff nehmen. Vielmehr sollten Sie bereits heute die Weichen stellen und frühzeitig auf Job-Anzeigen mit Gehaltsangaben umstellen. Denn konsequent betrieben, sind dafür auch in der Organisation Veränderungen notwendig.  

Laut EU-Richtlinie ist eine gewisse Indikation des Gehalts verpflichtend, beispielsweise über eine Gehaltsspanne. Zudem muss auf einschlägige Bestimmungen des entsprechenden Tarifvertrages verwiesen werden.

Einführung von Gehaltstransparenz  

Die anstehende Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie kann eine gute Gelegenheit sein, die Gehaltstransparenz im Betrieb insgesamt zu erhöhen. Auch wenn noch offen ist, ob Gehaltsangaben künftig zwingend in jeder Stellenanzeige stehen müssen, lohnt es sich schon jetzt, für verschiedene Jobgruppen klare und transparente Gehaltsbänder einzuführen. Das schafft Nachvollziehbarkeit und Fairness – und stärkt zugleich Ihr Employer Branding.  

Fazit – Gehaltsangaben in Stellenanzeigen

Für Deutschland ist ab Juni 2026 mit verbindlicher gesetzlicher Regelung zu rechnen, die verlangt, dass Bewerbende zumindest über Einstiegsgehalt oder Gehaltsspanne informiert werden. Ob das direkt in jeder Stellenanzeige sein muss oder ob andere Wege (z. B. im weiteren Bewerbungsprozess) zulässig sind, hängt davon ab, wie das Gesetz ausgestaltet wird – das steht noch nicht fest.

Die Gehaltsangabe in Stellenanzeigen kann für Sie im Recruiting nach wie vor ein mächtiger Hebel sein. Setzen Sie bereits jetzt auf eine transparente Angabe, um sich von Ihrer Konkurrenz abheben. In diesem Beitrag haben wir Ihnen einige Gründe an die Hand gegeben, warum jetzt definitiv der richtige Zeitpunkt dafür ist. 

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¹ Richtlinie der Europäischen Union zur Stärkung der Entgelttransparenz