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Wie bindet man Stellenanzeigen technisch in die eigene Website ein?

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Stellen Sie sich vor: Eine qualifizierte Fachkraft besucht Ihre Website, findet Ihr Unternehmen interessant und möchte spontan schauen, ob gerade etwas Passendes ausgeschrieben ist. Doch statt einer übersichtlichen Karriereseite landet sie auf einer veralteten Liste oder findet gar nichts. Chance verpasst. Damit das nicht passiert, lohnt es sich, Stellenanzeigen technisch sauber in die eigene Website einzubinden. Wie das geht und worauf Sie dabei achten sollten, zeigt dieser Artikel.

Die technische Einbindung von Stellenanzeigen klingt komplizierter, als sie ist. Mit den richtigen Methoden können auch kleine Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung eine professionelle Karriereseite aufbauen, die Talente anzieht und gleichzeitig Ihren Recruiting-Aufwand reduziert.

Technische Möglichkeiten zur Einbindung von Stellenanzeigen

Es gibt mehrere Wege, Stellenanzeigen auf der eigenen Website zu integrieren. Die gängigsten Methoden sind:

  • iFrame-Einbindung: Ein externer Inhalt wird in einem eingebetteten Fenster auf Ihrer Seite angezeigt.
  • Job-Widget: Ein vorgefertigtes Code-Snippet, das automatisch aktuelle Stellen aus einer externen Quelle lädt und darstellt.
  • API-Anbindung: Stellendaten werden direkt über eine Programmierschnittstelle in Ihre Website gezogen und individuell dargestellt.
  • Bewerbermanagementsystem (ATS) mit Karriereseiten-Funktion: Viele moderne Systeme bieten eine eigene, einbettbare Karriereseite, die sich nahtlos in Ihre Website integrieren lässt.
  • Manuelle HTML-Seite: Stellenanzeigen werden direkt als eigene Unterseiten erstellt und gepflegt.

Welche Methode für Sie am besten passt, hängt von Ihrem technischen Know-how, Ihrem Budget und der Häufigkeit ab, mit der Sie neue Stellen ausschreiben.

Vor- und Nachteile der einzelnen Integrationsmethoden

Jede Methode hat ihre Stärken und Schwächen. Ein ehrlicher Vergleich hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.

iFrame

Schnell eingebunden und technisch unkompliziert. Der Nachteil: Suchmaschinen indexieren iFrame-Inhalte oft schlecht, was Ihrer Sichtbarkeit schadet. Zudem haben Sie wenig Kontrolle über das Design.

Job-Widget

Einfach zu implementieren und hält Stellenanzeigen automatisch aktuell. Viele Recruiting-Plattformen stellen solche Widgets bereit. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind begrenzt, aber für die meisten kleinen Unternehmen völlig ausreichend.

API-Anbindung

Maximale Flexibilität bei Design und Funktion. Allerdings braucht man dafür technische Unterstützung, was für kleine Unternehmen ohne eigene Entwickler·innen aufwendig sein kann.

ATS mit Karriereseiten-Funktion

Komfortabel und professionell. Bewerbungen laufen direkt ins System, Prozesse sind automatisiert. Der Einstieg erfordert etwas Setup-Zeit, zahlt sich aber schnell aus.

Manuelle HTML-Seite

Volle Kontrolle, aber hoher Pflegeaufwand. Jede neue Stelle muss manuell angelegt und jede besetzte Stelle manuell entfernt werden. Für Unternehmen mit seltenen Ausschreibungen kann das trotzdem funktionieren.

Schritt-für-Schritt: Stellenanzeigen per Widget oder iFrame einbinden

Der schnellste Weg, Stellenanzeigen auf Ihrer Website zu zeigen, führt über ein Job-Widget. So gehen Sie vor:

  1. Recruiting-Plattform auswählen: Entscheiden Sie sich für eine Plattform, die ein Widget oder einen Einbettungs-Code anbietet.
  2. Widget-Code generieren: In den Einstellungen Ihres Accounts finden Sie meist eine Option wie „Karriereseite einbetten” oder „Widget erstellen”. Dort erhalten Sie einen kurzen HTML-Code-Schnipsel.
  3. Code in Ihre Website einfügen: Öffnen Sie den HTML-Editor Ihrer Website oder Ihres CMS (z. B. WordPress, Jimdo, Wix) und fügen Sie den Code an der gewünschten Stelle ein.
  4. Darstellung prüfen: Schauen Sie sich das Ergebnis auf verschiedenen Geräten an. Mobil-Ansicht nicht vergessen.
  5. Testbewerbung durchführen: Klicken Sie selbst auf eine Stelle und füllen Sie das Bewerbungsformular aus, um sicherzustellen, dass alles funktioniert.

Bei einem iFrame ist der Ablauf ähnlich. Statt eines Widget-Codes verwenden Sie einen <iframe src="...">-Tag mit der URL Ihrer Stellenseite. Beachten Sie dabei die SEO-Einschränkungen, die im nächsten Abschnitt erklärt werden.

SEO-Aspekte bei der technischen Einbindung beachten

Wer Stellenanzeigen auf seiner Website einbindet, will damit auch gefunden werden. Damit das klappt, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.

iFrames sind SEO-Fallen: Inhalte, die per iFrame eingebunden werden, gehören aus Sicht von Google nicht zu Ihrer Website. Sie werden nicht indexiert und tragen nichts zu Ihrer Sichtbarkeit bei.

Eigene URLs für jede Stelle: Wenn möglich, sollte jede Stellenanzeige eine eigene, sprechende URL auf Ihrer Domain bekommen, zum Beispiel www.ihrunternehmen.de/jobs/buchhalter-hamburg. Das verbessert die Auffindbarkeit erheblich.

Strukturierte Daten nutzen: Mit dem Schema-Markup für Stellenanzeigen (JobPosting) können Suchmaschinen Ihre Stellen besser verstehen und direkt in den Suchergebnissen anzeigen, zum Beispiel über Google for Jobs. Das steigert die Reichweite deutlich, ohne dass Sie mehr Budget ausgeben müssen.

Relevante Suchbegriffe einbauen: Schreiben Sie Stellentitel und Beschreibungen so, wie Talente tatsächlich suchen. „Kaufmännische Fachkraft (m/w/d)” findet weniger als „Buchhalter·in Hamburg Teilzeit”. Ergänzend dazu lohnt es sich, die Funktionen moderner Stellenanzeigen-Plattformen zu nutzen, um Reichweite und Sichtbarkeit gezielt zu steigern.

Automatische Synchronisierung: Stellenanzeigen immer aktuell halten

Eine veraltete Karriereseite ist schlimmer als gar keine. Wenn Talente auf eine Stelle klicken, die längst besetzt ist, hinterlässt das einen schlechten Eindruck. Automatische Synchronisierung löst dieses Problem.

Moderne Recruiting-Plattformen wie XING Stellenanzeigen bieten Funktionen, mit denen Ihre Stellenanzeigen automatisch auf Ihrer Website aktualisiert werden. Neue Stellen erscheinen sofort, besetzte Stellen verschwinden ohne manuellen Aufwand. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass Ihre Karriereseite immer professionell wirkt.

Wer ein ATS nutzt, profitiert zusätzlich davon, dass Bewerbungen direkt im System landen und der gesamte Prozess von der Ausschreibung bis zur Einstellung digital abgebildet wird. Gerade für kleine Unternehmen mit begrenzten Ressourcen ist das ein echter Zeitgewinn.

Häufige Fehler bei der technischen Einbindung vermeiden

Auch mit den besten Absichten können bei der Einbindung von Stellenanzeigen Fehler passieren. Die häufigsten sollten Sie kennen, damit Sie sie von Anfang an vermeiden.

  • Veraltete Stellen nicht entfernen: Nichts schreckt Talente mehr ab als eine Bewerbung auf eine längst besetzte Stelle. Pflegen Sie Ihre Karriereseite regelmäßig oder setzen Sie auf automatische Synchronisierung.
  • Mobil-Ansicht vergessen: Ein Großteil der Job-Suche findet auf dem Smartphone statt. Testen Sie Ihre Karriereseite immer auch auf mobilen Geräten.
  • Keine Kontaktmöglichkeit: Talente haben manchmal Fragen, bevor sie sich bewerben. Eine sichtbare Ansprechperson oder eine einfache Kontakt-Option erhöht die Bewerbungsrate.
  • Zu langer Bewerbungsprozess: Wenn das Bewerbungsformular fünf Minuten zum Ausfüllen braucht, springen viele ab. Halten Sie es einfach und kurz.
  • Fehlende Ladezeit-Optimierung: Widgets und externe Skripte können die Ladezeit Ihrer Website verlängern. Achten Sie darauf, dass Ihre Seite trotzdem schnell bleibt.

Mit diesen Grundlagen ist Ihre Karriereseite nicht nur technisch sauber aufgestellt, sondern auch wirklich hilfreich für Talente, die sich bei Ihnen bewerben möchten. Wenn Sie zusätzlich maximale Reichweite für Ihre Ausschreibungen wollen, lohnt sich ein Blick auf Plattformen, die Ihre Stellen automatisch auf mehreren Kanälen gleichzeitig ausspielen, darunter Google for Jobs und relevante Job-Portale. Wer dabei auch passives Sourcing in seine Strategie einbinden möchte, findet bei XING eine einfache Lösung, mit der kleine Unternehmen ohne großen Aufwand professionell und weitreichend rekrutieren.