Stellen Sie sich vor, Ihre Stellenanzeige läuft seit Wochen erfolgreich, und plötzlich verschwindet sie aus den Google for Jobs Ergebnissen. Kein Traffic, keine Bewerbungen. Der häufigste Grund: Das ValidThrough-Feld im JobPosting Schema ist abgelaufen. Wer eine offene Stelle verlängert, muss dieses Datum im Schema Markup aktualisieren, sonst behandelt Google die Anzeige als veraltet und zeigt sie schlicht nicht mehr an. Dieser Artikel erklärt, wie Sie das korrekt erledigen, Fehler vermeiden und den Prozess langfristig vereinfachen.
Was das ValidThrough-Feld für Google for Jobs bedeutet
Das validThrough-Feld ist ein Pflichtbestandteil des JobPosting Schema nach Schema.org. Es teilt Google mit, bis wann eine Stelle ausgeschrieben ist. Fehlt das Datum oder liegt es in der Vergangenheit, wertet der Google-Algorithmus die Anzeige als abgelaufen und entfernt sie aus dem Google for Jobs-Index.
Das klingt simpel, hat aber praktische Konsequenzen. Viele Unternehmen verlängern Stellen intern, aktualisieren aber nur den sichtbaren Text auf ihrer Karriereseite. Das Ablaufdatum in den structured data bleibt unverändert. Google sieht das alte Datum, zieht die Anzeige zurück, und die Stelle ist unsichtbar, obwohl sie technisch noch aktiv ist.
Das Format für das Datum folgt dem ISO-8601-Standard: YYYY-MM-DDThh:mm:ss+ZZ:ZZ. Ein Beispiel für den 31. Dezember 2026 wäre: 2026-12-31T23:59:59+01:00. Abweichungen von diesem Format führen zu Validierungsfehlern in der Google Search Console.
Schritt-für-Schritt: ValidThrough korrekt aktualisieren
Das Ablaufdatum aktualisieren ist technisch kein großer Aufwand, wenn man weiß, wo man suchen muss. Der Prozess unterscheidet sich je nach Systemumgebung, folgt aber immer denselben Grundschritten.
Schritt 1: Das Schema Markup auf Ihrer Seite finden
Das JobPosting Schema ist entweder direkt im HTML-Quellcode eingebettet (als JSON-LD-Block im <script>-Tag) oder wird dynamisch von einem CMS, ATS oder einem Plugin generiert. Öffnen Sie den Quellcode der Stellenanzeige und suchen Sie nach dem Begriff validThrough. JSON-LD ist das von Google empfohlene Format und am einfachsten zu bearbeiten.
Schritt 2: Das Datum direkt im Code ändern
Haben Sie den JSON-LD-Block gefunden, ersetzen Sie den alten Datumswert durch das neue Ablaufdatum. Achten Sie auf das korrekte ISO-8601-Format. Ein häufiger Fehler ist das Vergessen der Zeitzone, also des +01:00-Anteils am Ende. Google akzeptiert auch vereinfachte Formate wie 2026-12-31, aber die vollständige Angabe ist präziser und weniger fehleranfällig.
- JSON-LD-Block im Quellcode lokalisieren
- Altes
validThrough-Datum identifizieren - Neues Datum im Format
YYYY-MM-DDThh:mm:ss+ZZ:ZZeintragen - Änderung speichern und Seite neu veröffentlichen
Schritt 3: CMS oder ATS nutzen, wenn vorhanden
Verwenden Sie ein Bewerber-Management-System oder ein CMS wie WordPress mit einem SEO-Plugin (z. B. Yoast SEO oder RankMath), dann gibt es oft ein dediziertes Datumsfeld für das Ablaufdatum der Stelle. Ändern Sie dort den Wert, das System generiert das Schema automatisch neu. Prüfen Sie aber trotzdem den Quellcode, um sicherzugehen, dass die Änderung korrekt übernommen wurde.
Nach der Aktualisierung: Indexierung und Fehler prüfen
Nach der Änderung sollten Sie nicht einfach abwarten. Google muss die aktualisierte Seite neu crawlen und indexieren, bevor die Stelle wieder in den Google for Jobs Ergebnissen erscheint. Dieser Prozess lässt sich aktiv anstoßen und überwachen.
Nutzen Sie den Rich Results Test von Google, um das aktualisierte Schema Markup sofort zu validieren. Rufen Sie das Tool auf, geben Sie die URL Ihrer Stellenanzeige ein, und prüfen Sie, ob validThrough korrekt erkannt wird und keine Fehler angezeigt werden.
Anschließend empfiehlt sich ein manuelles Crawling über die Google Search Console:
- Öffnen Sie die Search Console für Ihre Domain
- Geben Sie die URL der Stellenanzeige in die URL-Prüfung ein
- Klicken Sie auf „Indexierung beantragen”
- Warten Sie 24 bis 48 Stunden und prüfen Sie dann den Status erneut
Unter dem Bereich „Verbesserungen” in der Search Console sehen Sie außerdem, ob Google Fehler oder Warnungen im Zusammenhang mit Ihren JobPosting structured data meldet. Häufige Probleme sind ein fehlendes datePosted-Feld oder ein validThrough-Datum, das vor dem datePosted-Datum liegt.
Wiederkehrende Verlängerungen automatisieren
Wer regelmäßig Stellen verlängert, weiß: Das manuelle Aktualisieren kostet Zeit und ist fehleranfällig. Besonders in kleinen Unternehmen, wo eine Person das gesamte Recruiting übernimmt, geht so ein Detail schnell unter. Automatisierung ist hier keine Kür, sondern eine sinnvolle Maßnahme.
Es gibt mehrere Wege, den Prozess zu vereinfachen:
- Dynamisches Schema: Wenn Ihre Stellenanzeigen serverseitig gerendert werden, können Sie das
validThrough-Datum automatisch aus Ihrer Datenbank ziehen. Das Datum wird dann immer aktuell gesetzt, solange die Stelle als aktiv markiert ist. - Kalender-Erinnerungen: Eine einfache, aber wirksame Lösung. Legen Sie beim Schalten jeder Stelle eine Erinnerung 3 bis 5 Tage vor Ablauf an.
- ATS-Integration: Moderne Bewerber-Management-Systeme bieten oft die Möglichkeit, das Ablaufdatum zentral zu verwalten und automatisch ins Schema zu übertragen.
- Skripte oder Webhooks: Für technisch versierte Teams lassen sich Skripte einrichten, die das Datum bei jeder Verlängerung im CMS automatisch aktualisieren.
Wer seine Stellenanzeigen über XING Stellenanzeigen schaltet, profitiert davon, dass die technische Ausspielung auf Google for Jobs bereits integriert ist. Das reduziert den manuellen Aufwand rund um Schema Markup erheblich und sorgt dafür, dass Anzeigen sichtbar bleiben, ohne dass Sie sich um jedes technische Detail selbst kümmern müssen.
Das Wichtigste zum Schluss: Behandeln Sie das validThrough-Feld nicht als Nebensache. Es ist ein direkter Hebel für die Sichtbarkeit Ihrer offenen Stellen bei Google. Wer hier sorgfältig arbeitet, hält seine Reichweite im Recruiting konstant hoch und verliert keine Bewerbungen durch technische Versäumnisse.